Was machen eigentlich… die Molche?

Chinesischer Feuerbauchmolch

Es ist ja mittlerweile über drei Jahre her, daß unsere Molche-Strolche bei uns eingezogen sind… im Juli 2012 hatte ich dann hier noch einmal kurz berichtet, daß zwei von den ursprünglich vieren es nicht geschafft hatten. Die anderen beiden – Frodo und Sam – sind aber nach wie vor wohlauf, sie bewohnen noch immer – gemeinsam mit ihrer Zebra-Rennschnecke – ihr 50 Liter-Aquarium mit zwei kleinen Landteilen und einer Menge Moos.

Vor ein paar Tagen habe ich mal ganz spontan und aus der Hand, also ohne Stativ, ein paar Bilder gemacht – eine echt Herausforderung! Der Herr Sam muß ja die ganze Zeit genau beobachten, was ich da draußen machen (okay, die Molche-Strolche SIND total kurzsichtig…) und es gilt, immer in Bewegung zu bleiben. Da hat man es nicht so leicht als Fotograf, zumal wenn es buchstäblich eine Sache von wenigen Millimetern ist, in denen etwas scharf abgebildet wird, so eine Molch-Nasenspitze zum Beispiel, da reicht es für die Molch-Augen dann schon fast nicht mehr. Also – so ganz perfekt sind die Bilder nicht, aber waren ja auch nur ein paar Schnappschüsse… für ein richtiges Molch-Shooting hätte ich nämlich vorher auch noch die Scheiben von innen und außen geputzt!

Aber trotzdem süß, findet ihr nicht?

 

Der Herr Frodo hatte sich derweil im Hirschhornlebermoos versteckt, der Schüchterne. Aber wenn ich ihn mal vor die Linse bekomme, zeige ich ihn euch auch noch, versprochen!

Tokina ATX 2,8/100 Pro D Macro AF Objektiv für Canon an Canon EOS 5D Mark III ]

 

Im großen (180L) Aquarium ist es hingegen sehr ruhig geworden. Ein alter Regenbogenfisch, ein Antennenwels und ein Dornauge teilen sich das Becken. Erst, wenn der letzte Regenbogenfisch nicht mehr ist, werde ich neue Fische holen… ein Barschpärchen vermutlich, mal schauen…

Was fressen eigentlich Balkon-Würmer?

Balkon 2012

Heute habe ich entdeckt, daß der Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) unseres Jüngsten – ein Geschenk von seiner Oma – unterhalb ihrer Blüten kleine Fallen wachsen. Während ich noch über deren Funktion und Bedeutung sann und grübelte, fiel mein Blick plötzlich auf den Boden des kleinen Wasserbehälters, in dem sie steht (Die Venusfliegenfalle, nicht die Oma! Mitdenken, Herrschaften!). Darin steht ca. 5 cm hoch das  Regenwasser, und eine feine Schicht Erde hat sich abgesetzt (Erde, die ich vermutlich beim Umtopfen und Bepflanzen versehentlich dort hinein  habe fallen lassen).

Venusfliegenfalle

Und darin: Bewegung! Kleine feine, sich windende Würmchen! Ist das nicht manchmal verrückt? Da gehen wir ständig auf die Suche nach Lebendfutter für unsere Feuerbauchmolche*, meist erfolglos, wohlgemerkt, und dann wächst es direkt vor unserer Nase! Na gut, das ist jetzt nicht gerade appetitlich, aber aus Sicht der Molche? Jedenfalls habe ich gleich meine lange (laaaange!) Futterpinzette geholt und einige Würmer herausgeangelt. Die Molchis waren begeistert.

Nun aber meine Frage: Was fressen diese Würmer? Pflanzenreste? Eiweißhaltiges? Modrig oder frisch? Testhalber habe ich zwei (Garnelen-)Futtertabletten im Wasser versenkt, und wenn ich mir die wabernden Knäuel so anschaue, die sich darum gebildet haben, war das wohl eine gute Idee.

Balkon-Wuermer

Ach ja… ihr wißt nicht zufällig, was für Würmer das sein könnten? Nach einigem Wikipedia-Geschmöker tippe ich ja auf eine Art Saitenwürmer… (man weiß so wenig)…

*Über Frodo und Sam, meine beiden** Molche, werde ich bald mal wieder berichten.

**Ja, ihr habt richtig gelesen. Von den vier Molchis haben es nur zwei geschafft. Die anderen beiden, Merry und Pippin (aka Gandhi), haben einfach nicht mehr gefressen. Traurig war das… den anderen beiden geht es aber gut, sie sind wohlauf, gut genährt, ein ganzes Stück gewachsen und fressen mir quasi aus der Hand. Naja… nicht direkt, aber fast. Später dazu mehr.

 


Und sonst so?

So… schnell noch ein Wort zum 11.11.11 verlieren…. oder…? Ach nö.

