Sensationeller Farbfund!

Rückwärtsfarbe

Haltet euch fest: Heute morgen habe ich die – und jetzt kommt’s – die… Ta-daaaaa! …

 

Rückwärtsfarbe

 

…erfunden!!!

Das hättet ihr jetzt so nicht gedacht, stimmt’s?

Naja, ich weiß noch nicht genau, wie diese Farbe aussehen soll. Auf jeden Fall wird sie ganz und gar anders sein als Farbe Müde und ist erst recht nicht zu vergleichen mit Farbe Witzig. Ich glaube, sie ist irgendwie puschelig. Mit Fransen und so. Klexig. Oder kleckshaft, wie ihr wollt. Und ein klein wenig… rückwendig. Also rücksam… quasi. Nee. So ganz habe ich es noch nicht….

Da fällt mir auf…äh… ein… was ich euch schon immer mal fragen wollte: Kennt ihr „Die Akademie des Meisters Klex“? Das war mal eine Fernsehserie. Und ich fand die genial. Ich glaube, die war ziemlich… bizarr. Hmm. Ist schon lange her. Es hat nicht zufällig jemand dieses Buch, nein? Vielleicht beim Buch-Projekt 52 sogar vorgestellt…? (Da wollte ich ja auch noch was zu schreiben… )

*grübelnd-ab*

Tapetenkleister-Farb-Gekleckse

Vollendet

Am Wochenende stürmte es draußen ordentlich, so sehr, daß wir es für eine gute Idee hielten, lieber drin zu bleiben. Allerdings hat man in diesem Fall ja den Sturm drinnen, verursacht durch die Rüben. Dem galt es nun entgegenzuwirken. Da ich ja vor einiger Zeit wieder angefangen habe, ein wenig zu malen und zu zeichnen, und das meistens auch den Kindern Spaß macht, holten wir kurzerhand die Fingerfarben raus, deckten den Eßtisch mit einem großen Stück Packpapier ab und … rührten etwas Tapetenkleister an.

Aquarellpapier...
Aquarellpapier...

Nicht viel, vielleicht 2-3 EL Tapetenkleister-Pulver auf knapp 2 Liter, mehr war nicht übrig, das reichte aber locker.

Dann bekam jeder, meinen lieben Mann und mich eingeschlossen, ein großes Blatt Aquarellpapier, richtig dickes, 230g/m², damit es nicht „durchsaftet“. Dicke Pinsel und kleine Tapezier-Rollen wurden verteilt, und dann konnte es losgehen.

Jeder bestrich sein Blatt dick mit Kleister, das ging mit den Händen prima, und dann fehlte nur noch ein beherzter Griff in die Farbtöpfchen… dieser Anblick wäre sicher ein Fest für jeden Ergotherapeuten gewesen… ;)

Große Flächen
Große Flächen

Interessant war dabei zu sehen, wie unterschiedlich jeder an sein Werk herangeht.

Während mein Mann und unser Mittlerer ganz gezielt Bäume, Teiche und Enten malen, bevorzugt es unser Jüngster, große Flächen sehr großzügig zu bemalen. Dabei entstehen oft tolle Farbverläufe und Muster, einige davon habe ich sogar schon einmal gescannt und als Texturen für meine eigenen Bilder genommen…

Ich selbst gehe dabei meist ziemlich planlos vor und genieße erstmal nur das Farbfühlgeglibber unter meinen Händen, wenn ich damit über das Papier streiche.

Die Idee, den Tapetenkleister zum Malen zu nehmen, hatte ich schon länger, aber auf dieser tollen Webseite fand ich auch noch viele andere tolle Anregungen: malen-mit-kleister.

Irgendwann hatte sich die jüngste Rübe beide Hände einschließlich der Unterarme komplett mit schwarzer Farbe angemalt, die abwaschbaren Küchenstühle wiesen nicht nur Finger- sondern Handabdrücke auf und auch an unserer frischgemalerten, weißen Rauhfaser zeigte sich ein kleiner, aber nicht sehr feiner, dunkelblauer Fleck, der sich aber zum Glück – bis auf einen zarten, hellblauen Schimmer – vollkommen rückstandsfrei entfernen ließ.

Gut, daß unser zweites Bad noch immer nicht so ganz fertig ist, denn so konnten wir es reinen Gewissens als Trockenplatz für die großformatigen, patschnassen, farbschweren Bilder nutzen.

Spaß hat’s gemacht. Und schreit nach Wiederholung. Aber erst müssen wir neue Fingerfarbe bestellen, denn bei dieser Aktion ist ganz schön was über die sprichwörtliche Bühne gegangen…  :)

Modern Artwork
Modern Artwork

Habt ihr das auch schon mal versucht? Malen mit Kleister? Oder habt ihr noch andere tolle Ideen, was man zum Malen so nehmen kann? Für neue Ideen bin ich immer dankbar, denn das nächste stürmische / verregnete Wochenende kommt bestimmt… teddy3:

Die Sonntagsmaler

… waren wir gestern.

Eigentlich wollten wir nach dem Mittagessen ja raus, aber irgendwie konnten wir uns nicht entscheiden, wohin. Das eine war zu nah, das andere zu weit weg, schon wieder Park war den Rüben zu öde, auf Museum hatten sie auch keine Lust, und überhaupt.

