35 | 52 Bücher – „Mein ältestes Buch“

Unheimlich, wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert… Ähm. Oder arbeitet. Oder… Familie, Rüben, Alltag und dergleichen. Ihr wißt schon. Ruck-zuck, ist so ein Jahr ins Land gegangen, als gäb’s kein Morgen.

Dabei wollte ich doch sogar all die Themen vom vergangenen Jahr aufholen, die ich nicht geschafft hatte, und dieses Jahr wieder mitmachen, na klar, aber nö, denkste. Und wißt ihr auch, warum? Warum ich es nicht geschafft habe? Weil ich es mir – und das gilt eigentlich nicht nur für die „52 Bücher“, sondern fürs Bloggen allgemein – viel zu kompliziert mache. Statt ein Buch zum Thema vorzustellen, möchte ich am liebsten eine komplette Rezension schreiben. Mit allen historischen, gesellschaftskritischen sowie tiefenanalytischen Eck- und Standpunkten, die so ein Buch fast zwangsläufig hat, wenn man nur lange genug danach sucht. Daß dafür die Zeit nicht reicht, dürfte eigentlich klar sein, nicht? Aber manchmal dauert es eben, bis ich hinter diese Mechanismen komme, die mir das Leben nicht unbedingt immer erleichtern (ihr ahnt es vielleicht schon – dieses Denkschema hört auch beim Bloggen nicht auf), und so kommt es, daß es mir eigentlich erst in den letzten Tagen und dann heute so richtig klar geworden ist.

Von nun nehme ich mir vor, die Dinge ein wenig – nun ja – lockerer anzugehen. Wenigstens ein bisschen. Und ich fange mit dem Buch für des Fellmonsters 35. Wochenthema an, das da lautet:

“Mein ältestes Buch”.. ich liebe nämlich solch’ antiquarische Sachen… die halb zu Staub zerfallen, wenn man sie nur mal scharf anschaut (nicht, daß ich meine alten Bücher jemals scharf anschauen würde, ich meine nur)

Es sei nur am Rande erwähnt, daß ich diejenige war, die sich dieses Thema ausgedacht hat, und ich verrate auch nicht, daß mich das gute Fellmonster, unsere zukünftige Weltherrscherin, wirklich sehr gut kennt, denn sie wählte dieses Thema mit Bedacht, um mich herauszulocken aus meinem schreibfaulfreudigen Schneckenhaus, und ich muß sicher ganz und gar nicht betonen, daß sich mein (alter) Ego nicht wenig geschmeichelt fühlte und nun ganz und gar nicht länger zögern konnte, mit einem eigenen Beitrag aufzuwarten. Ähm. Ja. Und hier ist es, mein ältestes Buch, so weit ich gesehen habe, es stammt aus dem Jahre 1867, und das ist doch schon recht beachtlich, wie ich finde:

„Thüringischer Kinderfreund – Ein Lese- und Lehrbuch für Schulen.“, Zweiter Theil. Achte Auflage. Hildburghausen. Druck und Verlag von F. W. Hadow (?) und Sohn. 1867.

 

 

Kurze Anmerkungen meinerseits:

  1. Der Begriff „Kinderfreund“ dürfte heute ein absolutes no-go sein, aber zur damaligen Zeit… hmm.
  2. Schaut doch bitte mal, ob ihr den Verlagsnamen auch als „Hadow“ lest, da bin ich mir nämlich nicht sicher. Je öfter ich das lese, desto komischer sieht es aus. Könnte auch Schadow sein. Aber das war ein deutscher Maler aus dem 19. Jh. (Merkt ihr? Ich mache es schon wieder… so werde ich nie fertig!)
  3. Alte Bücher nutze ich übrigens gerne, um daraus Texturen für meine Bilder zu erstellen. Und wie es der Zufall will, finden sich zwei Seiten dieses Buches in „Flamingo in Literature“ wieder, wer mag, schaut mal hier:

Art Prints4. Und als sei das nicht genug, ist besagte Buchseite = Textur rein zufällig Bestandteil meines neuen Blog-Headers geworden, Wochen bevor ich wußte, daß ich dieses Buch hier vorstellen würde.

Und der Inhalt des Buches? Interessant. Soviel kann ich sagen. Luther’sche Fabeln, verschiedene Märchen, Sagen und Gedichte, Lehrreiches zu Geografie und Geschichte, Astronomie, sogar Biologie (oder so), so heißt es hier:

143. Die Thierwelt

(Beginnend mit:)Die Thiere sind gleichsam willkürlich umherwandelnde Pflanzen.(Bis hin zu:) Der Mensch aber selbst, das erhabenste Glied der irdischen Wesenkette, geht mit aufgerichtetem Antlitze durch die Welt. […] – der Mensch allein weiß hienieden von einem Gotte. Er erhebt sich bis zu ihm und sinkt vor seinem Throne nieder und betet ihn im Staube der Erdenwelt an. (Zschokke.)

 

 
An dieser Stelle höre ich auf. Punkt.
 

5 Antworten auf „35 | 52 Bücher – „Mein ältestes Buch““

    1. Hehe…Tschakka, genau… :D

      Das „b“ bei Gabow sieht aber doch eher aus wie das „d“ in Hildburghausen, oder? Hmm. Ich werde es wohl nie erfahren.

      Vorhin war eine original Sundhäuserin kurz zu Besuch, die sich auch sehr überrascht zeigte, als ich ihr von dem Buch erzählte. Sie ist früher immer „durch die Mauer gegangen“, dort war wohl ein Loch, verursacht durch einen LKW, der dort hineingesemmelt war, und hat in besagtem Park gespielt, immer auf der Hut, sich nicht von den Klapsmühlen-Insassen erwischen zu lassen. Interessant, nicht?

      Liebe Grüße und verzeih die (wieder einmal viel zu) späte Antwort!

      :baerchenpaerchen:
      Magrat schrieb letztens..Verbogen – Frau Magrat legt die Kamera wegMy Profile

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