Kopfgeblubber

Vor einiger Zeit hatte ich ja von dieser Webseiten-Geschichte berichtet… diese Sache, die mich doch sehr beschäftigt/aufgeregt/genervt/frustriert hatte. Kurz drauf hatte ich auf betreffender Seite einen kurzen „Hilferuf“ veröffentlicht… der auch durchaus als ein solcher verstanden worden ist. Allerdings nicht von denen, an die er eigentlich gerichtet war. Aber sei’s drum. Seitdem haben Gespräche stattgefunden… gute Gespräche… ich konnte – glaube ich – deutlich machen, um was es mir geht, wo die Probleme lagen. Und heute  – man traf sich eher zufällig, auf einer Veranstaltung – kam es zu einem weiteren Gespräch… konstruktiv, ohne Wortgeblubber, mit einer Person, die frischen Wind in diese und andere Dinge bringen wird. Zu(sammen)arbeit ist geplant, Pläne wurden geschmiedet, eine weitere Person hat Interesse an der Mitarbeit gezeigt. Ich freu mich darüber. Nun werde ich auch den Umbau in Angriff nehmen (können), der aus der alten, trägen, massigen, umständlichen Seite eine frische, leichte machen soll.

Das waren die guten Nachrichten.

Die nicht-ganz-so-gute Nachricht ist, daß ich heute wieder gemerkt habe, wie sehr mich Veranstaltungen, Menschen, Leute, Gespräche anstrengen. Ausgelaugt fühle ich mich. Ausgelutscht wie ein oller Drops. Der Kopf dröhnt, die (wohlgemerkt positiven) Gespräche hallen in meinem Kopf wider. Ich bin ein Dialog-Wiederkäuer, ein Gesprächs-Karusselfahrer, ein Wort-Zerdröseler. Ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen, kann mich nicht so recht auf meinen Rechner konzentrieren, möchte eigentlich nur schlafen. Wißt ihr, daß ich während der ganzen Veranstaltung heute nur 2 (in Worten: zwei) Fotos gemacht habe? Statt wie sonst 200? Ein schlechtes Zeichen… Und daran war nicht nur der Zeitmangel Schuld…

Aber was soll’s, so ist es eben.

 

 

6 Antworten auf „Kopfgeblubber“

  1. Wenn es dich ein wenig tröstet: anstrengend sind solche Veranstaltungen meist auch für Menschen, die keine Abneigung gegen Menschenmassen haben bzw. sich nicht prinzipiell unwohl dort fühlen. Umso schöner ist es doch, dass du wenigstens die positiven Aspekte vermelden kannst – so kannst du für dich ganz persönlich wenigstens festhalten, dass es sich absolut gelohnt hat, sich da „durchzubeißen“ ;)

    1. Danke dir… ja… naja… es waren ja nicht wirklichMenschenmassen, und es war nur eine kleine, absolut zwanglose Veranstaltung (du würdest lachen, wenn ich sagen würde, was für eine… sag ich aber nicht… aus…öh…Geheimhaltungsgründen.. ;) ), aber mir reicht auch sowas schon. Allerdings weiß ich heute, daß es so ist, und kann mich ein wenig vorher drauf einstellen (oder gar nicht erst hingehen).

      Aber du hast recht, ich freu mich insgesamt, daß ich das Thema angepackt und ausgepackt habe. teddy3:

  2. Der (andauernde) Dialog gehört ja bei mir immer dazu: im Job, bei den Freizeitaktivitäten, … und in der Familie möchte man ja auch nicht so ganz die wortlose Position einnehmen. Und ich mag Gespräche, lebe auch davon.

    Aber ich kenne auch die andere Seite. Denn schließlich habe ich viel mit Menschen zu tun. Und weiß daher, dass manch Einer ganz schnell dieses „Kopfgeblubber“ bekommt. Wenn die Masse an Informationen nur noch nervt, alles ineinander verschwimmt, nichts mehr so klar ist, wie es sein soll.

    Das ist die Stelle, wo ich meine „Schüler“ immer etwas zurücknehmen muss. Wenn sie den Kunden „zutexten“ – im wahrsten Wortsinne. Das ist eine kleine Kunst, aber eine, die man lernen kann.

    Manchmal habe ich das „Kopfgeblubber“ aber auch. Wenn man sich streitet zum Beispiel. Dann tun Worte mir manchmal sogar physisch weh, dann ist plötzlich der Inhalt egal, weil alles in einem Stakkato an Geräuschen untergehen kann. Ich streite nicht gerne.

    Aber ich freue mich auf Deine Aktivitäten an der neuen Homepage, die Du nun endlich und schließlich nicht allein basteln musst. Das ist die wirklich gute Nachricht! :)

    1. Ich neige ja selbst auch gelegentlich dazu, in endlose Monologe zu verfallen… ohne Punkt und Komma zu reden, dafür mit Händen und Füßen… wenn mich etwas begeistert (auch wenn sich mein Gegenüber total langweilt).

      „Echte“ Dialoge (von zwanglosen Gesprächen abgesehen) aber sind – so wichtig und unumgänglich sie auch sind – unheimlich anstrengend. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum ich es grundsätzlich vorziehe, per Mail oder ähnlichem zu kommunizieren. Meistens jedenfalls. Mittlerweile bin ich soweit, daß meinem Gegenüber auch zu sagen, viele verstehen das aber nicht wirklich.

      Hmm… und Streiten… finde ich ganz furchtbar. Manchmal kommt man nicht drumherum, aber so etwas macht mich komplett fertig.

      Und ja…die neue Homepage… wird wahrscheinlich eine WordPress-Seite werden… mal schauen…. ich bin schon gespannt, ob und wie die Zusammenarbeit mit den ein bis zwei Leuten dann klappen wird… :)

  3. Ich gratuliere dir von Herzen, dass dein „Hilferuf“ auf fruchtbaren Boden gefallen ist und du nun nicht mehr alles alleine machen musst. Meine Daumen sind gedrückt, dass sich die Zusammenarbeit gut entwickelt und sie dir wirklich eine Hilfe ist!

    Was das Kopfgeblubber angeht, so kann ich das alles nachvollziehen. Wie schreibst du so schön? Dialog-Wiederkäuer, Gesprächs-Karusselfahrer, Wort-Zerdröseler – ja, da erkenne ich mich wieder. Umso mehr freue ich mich, dass es dir gelingt, die positiven Seiten der Veranstaltung zu sehen. Menschen sind anstrengend, da hast du ganz Recht.

    Viele liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche,
    Frau Margritli

    1. Ich danke dir… ja, ich bin auch gespannt, wie sich die Zusammenarbeit so gestalten wird… ich bin ja nicht wirklich teamfähig, aber es geht ja auch mehr um Zuarbeiten wie kleine Texte, Bilder etc. und um Organisatorisches… na, mal schauen, ich werde sicher nochmal drüber berichten in einigen Monaten… :))

      Liebe Grüße… teddy3:
      Magrat schrieb letztens..Frühling ebenMy Profile

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