Mal was Erfreuliches…

Ich weiß gar nicht, ob ihr es wußtet… aber ich bin ja (beinahe seit Menschengedenken) bekennender Depeche Mode-Fan.
Während einer kurzen Phase der Verwirrung – so in der 3. oder 4. Klasse – hörte ich – haltet euch fest – Modern Talking. Ja, wir liefen damals sogar mit Buttons herum. Die gab es offiziell gar nicht, aber man hatte sie natürlich trotzdem. Ich glaube, ich hatte sogar zwei davon.

Die gängige Mode damals – muß ja so Mitte der 80er gewesen sein – war übrigens diese: Vorzugsweise Jeans, darüber ein Nicki (= T-Shirt!), in die Jeans gestopft, darüber eventuell eine Bluse (und ja, das ging auch mit der weißen Pionierbluse!), diese ebenfalls in die Jeans gestopft, aber weit aufgeknöpft (war ja das Nicki drunter), HOSENTRÄGER (ganz wichtig!), an den Hosenträgern trug man die Buttons: neben der jeweils angesagten Band gab es unbedingt auch einen GORBI-Anstecker (nein, nicht Grobi, Herrschaften, ich meine Gorbi – перестройка und so, ihr wißt schon…).

Dann kam der schicksalhafte Tag: Wir waren an einem Samstagnachmittag zuhause bei meiner besten Freundin und kochten uns Spaghetti, im Fernsehen lief Formel Eins und plötzlich: Depeche Mode. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, welches Lied das war… aber von da an war ich hin und weg. Ging mir nicht alleine so… wir konvertierten praktisch von einer Sekunde zur anderen und wurden leidenschaftliche DeMo-Fans.

Als wir später – Gorbi, dem Volk und einigen glücklichen Umständen sei Dank – endlich in der Lage waren, so lebenswichtige Dinge wie die Bravo kaufen zu können, sah mein Zimmer bald so aus:

Depeche Mode

Schick, nicht? Ich hatte übrigens immer eine Schwäche für Martin… hach…

Das Foto machte ich damals mit meiner ersten Canon (hier hatte ich schon einmal von ihr berichtet) und das war noch bevor die weißen Standard-Kinderzimmer-Formaldehyd-Möbel (meine Mutti wurde einmal bewußtlos, als sie meine Schränke feucht abwischte – war eine gefährliche Zeit damals) modernen, kohlrabenschwarzen Regalen hatten weichen müssen und ich die weiße Rauhfaser heidelbeersahnejoghurtfarben gestrichen hatte.

Apropos Schwarz: Mit Depeche Mode hielt auch diese Nicht-Farbe Einzug in mein Leben. Möbel, Kleidung, Musik, Kunst, Gesinnung und Nagellack – man gehörte irgendwann einfach zum schwarzen Volk. Noch heute trage ich bevorzugt dunkle oder eben schwarze Klamotten. Trüge ich Kunterbunt, ich verschwände wohl einfach.

Und was an all dem ist nun… erfreulich? Ich sage nur: Erfurt, Messehalle, Tickets.

YES! :)

 

 

4 Antworten auf „Mal was Erfreuliches…“

  1. Ich hab mal für meine Schwester ein Zimmer zur Hälfte heidelbeerjoghurtfarben und zur Hälfte erdbeerjoghurtfarben gestrichen. Ausser ihr hielt es dort niemand länger drin aus. :D

    Und in meinem Zimmer früher hing auch ein noch ein bisschen größeres Spinnennetz als in deiner Ecke. Ein Freund hatte das für mich aus Wolle geknotet und mit Stecknadeln aufgehängt als er mal auf mich wartete.

    Ich wünsche dir unglaublich viel Vergnügen in Erfurt, liebe Mandy! :)

  2. Hihi, schön!
    Ich fand Depeche Mode auch cool, bzw. finde noch immer einige ihrer Songs klasse! Ganz im Gegensatz zu Ralph, der mit dieser Art Musik so gar nichts anfangen kann. (Ist halt irgendwie 70-er Jahre geschädigt…*zwinker*)
    Da wünsch ich Dir jedenfalls mal ganz viel Spaß bei dem Konzert!
    Liebe Grüße an Euch alle!
    Silke

  3. Vielen Dank, ihr Lieben…ich freu mich schon wahnsinnig auf das Konzert… und daß wir überhaupt noch Karten bekommen haben…eigentlich sollte es erst Leipzig werden, doch das war ja ganz schnell ausverkauft… Nun also Erfurt… ist mir sogar lieber, weil ich die Messehalle schon kenne…

    @Katja: Ich muß mal schauen, ob ich noch mehr Fotos von meinem Zimmer finde.. ich hatte nämlich auch ein Spinnennetz in der Zimmerecke, selbstgemalt, trotz Spinnenphobie, das muß man sich mal vorstellen! Sogar mit einer fetten Plastikspinne drin… :D

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