Das Bild hängt – 3

Kundenbilder

Als ich vor einiger Zeit die folgenden lieben Worte in einem Kommentar unter einem meiner Bilder las – „Kann ich nur empfehlen haben auch Fotos bei dir gemacht und sie zieren die Wände. Weiter so echt tolle Bilder“ – antwortete ich: „Oh schön, danke, das hör ich gern! Habt Ihr vielleicht sogar ein Bild vom Bild an der Wand, was ich hier zeigen darf? Dann immer her damit…  Liebe Grüße…“

Kurz darauf trudelten diese hübschen Bilder bei mir ein, ich hab sie zum Hier-Zeigen in eine Collage gebastelt, schaut mal:

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Hach, schön, ich freu mich wirklich immer sehr, wenn ich sehe, daß meine Bilder bei Euch nicht nur in der Schublade verstauben, sondern gezeigt werden und dazu gehören – denn genau das ist es, was ich mir wünsche. Und Ihr seht, das Bild muß gar nicht immer „hängen“, es darf auch liegen, stehen oder mit Bär und Häschen kuscheln!

Danke für’s Bilder-Schicken und Zeigen-Dürfen!

Habt Ihr auch Bilder von Bildern, die ich für Euch machen durfte? Dann zeigt sie doch, schickt sie mir per Mail oder auf Facebook per PN, und wer weiß, vielleicht kann ich bald den 4., 5. und 6. Teil von „Das Bild hängt“ schreiben? Ich freu mich drauf! :)

 

Warum ich scheinbar der Nikolaus bin. Ein Gedicht.

Weihnachten

Diesen Artikel hatte ich schon vor einigen Tagen begonnen.. aber ist ja immer aktuell, irgendwie… leider… Ich erkläre jetzt auch mal gar nicht weiter, ich… ach, lest selbst:

 

Ja, ich kann Sie alle echt gut leiden, aber nein, ich gebe deshalb meine Fotodateien trotzdem nicht mal eben schnell kostenlos per Mail heraus. Weil ich dann nix verdienen würde, wissen Sie. Das hier ist nämlich so eine Art Job.

Ja, wenn da steht, daß die Bilder für einen gewissen Zeitraum online sind, bedeutet es genau das. Ja, das heißt, daß sie es nach diesem gewissen Zeitraum nicht mehr sind. Weil mir nicht aller Speicherplatz der Welt gehört – deshalb.

Ja, wenn ich den Link zur Info-Seite schicke, gehe ich irgendwie davon aus, daß Sie tatsächlich auf diese Info-Seite schauen. Wegen all der Infos, die Sie dort finden, wissen Sie… die stehen da nämlich. Genau da.

Nein, bei meinem Honorar ist noch kein einziges Bild dabei. Ich verstehe gut, daß Sie das unendlich enttäuscht, aber auch wenn ich so aussehe – ich bin nicht der Nikolaus. 

Und so könnte ich noch weiterschreiben, mache ich auch, aber in Reim-Form, denn was sich reimt, ist gut, und außerdem lenkt es mich ein wenig von der Wut ab, die manchmal so in mir hochkommt. Also bitte sehr:

Ja ja, dein Baby ist ganz zauberhaft,
komm her und ich mache, was sonst keiner schafft,
das Baby beruhigen und dir alles erklären,
wo die Fotos herkommen und ich könnte schwören,
du hörst gar nicht zu, doch das ist gar nicht schlimm,
besuch meine Webseite, da steht alles drin.

Und ich fotografiere und ich kontrolliere,
und ich dekoriere und ich motiviere,
die Kamera immer fest in der Hand,
und im Kopf die Ideen und mit Herz und Verstand
entstehen hier Bilder der besonderen Art,
denn nie mehr ist so klein und zart
dein Baby wie in diesen Tagen,
und du hast noch tausend Fragen.

Und während ich weiter fotografiere,
antworte ich: Ja, ich retuschiere,
machen Sie sich keine Sorgen,
ich decke auf, was ansonsten verborgen,
all diese Fleckchen in dem kleinen Gesicht,
die sieht man dann auf dem Foto nicht,
und ja, der Papierkram, der muß sein,
eine Unterschrift hier und es wäre auch fein,
wenn Sie alles lesen, was da so steht,
so kleingedruckt ist es nicht, schauen Sie, es geht,
vielleicht sehen Sie einfach das Geschriebene so
wie eine Statusänderung bei Facebook & Co.,
die lesen Sie doch auch und merken es sich,
warum sollte es dort klappen, hier aber nicht?

Ach und wenn ich hier schon was über Facebook sage,
ich freu mich ja über so’ne Freundschaftsanfrage,
und wir können uns auch duzen, dem steht nichts im Weg,
doch da gibt es etwas, was ich nicht versteh,
und ich frage das jetzt hier mal ganz leise:
Bedeutet eine Facebook-Freundschaft auch Freundschaftspreise?!

Vielleicht seh ich ja aus wie der Nikolaus,
vielleicht ist ja was dran: Ich bin der Weihnachtsmann!
Ich mache Geschenke, ich nehme kein Geld,
das würde ich nie tun, um nix auf der Welt,
und wenn wir schon dabei sind,
ich mach dir nix vor,
ich bin obendrein auch noch ein Foto-Labor.

Ja wirklich, komm, schau mich nur ganz genau an,
an mir hängen Drucker und Keilrahmen dran,
doch, doch, wirklich, ich mach alles persönlich,
ich liefere auch, ganz schnell für gewöhnlich,
und was heißt hier warten, worauf denn, worauf,
ich drück doch nur oben auf die Kamera drauf,
dann kommt unten das Bild raus, es ist schon perfekt,
weil in der Kamera ja die ganze Technik steckt,
die Fotos schütte ich zuhause sofort
oben in den Trichter vom Drucker und dort
kommt unten dein fertiges Bild raus, oh Wunder,
ich stelle nur noch einen Briefumschlag drunter,
da fallen sie rein und gehn auf die Reise,
macht’s gut, ihr Fotos, sag ich noch leise.

Doch plötzlich klingelts: das Steuerbüro!
Einnahmen, Ausgaben und so…
Hilflos seh ich mich um, wo sind all die Zwerge?
Wohin ich auch gucke, überall Berge
von Rechnungen und Ratenzahlungsverträgen,
auch der Weihnachtsmann muß leben!
Ich mach keine Geschenke, ich verdiene mein Geld,
genauso wie ihr, was immer ihr in der Welt
auch jobmäßig macht, ich glaube kaum
(ich wollt‘, es wäre nur ein Traum),
daß ihr euch – so wie ich – so oft rechtfertigen müßt,
warum dies und das so teuer oder billig  ist.
So könnt‘ ich noch lange weiterschreiben,
doch das lasse ich wohl lieber bleiben,
wahrscheinlich hat bis hier unten hin
wieder keiner gelesen, und ich senke mein Kinn.
Ich höre jetzt auf und arbeite weiter,
langsam werd‘ ich wieder heiter,
denn die Arbeit macht ja Spaß und das ist ja auch schon was.

(©2014 m.tabatt | magratknoblauch.de)

Painter-Zeit: Babygiraffe

Vorgestern hatte ich ja noch überlegt, was ich als nächstes malen könnte, und gestern früh war mein Blick auf den Bilderordner mit den Fotos von einem Zoobesuch gefallen, der schon einige Zeit her ist. Die Bilder hatte ich – aus rechtlichen Gründen – nie öffentlich gezeigt, aber ich bin der Meinung, sie geben ganz hervorragende Malvorlagen ab.

Als erstes nun also die kleine Giraffe. Auf dem ursprünglichen Foto sieht man, daß sie gerade dabei ist,  Zweige zu mümmeln, und daß Teile ihres Kopfes von Blättern verdeckt sind.

Ursprünglich wollte ich das auch so malen, ihr erkennt das links auf dem zweiten Bild von oben, aber dann fand ich, daß es ohne die Zweige besser aussähe. Das hieß allerdings, daß ich ein wenig improvisieren und mir die vorher verdeckten Körperteile quasi würde ausdenken müssen, aber sei’s drum.

Nachdem ich eine ganze Weile mit den verschiedensten Pinseln herumexperimentiert hatte, entschied ich mich schließlich, den Großteil mit einem angepaßten „Ölpinsel Flächig deckend“ zu malen. Zu guter Letzt habe ich die Gradationskurve angepaßt, um etwas knackigeren Kontrast zu haben, und zum Abschluß bekam mein Bild noch eine subtile, dunkle Vignettierung und eine Textur. Ta-daaaa.

 

Babygiraffe - Stages

Und nu? Was meint ihr, wird das nächste Bild – Gorilla oder Spatz?

Painter-Zeit: Das fertige Babyportrait.

Baby

Ohne viele Worte diesmal… ich habe etliche Stunden an diesem Wochenende mit Malen verbracht, allein die gestrickte (jetzt rote) Decke und die helle Decke mit dem Zopfmuster hat mich viel Zeit gekostet, dafür hat das Ausarbeiten aber auch unheimlich viel Spaß gemacht.

Baby (Graustufen)
Baby (Graustufen)

(Gerade gesehen – da oben ist noch ein dicker Pinselstrich auf dem grauen Hintergrund, der da nicht hingehört, denkt ihn euch einfach weg, ja?)