Und sonst so? Das Wochenende hat begonnen, der sonnenbunte Herbst hat – so scheint’s – nun endgültig den Platz mit seinem naßkalten Alter Ego getauscht (soll er doch!) und im Hause Magrat geht es derzeit tierisch zu:

Ein Molch – einer der Wasserlinge, ich denke Frodo war’s – stürzte sich vor einigen Tagen des Nachts aus seinem feuchtgläsernen Habitat, um sich am nächsten Morgen staubtrocken auf dem Fußboden wiederzufinden. Zurückgesetzt, begossen mit Wasser und dem vielgepriesenen Easy Life, kehrte er alsbald zurück ins Leben.

Der dienstälteste Rennmäuserich namens Buba blutete vorhin plötzlich am Bäuchlein, ein Tumor wächst dort langsam, aber stetig. Das macht mir Sorgen und meinem armen Kind Angst und Kummer. Ich hoffe, wir müssen ihn nicht… aber wenn er sich quält?

Und dann ist da noch die Badezimmerspinne. Welche so heißt, weil sie seit vielen Monaten in unserem Badezimmer wohnt. Eigentlich müßte sie ja noch einen richtigen Namen bekommen, jetzt, wo sich ihre Spinnweben jedesmal fast um mein linkes Ohr wickeln, wenn ich das stille Örtchen aufsuche ihr Refugium betrete. Mir fällt nur keiner ein… ich kann sie ja schlecht „Bazi“ nennen…

Ach ja… und am Sonntag fahren wir vielleicht, vielleicht auf den Hundeplatz, um dort gehörig Doggenfotos zu machen. Mal schauen, ob das Wetter mitspielt. Gestern, im Kunstkurs nämlich, stand uns ein 4 Monate alter Doggenrüde Modell, naja oder lief uns hin-und-her-und-unter-den-Tisch Modell… der war so süß… hach…

Was war noch? Richtig. Verdunkelung. Die totale Verdunkelung. Daran tüftele ich noch.

So. Genug.

Habt noch einen schönen Abend und ein gemütliches Wochenende! Oder umgekehrt, wie ihr wollt.

 

 

 

Familie Feuerbauch Oder: Magrat mag Molche

Mönsch… mein letzter Aquaristik-Artikel ist ja schon beinahe ewig her… im Februar war’s, damals berichtete ich über die kleinen Zwergflußkrebse, die gerade Einzug gehalten hatten… Leider sind beide nicht sehr alt geworden bei uns… ich kann nicht sagen, woran es lag, aber es dauerte nur wenige Wochen und beide waren nicht mehr. Unser tapferes Zwerggarnelen-Männchen hingegen erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit und hatte bis vor kurzem sein Aquarium für sich allein.

Feuerbauchmolch "Merry"
Feuerbauchmolch "Merry"

Vor gut einem Monat fand ich es an der Zeit, über neue Bewohner nachzudenken. Ich spielte mit dem Gedanken, mir wieder Zwergkrallenfrösche zu holen, schließlich hatte sich die letzte ZKF-Bande einige Jahre bei mir wohlgefühlt und zweimal gab es sogar – quasi handaufgezogenen – Nachwuchs.

Feuerbauchmolch "Pippin"
Feuerbauchmolch "Pippin"

Aber manchmal… kommt eben doch alles anders: Es wurden vier Chinesische Feuerbauchmolche.

Das Aquarium bekam einen kleinen Landteil und der Wasserstand ist nun natürlich auch niedriger, und endlich habe ich dankbare Abnehmer für kleine Motten, Schnaken, Fliegen, Apfelmaden… und überhaupt alles, was so kreucht und fleucht. Da es aber in unserer Wohnung nun nicht gerade vor schmackhaften Insekten wimmelt (bäh… was’ne Vorstellung…), gibt es für die Molchis leckeres Glibber-Futter (Mückenlarven & Co. ).

Die Bande ist aber nicht nur total putzig, sondern auch richtig spannend zu beobachten… Interessantes Verhalten zeigen sie… zum Beispiel sind zwei Molche („Frodo“ und „Sam“ natürlich) fast von Anfang praktisch nur im Wasser, während die anderen beiden von mir nur noch die „Landlinge“ genannt werden. Es kommt ab und zu vor, daß Molche quasi das Mäulchen voll haben vom Wasser, dann legen sie ihre Landtracht an und halten sich fast nur noch außerhalb des Wassers auf, zum Beispiel im feuchten Moos, sie dürfen ja nicht austrocknen. Irgendwann werde ich sie aber hoffentlich wieder ans aquatische Leben gewöhnen können… vielleicht mittels Hypnose… ;)

Feuerbauchmolch "Merry"
Feuerbauchmolch "Merry"

Alle vier haben sich gut eingelebt, nun hoffe ich, daß das auch lange so bleibt. Feuerbauchmolche können nämlich mit circa 15-20 Jahren ganz schön alt werden. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann sogar Nachwuchs?

Literaturempfehlung: