Entthing – Es ist an der Zeit

Ganz ehrlich – das ist doch grausam, oder? Findet ihr nicht? Diese Ketten, die über ich-weiß-nicht-wieviele Jahre und Jahrzehnte in diese Bäume hineingewachsen sind? Oder ist es einfach die Versinnbildlichung der alle-Wunden-heilenden Zeit? Oder einfach nur ein Wunder, daß diese Bäume standhaft geblieben und nicht gewichen sind, sondern die eisernen Ketten auf ihre eigene Art und Weise zwar nicht abgestreift, aber doch irgendwie besiegt haben?

Zwiespältige Gefühle sind es jedenfalls, die mich immer wieder aufs Neue beim Anblick der Kettenbäume und Baumketten rund um die Erdfallseen herum beschleichen. Natürlich ist es gut, daß man die Wege gesichert hat, sie sind schmal und die Seen sind steil wie Krater, aber hätte es nicht einen anderen Weg gegeben, die Wanderer und Angler vor dem Hineinstürzen zu Bewahren? Ich denke… ja.

 

 

Manchmal wünschte ich mir ja dann so einen Entthing. Die Schäfer des Waldes hätten da sicher ihre ganz eigene Meinung zu…

Wie auch immer und abgesehen davon – ist das nicht eine faszinierende Landschaft? Ich gerate jedes Mal wieder ins Schwärmen…

(© 2014 M. Tabatt. Alle Bilder entstanden im März 2013 mit dem Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD an meiner Canon EOS 7D und unterliegen – wie sollte es anders sein – dem Urheberrecht.)

4 Antworten auf „Entthing – Es ist an der Zeit“

  1. Vielleicht muss man da wirklich die Seite sehen, dass selbst die Ketten die Bäume nicht vom Wachsen abhalten. Dass sie stärker sind und größer und freier, weil sie den Ketten zum Trotz einfach weitermachen. *Schultern zuck*

    Die Fotos sind unglaublich stimmungsvoll. Die Farben erzeugen eine ganz besondere Stimmung, die ich nicht richtig (be-)greifen kann, was sie unheimlich faszinierend für mich macht. Bei Landschaften sehe ich sonst meist in den Farben etwas Jahreszeitliches oder etwas Tageszeitliches. Hier weder noch. Das ist ein Mix aus Frühling-Sommer-Herbst mit einem Hauch Winder darüber. Sehr faszinierend. :pitti:

    1. Wahrscheinlich ist es wirklich besser, daß Gute an der Sache zu sehen… diese Bäume machen einfach ihr Ding… sie lassen sich nicht unterkriegen…

      Und hab vielen Dank für deine Gedanken zu den Fotos, ich mag es so unheimlich gern, daß du da so drüber nachdenkst und -fühlst, das fühlt sich so viel besser an als ein „OMG!-Amazing-Stunning-Gorgeous-Cool-Nice-Toll-Schönes-Bild“ (nicht, daß man sich darüber nicht auch freut, aber du weißt, was ich meine…)…. und diese seltsamen Farben hier… hmmm…. ich vermute, das rührt ein wenig daher, daß so viel Zeit zwischen dem Fotografieren und dem Bearbeiten lag, und daß ich ja zwischenzeitlich, im Herbst und im Winter, auch nochmal dort war…. so daß es eigentlich gar nicht verwundert, wenn da so ein wilder Jahreszeiten-Mix bei rausgekommen ist…. und ich freu mich um so mehr, daß du das so SIEHST… :teddy2:

      Liebe Grüße…. :pitti: :teddy: :baerchenpaerchen:
      Magrat schrieb letztens..Warum ich scheinbar der Nikolaus bin. Ein Gedicht.My Profile

  2. …und auch wenns den Bäumen vielleicht nicht allzu viel ausmacht – grausam sieht es dennoch aus, wie die Ketten so hineinschneiden… und, ganz seltsam: genau dadurch wirken die Bäume plötzlich so lebendig; die Rinde wird zu Haut.

    1. Das trifft es sehr gut, liebe Miss Hava… die Rinde wird zu Haut, und plötzlich meint man direkt zu spüren, daß da Leben und Bewegung ist und nicht nur… HOLZ.

      Hab vielen Dank für das wundervolle neue Dooodle, das mag ich sehr…! :teddy2:

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