Heute habe ich mich hauptsächlich der Colorierung gewidmet. Das war in etwa so, wie ich es teils erwartet, teils befürchtet hatte: das vorbereitete Graustufenbild zu färben war eine ziemliche Herausforderung. Ich hätte jetzt noch Stunden oder gar Tage weiter daran arbeiten können, aber ich habe es jetzt einfach mal für fertig erklärt.

 

 

Baby
Baby

 

So. Und was male ich jetzt?

 

 

Painter-Zeit: Babyportrait. Teil 1: Höhen und Tiefen

Momentan arbeite ich an einem Baby-Portrait, und damit es nicht langweilig wird, probiere ich eine neue Maltechnik aus:

Hierbei wird zuerst mehr oder weniger detailliert skizziert (bei mir eher weniger, da mich das zu lange aufhält), danach werden die Flächen grob eingeteilt, hier wären das also zum Beispiel Hintergund, helle Decke, dunkle Decke, Hose, Baby; diese Flächen werden dann – jeweils auf einer eigenen Ebene – mit einem Farbton, der in etwa dem entsprechen sollte, den man für sein fertiges Bild vorgesehen hat, bemalt.

Wenn die Tonwerte, also die Verteilung der Hell- und Dunkeltöne, dann passen, übermalt man die Flächen noch einmal mit eben dieser Farbe, diesmal aber setzt man die Sättigung auf Null. Mit anderen Worten – man erhält ein Bild, das aus lauter Graustufen besteht, dessen Tonwerte aber dem des fertigen Bildes entsprechen, klingt komisch, ist aber so.

Und dann… wird gewissermaßen modelliert: Mit dem Pinsel Digital Airbrush werden durch Hinzufügen von helleren und dunkleren Tönen die Gesichtszüge, die Falten im Stoff der Decke, die kleine Hose etc. nach und nach erkennbar. Das Originalfoto dient dabei als Vorlage, wahlweise farbig oder – noch besser – vorher in ein Schwarzweißbild umgewandelt, ich lasse es als Referenzbild die ganze Zeit geöffnet und arbeite im Vollbildmodus.

Leider habe ich von den ersten Schritten keinen Schnappschuß gemacht, so daß ihr hier bereits die Grauflächen und das schon recht weit ausgearbeiteten Köpfchen sehen könnt. Beim mittleren Bild war mir vor Begeisterung das Ohr um einiges zu groß geraten, so daß ich es kurzerhand neu malte, zu sehen im rechten Bild. Hier passen nun die Proportionen, aber das Ohrchen ist noch nicht ganz fertig:

 

Evolution

Natürlich muß das Bild kein monochromes bleiben, sondern kann in einem späteren Arbeitsschritt coloriert werden. Wenn ich so weit bin, zeige ich wieder ein paar Bilder.

Diese Malmethode fand ich übrigens vor einigen Tagen auf youtube, hier ist der Link zum Video des Künstlers Aaron Rutten: http://www.youtube.com/watch?v=9tCp1JaVao8. Es geht über anderthalb Stunden, man sieht also nicht nur eine schnelle Zusammenfassung, sonder wirklich die komplette Entstehung des Bildes. Die Farbgebung des fertigen Bildes mag ich persönlich übrigens nicht so sehr, und auch sonst ist der Stil des Künstlers nicht unbedingt meins, aber nichtsdestotrotz fand ich die hier vorgestellte Maltechnik recht hilfreich. Ich bette es hier mal ein, vielleicht mag sich ja der eine oder andere ebenfalls ein paar Anregungen holen:

Nachtrag: Ich füge mal noch einen Snapshot hinzu, der meinen aktuellen Workspace zeigt:

Newborn Posing Workshop…

Newborn

Nach einer langen Pause – wieder einmal – möchte ich euch schnell mal erzählen, worauf ich vor ein paar Tagen und unter einigen Umwegen gestoßen bin – zum Thema Fotografie im Allgemeinen, klar, und wie könnte es anders sein, ganz speziell Neugeborenenfotografie.

Auf Facebook gab es einen Link zur Facebookseite von  SnapKnot, einer Seite für Hochzeitsfotografen, wo zur Zeit ein Gewinnspiel läuft. Zu gewinnen gibt es zum Beispiel die Canon 5D Mark III, und ganz ehrlich, da würde ich nicht nein sagen. Also schnell mitgemacht. Dann war ich also bei SnapKnot registriert, okay, und angemeldet für den Newsletter, warum auch nicht, und so flatterte mir vor einigen Tagen die Nachricht in den virtuellen Briefkasten, daß vom 9. bis 11. Mai ein Workshop auf creativeLIVE stattfindet. Aha. Die Seite war mir bislang auch kein Begriff, also schnell angeschaut die Sache.

