Warum ich hier nicht zum Schreiben komme

Nun, um es kurz zu machen – ich schreibe ja. Nur eben nicht hier. Nicht im Blog. Ich schreibe stattdessen Texte für meine Webseite und für meine Flyer, ich schreibe Rechnungen und versuche, sinnvolle Formulierungen für alle möglichen Verträge zu finden, ich schreibe Kommentare und Nachrichten auf Facebook, Whatsapp & Co. und ja, ich blogge auch. Nur eben nicht hier.

Zwischenzeitlich war ich mehrfach kurz davor, meinen Blog hier einzustampfen. Oder naja – zumindest offiziell in den Ruhestand zu verabschieden. Weil ich eben nicht wirklich dazu komme, hier irgendwas aktuell zu halten. Und weil sich im Laufe der Jahre – und ja, ich habe sträflicherweise nicht einmal meinen 6. Blog-Geburtstag richtig gefeiert! – der Blog immer mehr und mehr aufgebläht hat, weil nach irgendwelchen Updates irgendwelche Plugins plötzlich nicht mehr funktionieren und weil in vielen Artikeln die Fotos oder Galerien überhaupt nicht mehr oder zumindest nicht mehr richtig erscheinen – augenfeindlich! – nenne ich so etwas.

Aber dennoch. Trotz alledem – sozusagen. Er ist noch hier, mein Blog, und bleibt es auch. So.

Auch, wenn der letzte Eintrag hier vom 31.12.2014 stammt und auch schon nur ein Alibi-Artikel war. Egal.

Dieser Blog ist nach wie vor mein eigentliches „Zuhause“ im Netz. Doch, ist tatsächlich so. Und nach fast 5 Monaten bin ich nun zurückgekehrt – das ist doch gut.

Also – es geht weiter.

 

NaNoWriMo 2012 – Oder: Wie man sich um den Verstand schreibt

notizbuch-nanowrimo

Das ist natürlich völliger Blödsinn. Man schreibt sich niemals um den Verstand. Man schreibt möglichst mit Verstand. Wenn man Glück hat, hat die Umwelt dafür Verständnis. Manch einer wird verständnislos den Kopf schütteln, als hätte man den Verstand verloren. Vielleicht wird der eine oder andere auch verständnisvoll nicken, wenn er erst einmal verstanden hat, um was es geht. 
Wenn man sich nicht vorsieht, stößt man aber eventuell auf völlige Verständnislosigkeit, also gebt Acht, daß niemand den nächstbesten Kopfologen verständigt, weil er an eurer Verstandeskraft zweifelt!
 

Wie auch immer,  ihr habt mein vollstes Verständnis, wenn ihr – wie ich – wild entschlossen seid, beim NaNoWriMo mitzumachen. Es ist dies mein erstes Mal, und ich habe mich unheimlich spontan und somit vollkommen entgegen meiner sonstigen Gewohnheit entschlossen, dieses Jahr daran teilzunehmen.

Schuld daran war ein Artikel unserer zukünftigen Weltherrscherin:
(siehe dort: nanowrimo-ja-oder-nein)

Ich verrate euch ein Geheimnis: Ich habe keine Ahnung, ob es mir gelingen wird, bis zum Ende durchzuhalten, geschweige denn, ob ich am Ende auf die 50.000 Worte komme. Bis jetzt sieht es gut aus, aber bis jetzt sind auch erst zwei Tage vergangen.
Fakt ist, ich habe eine Geschichte… im Kopf. Sie nimmt mehr und mehr Gestalt an. Die ersten zwei Figuren sind zum Leben erwacht und das Schreiben macht (noch?) Spaß.Worum es geht, wird noch nicht verraten.

Wer neugierig ist (und ich hoffe und gehe davon aus, daß dies auf ca. 83% meiner Leser zutrifft), mag hier gelegentlich einmal schauen, noch lohnt es sich aber nicht, denn außer einem (nahezu nichtssagenden) Arbeitstitel werdet ihr hier noch keine weiteren Informationen finden. (So kann man seinen Lesern auch einen Link schmackhaft machen, nicht? Manchmal schüttle ich über mich selbst den Kopf. Ach, was heißt hier manchmal….):

(siehe hier: nanowrimo.org/de/participants/magrat )

 

Im Übrigen schreibe ich meine Geschichte mit LibreOffice Writer, das gibt es nämlich auch als Portable App für den Stick, und meine Notizen, wirren Einfälle und Ideen kommen per Füller in mein altes Aufschreibbuch-mit-Schweinchen. Dieses dient außerdem als Ersatz für mein (bedauerlicherweise) nicht-vorhandenes Tablet, wenn ich mal unterwegs bin.

Ach ja, es muß auch gelegentlich als Füller-Schreibtest-Heft herhalten. Bei einer solchen Gelegenheit entstanden unter anderem auch diese beiden Verslein (es muß schon einige Jahre zurückliegen, ich konnte mich nämlich kaum noch erinnern, sie einst geschrieben zu haben):

 

Füllertest I

Füllfederhalter.
Papier ist geduldig.
Aber auch durstig.
Schreiben. Schreiben.
Tintenkleckse gibts nicht mehr,
Aber auch nicht weniger.

Füllertest II

Kleiner Füller,
Blau und dünn,
Schreibst ganz leise
vor dich hin.
Bist niemals laut
Und niemals böse,
Du kannst schreiben –
Und ich…? Lese.

In diesem Sinne. :eule: