Scharf war gestern – Plastiklinsenbilder aus Nordhausen

Wie bereits angekündigt, möchte ich euch heute einige der letzten Plastiklinsenbilder zeigen, die während zweier kurzer Ausflüge entstanden sind.

Für diese Fotos schraubte ich die Lomography Diana+ 110mm Soft Telephoto Lens mittels Adapter auf meine Canon EOS 1000D. Aus den 110mm wird – dank Crop-Faktor – eine Brennweite von über 300mm, was schon recht beachtlich ist.

Telephoto Lens an Canon DSLR
Telephoto Lens an Canon DSLR

Rechts seht ihr zwei Fotos zum Vergleich, die ich vom selben Standort aus aufgenommen habe, das obere zeigt die alte Kaffeerösterei in der Ferne, es entstand mit meiner 28mm Festbrennweite von Canon, danach wechselte ich auf die Plastiklinse und das untere Bild entstand.

Brennweiten-Vergleich

Für Lomographen die etwas näher hinschauen bietet die 110mm Soft Telefokus Linse die Möglichkeit, Bilder mit wunderschön diffusem Hintergrund, von dem sich ein perfekt fokussiertes Motiv abhebt, einzufangen. Dank längerer Brennweite ergibt sich ein kleinerer Schärfentiefebereich; weiche, verschwommene, vignettierte Bilder die man nur als „perfekte Imperfektion“ bezeichnen kann sind das Ergebnis.

[Quelle: http://microsites.lomography.de/diana/products/lenses ]

„Perfekte Imperfektion“ ist nicht untertrieben… das kann man nur noch toppen, wenn man – wie es mir bei den ersten drei Bildern hier passiert ist – vergißt, die Entfernungseinstellung korrekt zu wählen. Darüber verfügt sie nämlich, die Linse, und auch, wenn man es kaum glauben kann, es macht tatsächlichen einen gewaltigen Unterschied. Diese Einstellungen sind möglich:

  • 2 m (1m bei vollem Sonnenlicht)
  • 4 m
  • 5 m bis Unendlich

Mit der richtigen Einstellung aber bekommt man einzigartige Bilder, die von mystisch bis verträumt reichen und sowohl Landschaftsaufnahmen als auch Portraits gelingen so.

Alle Bilder direkt in der Galerie betrachten…

Weitere Informationen:

Lomography Diana+ 110mm Soft Telephoto bei Amazon

Die Linse direkt bei Lomography

Die Lomography-Microsite zur Linse

Mit Zwirn und Maske – Magrat scannt.

Mir macht das ja Spaß. Negative scannen. Nicht umsonst schaffte ich mir damals meinen Scanner an. Was aber tun, wenn die eigenen Negative alle gescannt und noch keine neuen in Sicht sind? Richtig, man scannt einfach fremde Negative.

Vor einigen Tagen hatte Jana vorsichtig angefragt, ob ich ihre allerersten, mit ihrer neuen Lomography Diana F+ geknipsten und in einem Leipziger Fotolabor entwickelten Negative scannen würde. Ich schrie gleich „Hier“ und es dauerte nicht lange, da hielt ich den Umschlag mit 4 Rollfilm-Negativen in den Händen.

Zwirn & Maske
Zwirn & Maske

Spannend. Zumal ich nun die Erste sein sollte, die die Bilder zu Gesicht bekommt.

Gleich loslegen mit Scannen konnte ich allerdings nicht, da mir die Swiffer-Staubmagneten ausgegangen waren. Die sind so puschelig wie nützlich, denn man braucht nur einmal kurz über den in die Scan-Maske eingelegten Negativstreifen zu fahren und alle Fusseln und winzigen Flusen, die unweigerlich von den Negativen angezogen werden, bleiben daran haften und man ist sie los.

Außerdem besorgte ich mir noch ein neues Paar Zwirnhandschuhe in der Apotheke, um nicht meine Fingerabdrücke auf den Bildern zu hinterlassen.

Dann konnte es losgehen.

Bei vier Rollfilmen kommt schnell eine beachtliche Datenmenge zusammen, aber dank schneller Leitung ist das kein Problem und schon bald hielt Jana ihre fertigen Bilder in den – nunmehr virtuellen – Händen.

Das Ergebnis der Scan-Aktion könnt ihr euch bei ihr anschauen:

Janas erste Lomo-Experimente

Und hier geht es zu meinen eigenen Lomo-Fotos:

Lomography rules!

