Frau Magrat testet: Die Ponytailor-Mütze

Nein, diesmal gibt es keinen Foto-Produkttest, sondern etwas gänzlich anderes: Eine Mütze. Und nicht nur irgendeine, sondern eine für ganz spezielle Mützenträger. Nämlich für langhaarige Läuferinnen.  Und da ich sowohl im Besitz vergleichsweise langer Haare bin als auch – ich berichtete ja – vor einigen Wochen mit dem Laufen begonnen habe, habe ich ohne zu Zögern zugesagt, als der Geschäftsführer des Nürnberger Labels Reflectstar per Mail anfragte, ob ich Interesse hätte, die Ponytail-Mütze zu testen.

Nachdem ich sinngemäß mit „Gerne, immer her damit!“ geantwortet hatte, überreichte mir unsere Lieblingspostbotin das Päckchen mit der Mütze bereits am nächsten Tag:

Reflectstar Ponytail-Mütze
Reflectstar Ponytail-Mütze

 

Das Besondere an der Ponytail-Mütze ist, wie der Name schon verrät (engl.: ponytail = Pferdeschwanz), die Möglichkeit, seine langen Haare einfach durch die Öffnung  auf der Rückseite der Mütze durchzuziehen und sie so quasi als Pferdeschwanz heraushängen zu lassen. Und das Ganze ohne Haargummi, also auch schonender für die Haare (Stichwort „Haarbruch“, ihr wißt…).

Diese Vorstellung fand ich schon einigermaßen faszinierend, wißt ihr, warum? Weil ich es hasse, wenn ich eine Mütze aufsetze und sich dann diese „Beule“ unter der Mütze zeigt, dort, wo man eben seine Haare zum Zopf, zum Pferdeschwanz oder was auch immer gebunden hat. Das finde ich so furchtbar, daß dies sogar der Hauptgrund für meine jahrelange Mützen-Verweigerung ist!

Ich habe diesen schaurigen Beulen-Effekt einmal nachgestellt, indem ich die Test-Mütze kurzerhand verkehrt herum aufsetzte und auf diese Weise eine herkömmliche Mütze simulierte:

So nicht!
So nicht!

 

 

Hier sollte nun die Ponytail-Mütze Abhilfe schaffen. Genauer: Die RS301 Ponytailor Sport Cool. Das Prinzip klang vielversprechend.

Die Mütze wurde also gleich aufprobiert, zuhause vor dem Spiegel, und tatsächlich, es funktionierte prima. Kleines Manko für Linkshänder: Die Pferdeschwanz-Öffnung  ist so genäht, daß der Stoff links etwas überlappt, auf dem Bild ganz oben zu erkennen, was das Haare-durch-die-Öffnung-ziehen mit der linken Hand etwas umständlich macht, aber gut, wir sind ja Kummer gewohnt, nicht? Mit der rechten Hand geht es jedenfalls wunderbar, wie mein großes Tochterkind bestätigt hat.

Bereits während des kurzen Anprobierens fiel mir auf, wie bequem diese Mütze ist. Sie ist ganz leicht und weich und nichts stört. Als echtes Funktionskleidungsstück mußte sie aber nun auch noch im Praxistest zeigen, ob sie allen Anforderungen gerecht werden würde. Denn erst beim Laufen würde sich ja zeigen, ob sie vielleicht verrutscht oder die Haare irgendwie nicht halten oder man die Mütze alle paar Meter verlieren würde oder… so etwas eben.

Allerdings hieß es nun erst einmal warten. Denn bei den sommerlichen Herbsttemperaturen der letzten Wochen wäre es nicht wirklich ratsam gewesen, mit Mütze zu laufen. Anfang der Woche aber war es soweit: Die Temperaturen waren erstmals herbstlich, wir packten Mütze und Kamera ein und fuhren ein Stückchen raus aus der Stadt.

Für den Test hatte ich mir eine schöne Gelände-Strecke ausgesucht, ungepflasterte Wege, Asphalt, Wiese, Stock und Stein, bergauf und bergab – alles dabei. Das Handy in die Armtasche, die Mütze auf, die Haare durch die Öffnung gezogen – und  es konnte losgehen.

