Zwölf 2011 | Mai

Erstmal möchte ich eine Entwarnung herausgeben: Nein, ihr habt nix verpaßt, es ist wirklich schon Juni, nur mit meinem Projekt Zwölf 2011 hinke ich etwas hinterher. Da ich aber das Mai-Foto bereits am 15. Mai gemacht und ich mir außerdem ja vorgenommen hatte, das Projekt durchzuziehen, komme was da wolle, kommt nun eben das Mai-Foto im Juni. Was soll’s, Zeit ist relativ, wissen wir ja.

Zwölf 2011 | Mai
Zwölf 2011 | Mai

 

Der Tag, an dem ich dieses Bild machte, war mein Geburtstag. Es sollte ein richtig schöner Tag werden… schließlich waren meine Lieblingstante samt Lieblingsonkel angereist. Nicht zu uns, sondern zu meinen Eltern, und am Nachmittag wollten wir alle gemeinsam feiern. Es wäre das erste Mal gewesen, daß ich meinen Geburtstag mit den beiden gefeiert hätte. Ihr merkt schon: sollte… wollte… wäre… Es kam nämlich alles anders. Am frühen Morgen erhielten meine Eltern einen Anruf von meiner Oma… ganz aufgeregt war sie… der Opa würde sich nicht mehr bewegen… gerade hätte sie noch mit ihm gesprochen… sie wollten gemeinsam Kaffee trinken… und nun… Eilig sagten sie ihr, sie solle sofort den Notarzt verständigen… doch dieser konnte nur noch den Tod meines Opas feststellen. Es ging ihm schon seit längerem schlecht, ganz dünn war er geworden… Schmerzen hatte er. Nun war er sanft eingeschlafen.

Alle Bilder des Projektes findet ihr – wie gewohnt – in der Galerie.

Das alles geschah also an meinem Geburtstag, die Nachricht von seinem Tod erreichte mich, als ich gerade meine Geschenke auspackte. Meine Eltern, meine Tante und mein Onkel fuhren zu meiner Oma, sie wohnt gut 200 km entfernt von uns,  und uns war natürlich nicht mehr nach Feiern zumute. Wir gingen in den Park… ich machte mein Foto vom Wehr…

Manchmal kommt eben alles anders.

 

6 Antworten auf „Zwölf 2011 | Mai“

  1. Das Leben ist ein Würfelspiel … ich sage es immer wieder. Wenn man denkt, man plant weise und mit entsprechender Weitsicht, dann kommt etwas Unvorhergesehenes und lässt alles in einem ganz anderen Licht erscheinen. Und nicht immer positiv.

    Manchmal kommt alles anders. Gut, wenn man wenigstens DAS vorher weiß. :)

    1. Da kann ich dir nur zustimmen. Leider haben Erfahrungen wie diese dafür gesorgt, daß ich mich kaum noch vorbehaltlos über irgendetwas oder auf etwas freuen kann, weil ich mittlerweile fast immer befürchte, daß eben wieder was Schlimmes dazwischenkommt. Das finde ich schon ziemlich belastend, aber ich komme auch nicht so richtig gegen diese Gedanken an.

      Naja… andererseits… sage ich ja nicht umsonst immer: Alles wird gut. Da muß ja auch was dran sein. :eule:

      Liebe Grüße, habt ein schönes Wochenende
      Magrat schrieb letztens..Zwölf 2011 MaiMy Profile

      1. @vorbehaltlos: Ich kenne das gut, dieses Gefühl, sich gar nicht so richtig zu trauen, darauf zu vertrauen, dass eine Sache gut geht, immer die Befürchtung im Hinterkopf zu haben, dass etwas passiert.
        Ein lieber Freund hat mir mal ziemlich zu denken gegeben als er mich fragte, ob die Enttäuschung oder der Schmerz falls die Sache nichts würde, nicht ohnehin schlimm wären – völlig unabhängig davon, ob ich vorher darauf vertraut hätte, dass alles gut wird oder ob ich mit dem Schlimmsten gerechnet hätte. Und ob das kleine bisschen geringere Fallhöhe, wenn ich immer zweifle und grüble, tatsächlich wert ist, mich selber um das große Gefühl darauf vertrauen zu können, dass etwas gut wird, zu bringen.
        Seitdem bemühe ich mich redlich, immer mal alle Bedenken über Bord zu werfen und mich einfach auf Dinge einzulassen. Falls etwas Schlimmes passiert / nicht klappt, kann ich mich dann immer noch damit auseinandersetzen.

        Liebe Mandy, ich denke an dich und lasse dir liebe Grüße hier! Hab ein schönes Pfingstwochenende mit deinen Lieben! :spatz:

      2. @Katja: auch wenn ich mich mal wieder unentschuldbar verspäte mit meiner Antwort… hab vielen Dank für deine Worte… ich habe lange darüber nachgedacht und sie fühlen sich gut und richtig an… ich werde sie vorsichtig zusammenrollen und gut verschnüren und bei mir tragen… und hoffen, daß ich im passenden Moment an sie denken werde…

        Hab ein schönes Wochenende… teddy3:

        Liebe Grüße..

  2. Ach, ist das traurig – da hilft es dann auch nicht wirklich, dass es zumindest ein sanfter Tod war.
    Aber Katjas Worten kann ich von ganzem Herzen zustimmen: verwehre dir nicht aus Vorsicht die schönsten Momente des Lebens. Wenn man Schlimmes erwartet, bekommt man meistens Recht – aber das funktioniert auch im umgekehrten Fall.

    1. Stimmt… und dabei sage ich ja sogar ganz oft sowas wie „… man muß ja immer positiv denken…“… sollte mich wirklich mal an meine (guten) Ratschläge halten…
      Hab vielen Dank für deine lieben Worte, ich werde sie mir hoffentlich – zusammen mit Katjas Worten – in Zukunft zu Herzen nehmen…

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende…

      :pitti:

Kommentare sind geschlossen.