PS: Für die Scanner-Interessierten unter euch: Bei meinem Scanner handelt es sich um den Epson Perfection V 600 Photo und die Scan-Maske ist die Lomography DigitaLIZA 120 Film Scanning Mask.

Die Sache mit der Mehrfachbelichtung (Teil I)

Meine erste eigene Kamera konnte das. Und machte das immer, obwohl sie es nicht sollte, einfach deshalb, weil ich schon als Kind meist sehr ver.. zerstreut war und oft einfach vergaß, den Film weiterzuspulen.

Meine erste eigene Canon konnte das, machte das aber erst, nachdem irgendetwas in ihr kaputtgegangen war und der automatische Filmtransport und damit auch die Qualität der Fotos zu einer Art Glücksspiel geworden war, wie ihr auf dem Bild sehen könnt. Es entstand vor ungefähr… 17 Jahren…. Grundgütiger, ist das schon so lange her?! Es zeigt ein Stückchen von meinem damaligen Zimmer, Plüschmaus „Mäuschen Gertrud“ und meine Freundin, und…ein Depeche Mode-Poster an der Wand! Und da ist noch jemand in einem unglaublich karierten Hemd, leider habe ich keine Ahnung, wer das sein könnte…

Defekter Filmtransport
Defekter Filmtransport

Wie auch immer. Meine erste eigene analoge Spiegelreflexkamera kann Mehrfachbelichtung. Und macht das heute manchmal, wenn ich dran denke und sie extra entsprechend einstelle. Aber Bilder kann ich euch noch nicht zeigen, weil ich die Filme ja (zum ersten Mal) selbst entwickeln will und noch auf mein Päckchen mit dem Starterset warte.

Meine erste eigene digitale Spiegelreflexkamera kann das… nicht. Und das finde ich echt schade.

Meine analogen Lomography-Kameras aber können das natürlich. Klar, dreht man das Transport-Rädchen nicht weiter, dann wird der Film an ein- und derselben Stelle jedes Mal belichtet, wenn man den Auslöser drückt. Macht man das zwei-dreimal, dann sieht das oft klasse aus, macht man das zu oft, ist das Foto natürlich unrettbar verloren, weil völlig überbelichtet oder doch zumindest arg verwaschen.

Warum eigentlich? Was ist das Besondere an Mehrfachbelichtungen? Keine Ahnung, ich finde es nur unheimlich spannend. Und wenn man es geschickt anstellt und sich vorher ungefähr überlegt, was auf dem Bild alles zu sehen sein soll, dann kann man da auch richtig tolle Bilder erzeugen. Finde ich jedenfalls.

Und weil ich ja gerne experimentiere, habe ich mir vor nicht allzu langer Zeit den Splitzer bestellt. Bitte was?! – Werdet ihr jetzt fragen, und es klingt ja auch wirklich merkwürdig, daher hier schnell die Erklärung: Beim Splitzer handelt es sich um eine Art Plastikring, der auf die Standard-Linsen der Lomo-Kamera Diana+ paßt.

Splitzer
Splitzer

Vorn ist er zur Hälfte durch eine drehbare Plastikscheibe verschlossen, in der wiederum eine kleine, ebenfalls drehbare Plastikscheibe sitzt. Steckt man nun den Splitzer auf die Linse, wird das Foto nur zur Hälfte belichtet, man spult nach dem Auslösen nicht weiter, sondern macht einfach noch ein zweites, drittes, viertes Bild, dabei wird dann jedesmal der Splitzer bzw. eine oder beide der beweglichen Scheiben ein Stück weitergedreht:

Splitzer mit Katze
Splitzer mit Katze

Da ich die Sache erst einmal testen wollte, habe ich bisher nur 4 Fotos mit aufgesetztem Splitzer gemacht, wobei ich pro Foto durchschnittlich dreimal den Auslöser betätigte.

Ein wenig konzentrieren muß man sich beim Knipsen mit dem Splitzer, also nicht zwingend, aber es lohnt sich. Zum Beispiel kann man sich vorher überlegen, was man in etwa auf seinem Bild draufhaben möchte und an welcher Stelle auf dem Foto das Motiv erscheinen soll. Dann schaut man, wie oft man den Auslöser drückt und ändert die jeweilige Position der Splitzer-Drehscheiben.

Aber natürlich kann man auch – den Goldenen Regeln der Lomographie folgend – alle Vorsicht außer acht lassen und einfach drauf los knipsen. Und wer sagt, daß man nicht einfach mal eine Hälfte des Fotos unbelichtet läßt? Eben.

