Ginkgo

GinkgoGINKGO BILOBA

Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Giebt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut.

Ist es Ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt,
Sind es zwey die sich erlesen,
Daß man sie als Eines kennt.

Solche Frage zu erwiedern
Fand ich wohl den rechten Sinn,
Fühlst du nicht an meinen Liedern
Daß ich Eins und doppelt bin.

(Johann Wolfgang v. Goethe)

Nun, mittlerweile dürften auch die letzten Ginkgo-Blätter von den Bäumen gefallen sein, diese Bilder entstanden bereits im September…

Ach ja… und ich sehe gerade, ich habe es wieder einmal geschafft, die beiden Buchstaben zu vertauschen… *hüstel*… bin dann mal weg, die Collage ändern. ;)

Wir müssen mal raus…

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… raus an die frische Luft, ein bisschen bewegen, draußen, in der Natur!


So klingt es regelmäßig am Wochenende. Raus, klar, aber wohin? Während der Jüngste „in den Park, wo die kleinen Schäfchen sind und die Ziegen und der neue Esel!“ möchte, unken und maulen die anderen beiden Rüben nur. Der Mittlere will „in den anderen Park, wo das große, alte Haus steht, was so kaputt ist und wo wir den Geheimgang suchen müssen!“, aber da waren wir die letzten paar Male schon und da war der Geheimgang auch schon nicht auffindbar. Vermutlich weil er geheim ist. Und die Große will nur eins, nämlich ins Schwimmbad. Aber zu fünft mal eben ins Schwimmbad, das kostet nicht nur Geld, sondern vorallem auch Nerven und Zeit.

Weil uns letzten Samstag partout nix einfallen wollte, schnappte ich mir so eine Informationsbroschüre für den Landkreis, die man einmal im Jahr kostenlos erhält und in die eigentlich nie jemand reinschaut. Blätterte ein wenig drin herum, sah ein schönes Bild von einem See, fand heraus, daß das gar nicht so weit weg ist und haste-nicht-gesehn… waren wir da.

Und ich war total begeistert. „Oh… kuckt mal! Die Bäume! Die Farben! Und wie sich das spiegelt!“ Die Rüben so: „Ja. Ganz toll.“

Zwei Stunden brauchten wir, um uns zwei der sechs Erdfallseen anzuschauen,  die entlang des Karstwanderwegs in der Südharzer Gipskarstlandschaft liegen, nämlich den – wie ich nun weiß – „Röstesee“ und den „Mönchsee“, wobei wir letzteren nur von oben betrachtet haben, da es verdammt steil nach unten ging, dieser fast kreisrunde See liegt nämlich in einem trichterförmigen Krater. Oder war es ein kraterförmiger Trichter? Wie auch immer. Den Röstesee hingegen – links auf der Karte – konnten wir komplett umrunden. „Wir müssen mal raus…“ weiterlesen

Projekt 52 | 40 „Goldener Herbst“

Projekt 52

Laut Kalender sind wir ja mitten im Herbst, da dachte sich Sari: „Prima, „Goldener Herbst“, machen wir das doch gleich zum aktuellen Wochenthema“. Nun mag ja bei dem einen oder anderen noch alles grün sein, hier jedenfalls zeigt sich der Herbst, als müsse er sich irgendwas beweisen. Besonders draußen. Das Laub raschelt, die Blätter färben sich kunterbunt, überall rutscht man auf Kastanien aus, beim Waldspaziergang droht man von herabfallenden Eicheln erschlagen zu werden und die lieben Kinderchen knabbern Bucheckern, als wären es Import-Haselnüsse.

Das reinste Klischee, dieser Herbst! „Projekt 52 | 40 „Goldener Herbst““ weiterlesen