 

Ponytail-Mütze
So wird’s gemacht…

 

Was soll ich sagen…  die Mütze hielt. Hielt auf dem Kopf, ohne zu rutschen, hielt die Haare an Ort und Stelle, ohne daß ich nur einmal etwas hätte richten müssen, hielt die Ohren warm (ich bekomme schnell Ohrenschmerzen bei kalter Luft…), hielt den Kopf trocken, obwohl ich ins Schwitzen gekommen war (dank Innenfutter namens Polycolon®) und hielt kurzerhand, was sie versprach.

Und so ähnlich schaut es aus, wenn Frau Magrat mit einer Reflectstar Ponytailor-Mütze läuft… (so ähnlich deshalb, weil diese Fotosvor dem eigentlichen Laufen entstanden sind, die Szenen sind also quasi nachgestellt, denn ich wollte nicht mit meiner kiloschweren Kamera-Ausrüstung laufen… und wehe, ihr lacht!):

 

Die Ponytail-Mütze in Aktion
Die Ponytail-Mütze in Aktion

 

 Fazit:

Die Ponytailor-Mütze hat mich überzeugt. Wer auch bei niedrigen Temperaturen läuft und lange Haare hat, dem kann ich diese Mütze nur empfehlen. Es gibt sie übrigens in One-size-fits-most für Damen, den meisten Frauen und größeren Mädels (und auch so manch einem langhaarigen männlichen Läufer) sollte sie also passen, durch einen Elasthan-Anteil von 13% ist sie nämlich sehr dehnbar und paßt sich dem Kopf hervorragend an.

 

Weitere Infos:

Ponytailor-Mützen auf der Hersteller-Webseite: http://reflectstar.de/ponytail/ 

Bezugsquelle: Ponytailor Sport Cool bei Amazon

 

Mein Dank geht an Herrn Dr. Frank Bescherer von der Firma Reflectstar, für die Möglichkeit, die Mütze zu testen  und für den netten Email-Kontakt, und ich danke meiner Tochter Lea, die nicht nur hin und wieder zusammen mit ihrer alten Mutter läuft, sondern auch bereit war, die Fotos von mir mit Mütze zu machen, ohne dabei vor Lachen umzufallen… ;)

 

 

4 Antworten auf „Frau Magrat testet: Die Ponytailor-Mütze“

  1. Huhu Frau Magrat,
    die Mütze sieht sehr praktisch aus, auch wenn ich vermutet hätte, dass die Haare doch irgendwann herausfallen. Aber es scheint ja zu funktionieren. Nun habe ich ja seit mittlerweile schon über 5 Jahren keinen Langhaarmützenbedarf mehr, aber wenn, dann würde ich sie nach Deinem Test jetzt glatt auch ausprobieren… :-)
    Liebe Grüße
    Silke

    1. Huhu, liebe Silke… ja, die ist tatsächlich praktisch, die Mütze… ich hatte sie am Wochenende auch mal so auf, auf unserem kleinen Ausflug zum Stausee… und auch da fand ich es total praktisch, daß man nicht diesen ollen Wulst am Kopf hat… :pitti:
      (Sag mal, gibt es Bilder von dir mit langen Haaren? Also DU mit langen Haaren, nicht die Bilder, weißt schon, was ich meine… ;) )

      (Eine Antwort-Mail kommt in den nächsten Tagen… ich war ziemlich schockiert, als ich das gelesen hatte… und traurig… und… sprachlos…)

      Viele liebe Grüße… und bis bald…

      teddy2:

  2. Sollte ich mich als Gelegenheits-Schönwetter-Läufer je fürs Laufen im „Winter“ (alles was unter 10 Grad ist ;) ) aufraffen können, dann werd ich das bestimmt mit dieser Mütze ausprobieren.

    Sehr lesenswerter und unterhaltsamer (nein, ich habe nicht gelacht; geweint auch nicht) Bericht. Da hat sich Herr Bescherer die richtige ausgesucht :)

    1. Hehe… hätte mir irgendwann mal jemand erzählt, ich würde einmal freiwillig laufen (!), mir extra dafür Sportklamotten (!) kaufen (sic!) und obendrein auch noch Gefallen daran finden, ich hätte ihn für komplett verrückt erklärt… und jetzt teste ich sogar Lauf-Mützen… tz… ich kann es immer noch nicht fassen… aber irgendwie bin ich ja auch froh, meinen inneren Schweinchenhund ein wenig gezähmt zu haben, wenigstens in dieser Hinsicht…. *hüstel*….
      Und wenn dir und euch dann noch mein Geschreibsel darüber gefällt…hach… schön…

      Viele liebe Grüße…

      :baerchenpaerchen:

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