Die Übergänge zwischen den einzelnen Motiven auf dem Foto sind übrigens sehr weich und scheinen fast ineinander zu fließen, was ich besonders schön finde.

Ein wenig aufpassen muß man, damit der Splitzer, der ja nur aufgesteckt ist, nicht einfach unbemerkt abfällt und dann – vielleicht, vielleicht – in die falschen Hände gerät! Nicht auszudenken… Auf die Linsen mit größerem Durchmesser paßt der Splitzer übrigens nicht, darunter fallen die Soft Telephoto Lens (110mm) genauso wie die Fisheye Lens. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Abgesehen davon ist natürlich auch etwas Selbstgebasteltes denkbar oder man hält einfach die Linse zur Hälfte mit einer Hand zu… Die Lomography läßt uns da bekanntlich alle Freiheit!

Aber nun will ich euch auch noch meine beiden Lieblingsfotos zeigen, die mit dem Splitzer entstanden sind: „Die Sache mit der Mehrfachbelichtung (Teil I)“ weiterlesen

Schöne Bescherung

Als allererstes und bevor ich es vergesse: Gesundes Neues Jahr euch allen!

Ich war in den letzten Tagen selten bis gar nicht am Rechner, daher auch meine spärlichen Reaktionen auf eure lieben Weihnachts- und Neujahrswünsche, bitte nicht böse sein, ja? Eine miese, fiese Mandelentzündung hatte erst unsere Große und einen Tag später auch mich lahmgelegt. Fieber und die Mutter aller Halsschmerzen, und das zwischen den Feiertagen. Hurra. Unseren Jüngsten hat außerdem eine böse Nagelbettentzündung ereilt, und das gleich an zwei Fingern. Klar, es wird auch ständig geknibbelt, von wem haben die Rüben das bloß?! *hust* Da trotz Hände-Badens und Salbe keine Besserung in Sicht war, stand also auch noch ein Besuch beim Kinderarzt auf dem Programm, klar, Spaziergänge bei Winterwetter, das kann schließlich jeder, oder? Während ich also auf der Couch schüttelfrostfieberte, mußte mein Mann sich die Zeit im Wartezimmer der einzig offenen Kinderarztpraxis in der ganzen Stadt „vertreiben“, gut, daß es wenigstens „unsere“ Kinderärztin war. Schöne Bescherung also.

Trotzdem war natürlich nicht alles schlecht, das kennen wir ja noch von früher™. Daher möchte ich euch auch noch kurz etwas über die richtige, die echte, die einzig wahre Bescherung, nämlich die weihnachtliche Geschenke-Übergabe, erzählen:

Eigentlich wollten wir ja Heiligabend wieder bei uns zuhause feiern, wie die letzten Male auch. Nachdem wir aber – entgegen aller Vorsätze und Erfahrungen – an Heiligabend doch bei meinen Eltern waren, hatten wir diesmal eine Art Doppel-Bescherung. Da ich mich weigerte, alle Geschenke erst ins Auto zu verfrachten, sie die paar Kilometer zu meinen Eltern zu karren, dort auszpacken, unter den Baum zu drapieren, aus dem Geschenkpapier zu reißen und schließlich und endlich alles wieder ins Auto zu wuchten und ein paar Stockwerke nach oben zu tragen, wie wir es „früher“ machten, mußten wir einen Kompromiß eingehen.

Lego
Lego

Es wurde also nur eine Auswahl an Geschenken eingepackt für die Bescherung bei den Großeltern und der Rest kam unter unseren eigenen Baum, heimlich, versteht sich, und als wir satt gefuttert nach dem Abendessen wieder zuhause waren, konnten sich die Rüben und wir gleich noch einmal auf die Geschenke stürzen. Unüberraschenderweise fand das bei allen große Zustimmung.

Tool-Time
Tool-Time

Bei uns kommt übrigens kein Weihnachtsmann, es gibt meist nicht einmal Lieder und Gedichte, weil wir das irgendwie in der Hektik immer vergessen. Letzteres finde ich eigentlich schade, daher werde ich mir für’s nächste Mal rechtzeitig einen Programmablaufplan erstellen müssen.

Und was war nun drin in all den Päckchen und Weihnachtstüten? „Schöne Bescherung“ weiterlesen

Geschutzimpft…

…sind wir seit heute, die beiden großen Rüben und ich. Gegen Grippe.

Gealbert wurde wie verrückt. Im – glücklicherweise absolut leeren! – Wartezimmer.