Zu guter Letzt blieben wir zuhause und malerten stattdessen kurzerhand den Flur. Naja, nicht den ganzen, sondern den „Brennpunkt“ im Eingangsbereich, wo viele Kinderhände – aber leider auch hier ein Stift, da ein mit Wasserfarbe beladener Pinsel – einige Spuren hinterlassen hatten. Die Rüben waren mit Begeisterung dabei und halfen fleißig, und schon bald war die schnieke Rauhfasertapete stellenweise so dick mit weißer Wandfarbe bestrichen, daß sie aussah wie alter Blasentang.

Sonntagsmaler
Sonntagsmaler

Für Sicherheit und Arbeitsschutz war übrigens bestens gesorgt: Das Schaukelpferd, auf welchem ich stand, um die obersten zehn Zentimeter zur erreichen, ist äußerst stabil und robust gebaut.

PS: Von wegen „Wer’s vollgeschmiert hat, muß es auch wieder sauber machen…“ Der pädogische Nutzen einer solchen gemeinsamen Aktion ist zweifelhaft: O-Ton Rübe: „Wißt ihr, warum wir die Wand vollgekritzelt haben? Weil es soviel Spaß macht, anschließend zu malern!“ :D

Das Leben ist kein Kinderspielplatz…

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… und ein Kinderspielplatz ist kein Ponyhof und ein Ponyhof ist kein…

Naja, ihr wißt schon. Hoffe ich.

Da will ich vorhin die Jungs abholen, gehe mit dem Jüngsten über den Spielplatz, um den Mittleren zu suchen, und muß dabei an drei kleinen Steppkes vorbei, die grad Fußball spielen. Erst warten sie, bis ich vorbei bin, dann wird der Ball doch geschossen, ganz flach, und rollt auf mich zu. Ich kann der Versuchung nicht widerstehen. Ein rudimentär-latentes Sport-Gen manifestiert sich plötzlich auf meiner Doppel-Helix. Mein Bein streckt sich, der Fuß versucht ungeübt nach dem Ball zu angeln – ach, zu treten! – und ich spüre, wie er ihn gerade noch so sanft berührt. Sanft, aber dennoch genug, um ihn in die völlig verkehrte Richtung zu lenken, weg von den Jungs.

Einer stürzt mit empörtem Geschrei hinterher, ich gehe nun weiter, langsam, zum Klettergerüst, auf dem ich meine Rüben sehe.

Plötzlich… kommt das Bengelchen, welches den Ball in meine Richtung gekickt hatte, auf mich zu. Verzieht keine Miene. Schaut mich ganz ernst an. Kommt bis auf wenige Zentimeter an mich heran und … schubst mich.

SCHUBST mich.

Ich war… perplex. Ich war… sprachlos. Mir fehlten buchstäblich die Worte.

Dann schnappte ich ihn an der Hand. Ich war zu verdutzt, um sauer zu sein. Die ganze Situation war irgendwie… bizarr.

Da stand ich nun also mit einem kleinen Erstklässler, und erklärte ihm Folgendes:

Du… paß mal auf. Das machste nicht nochmal. Ich bin nicht irgendein Mädel aus deiner Schule. Und das mit dem Ball war keine Absicht.

Man schubst doch keinen!

Natürlich auch keine anderen Kinder….!

Haste das verstanden?

Während ich so vor mich hin fasele, schien er die Sache langsam zu realisieren. Nickte und schüttelte eifrig den Kopf zu meinen Worten und flitzte dann sichtlich erleichtert fort.

Da stand ich nun. Fühlte mich selbst wie ein Erstklässler und mir wurde langsam kalt. Während ich nun endgültig die beiden Rüben einsammelte, mußte ich zwischendurch noch ein Bengelchen trösten, welches sich einen Finger gequetscht hatte und ein anderes, welches vom Hangel-Gerüst gefallen war, weil seine netten Mitschüler an seinen Beinen gezogen hatten. Irgendwann kam dann auch schon die Aufsichtslehrerin, ich übergab die Unglücksraben und schnappte mir meine Bande, und schon waren wir auf dem Heimweg.

Unterwegs spielten wir „Ich sehe was, was du nicht siehst, das hat die Farbe…“, das war schon als Kind eines meiner Lieblingsspiele.

Meine Lieblingsfarben heute waren übrigens:

Farbe Schäfchen, Farbe Witzig und Farbe Müde

In diesem Sinne… Gut’s Nächtle! :)

Weiß… ist keine Farbe!

Jedenfalls nicht für Klamöttchen/Kleidung/Anziehsachen. Es sei denn, man ist gerade ein paar Wochen oder Monate alt und trägt süße Bodies mit – sagen wir einmal – rosa Elefanten drauf. Dann ist Weiß okay.

Oder…oder…wenn ich, nur mal angenommen, ein Eisbär wär! Dann vielleicht…

Aber: nein, ich möchte keine weiße Hose und schon gar keine weiße Jacke haben! Wie machen das die Leute nur? Tragen weiße Sachen auf der Straße, und bewegen sich damit, als wär es die natürlichste Sache der Welt! Dabei weiß doch jeder, daß man sich nur einmal umdrehen muß, um die Farbe Weiß ad acta legen zu können, zumindest für diesen Tag, für dieses Kleidungsstück, bis zur nächsten Wäsche. „Weiß… ist keine Farbe!“ weiterlesen