Me and my first hat.

 

 

Und tatsächlich: Ein Newborn-Posing Workshop mit der Australierin Kelly Brown, drei Tage lang, jeweils mehrere Stunden, live zu verfolgen, und das auch noch kostenlos. Da ich mich hier aber nun nicht drei Tage lang einfach ausklinken kann, beschloß ich einfach mal, mir diesen speziellen Kurs als eine Art Intensiv-Weiterbildung zu verordnen. Immerhin würde der Kurs noch einmal 50 Dollar mehr kosten, wenn die Live-Übertragung erst einmal beendet war, und nun kann ich mir alles jederzeit anschauen, herunterladen, noch einmal anschauen… Prima Sache, oder? Heute hat der Kurs ja nun angefangen, und ich habe schon ab und zu kurz hineingeschaut, die Streaming-Qualität ist ja nicht so dolle, also noch ein Grund mehr, sich das Ganze zu kaufen. Aber allein das, was ich in diesen paar Minuten bislang gesehen habe, war schon sehr, sehr gut, lehrreich… und macht auf alle Fälle Lust auf mehr. Ich habe hier mal ein youtube-Video rausgesucht, welches Kelly Brown bei der Arbeit mit Neugeborenen zeigt:

 

Hier geht es zur Webseite „Little Pieces“ von Kelly Brown… 
Ansonsten.. naja… werde ich mal schauen, daß ich euch bald ein paar neue Baby-Bilder zeige, denn die ihr hier sehen könnt, sind alle schon einige Wochen bis Monate alt, außerdem merkt man nämlich wirklich, daß Frühling ist, die Babys purzeln wie verrückt… Aber auch einige andere neue Sachen gibt es, die ich euch gerne zeigen möchte… es dreht sich ja bei mir nicht alles nur um Neugeborene, es gibt nach wie vor meine Landschaften und Bäume etc. .

 

Newborn

 

Zur Zeit läuft der Kelly Brown „Cutest Baby“ Photo Contest auf Facebook, und ich habe da einfach mal mit diesem Foto mitgemacht. Wer von euch also auf Facebook ist… und das Bild auch so mag wie ich… über eure Stimme würde ich mich wie verrückt freuen, hier ist der Link dazu: http://bit.ly/ZRZgOC

 

Und dann ist da noch so eine Idee, die in mir wächst… etwas, was mich zur Zeit sehr, sehr beschäftigt, ich bin hier am Recherchieren und überlegen und weiß, daß es unheimlich wichtig wäre, das zu machen. Ich habe inzwischen so viel gelesen darüber, und gleichzeitig macht es mir unheimlich viel Angst und ich weiß nicht, ob ich stark genug dafür wäre. Hmm. Da muß ich also noch drauf herumdenken.

 

 

 

 

 

 

Da muß ’ne alte Frau lange für stricken…

Newborn 2

Sagt man ja immer so. Dieses kleine grüne Newborn-Mützchen mit den Quasten zu stricken, hat aber nicht allzu lang gedauert, es war nach zwei Tagen fertig.

Nachdem ich ein gutes Jahr kein Strickzeug mehr zur Hand genommen hatte, habe ich das in den letzten Wochen locker wieder aufgeholt. Inzwischen sind zwei Mützen mit laaaaaangen Zipfeln fertig, außerdem zwei Kokons (der dritte ist noch in Arbeit) und im Moment habe ich etwas auf meiner 10er Bambus-Rundstricknadel, was einmal eine Decke werden soll, dunkelgrün mit Lochmuster, farblich passend zum hier gezeigten Mützchen.

Letztere kam auch gleich zum Einsatz, als ich sie vor einigen Tagen zum ersten Mal zum Klinik-Shooting mitgenommen hatte – der kleine Mann war zufällig perfekt gekleidet, in hellgrün und weiß, und sah unheimlich süß aus, ein Anblick, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:

 

Newborn 1

PS: Es ist übrigens nicht ganz einfach, so eine kleine Hand so unter das Köpfchen zu drapieren, wie man es eigentlich beabsichtigt… kaum hat man es geschafft – SCHNICK! – wird es wieder vorgezogen, damit herumgewedelt, sich das Gesicht zugehalten, das Fäustchen in den Mund gestopft, an der eigenen Wange gezogen… das geht nur mit viiiieeel Geduld, und auch dann nicht immer. Macht aber nix, ist trotzdem putzig…  sind ja schließlich keine Biegepüppchen, die Kleinen.