Gehackt habe ich meine Kamera. Wieder einmal. Mit der neuesten Version vom CHDK für meine Canon Powershot SX200 IS. Es ist toll, was die damit alles kann… wenn ich es schaffe, schreibe ich noch etwas dazu, hier hatte ich vor einem halben Jahr schon einmal drüber berichtet, war aber zwischendurch nicht mehr dazu gekommen, es weiter zu testen.

Gegessen wurde heute abend Balkan-Gemüse und Kartoffel-Schiffchen. Lecker. Für Linsensuppe war es nämlich schon zu spät.

Gebadet habe ich heute die Hand des Jüngsten, der sich an einem Finger eine fiese Nagelbettentzündung geholt hat. Menno.

Geladen wurde mein nagelneuer Nokia-Akku für mein – leider nicht nagelneues – Handy (N95). Fast vier Jahre habe ich es nun und es leistet noch immer gute Dienste. Trotzdem hätte ich schon ganz gerne ein neues… ein iPhone mit der Kamera aus dem Nokia N8 und Android. Gibt es aber gar nicht.

Gebastelt habe ich in Lightroom. Viele neue Bilder sind am Wochenende entstanden, eins davon hab ich auf meinem Photoblog schon gezeigt, eine andere Variante seht ihr hier:

Rosen im Schnee
Rosen im Schnee

Gescannt habe ich vorgestern einen Rollfilm und die ersten Bilder könnt ihr in meinem Lomo-Album anschauen, wenn ihr mögt. Sie entstanden während unseres Kino-Besuchs und es ist mir sogar gelungen, Lord Voldemort zu knipsen… ;)

Geschlabert habe ich nun genug. Ich wünsche euch einen schönen Abend und eine gute Nacht, schlaft schön!

Sonntag und so

liebenrode-2

Sonntag. Sonne. Ausflugswetter.

Das große Kind bleibt heim, da von akuten Kopf- und Bauchschmerzen befallen, wir fahren los, nicht weit, nur zehn Minuten etwa. Wir sind guter Dinge. Kommen an, steigen aus, gehen los.

Das jüngste Kind brüllt. Brüllt, weil Papa findet, daß man mit vier Jahren durchaus selbst laufen kann.

Mir wird kalt. Sonne ist das Eine, kalter Wind und viel zu dünne Kleidung, die man wider besseren Wissens angezogen hat, weil ja eben die Sonne schien, ist das Andere.

Das jüngste Kind brüllt und brüllt. Wir gehen langsam weiter, irgendwann muß er ja kommen. Das Irgendwann zieht und zieht sich in die Länge… doch dann ist es da, und wir können nun weiter.

Ich liebe es, hier zu sein. Die Erdfallseen und die Landschaft drumherum haben es mir angetan. Ich knipse und knipse.

Opfersee
Opfersee

Nachmittags zur besten Kaffeezeit sind wir wieder zu Hause. Mhmm… leckere Elisen mit dunkler Schokolade… „Sonntag und so“ weiterlesen

Geflasht.

Endlich endlich… Ich hab ihn.

Schon seit Monaten stand er auf der Liste. Der Lomography Ringflash. Und als ich vor wenigen Tagen durch mein Lieblings-Amazon blätterte, sah ich, daß er bei einem Marketplace-Anbieter grotesk günstig war. Immerhin – 20 €uro unter dem sonst üblichen Preis! Einen kurzen Moment lang haderte ich noch mit meinem Sparschwein und dann – Zack! – gekauft. Und den Splitzer gleich dazu, denn dieser war – und ist es im Moment noch – auch günstiger als sonst, zumal für beide Artikel nur einmal Versandkosten fällig waren.

Heute kam das Päckchen. Der Ringblitz kommt mit allerlei Zubehör:


• Lichtquelle: Vier individuelle Blitzelemente auf reflektierendem Ring – Aufsatz
• Synchronisation: externer Blitzschuh, integrierte „slave trigger“ Funktion
• Abmessungen: 12.5 x 6.5 x 6.5cm (5 x 2.5 x 2.5”)
• Gewicht: 115g
• Stromversorgung: 2 “AA” Batteries
• Kompatibel mit: Lomo LC-A, Lomo LC-A+, Fisheye, Fisheye 2, Holga (Color Flash or with Hotshoe), Diana.

[Quelle: www.shop.lomography.com]

Ringflash & Splitzer
Ringflash & Splitzer

Nun kann mich nichts mehr aufhalten. Bringt euch schon mal in Sicherheit! ;)