Ausgeklinkt.

Mußte mal sein.

Erst hatte mich eine fiese Zystitis erwischt… und danach… hatte ich mich – sagen wir einmal mental – ein wenig ausgeklinkt. Für über eine Woche war ich nicht mehr so richtig online…nur ab und an per Handy… mal nach den Mails schauen, News lesen… hier ein wenig, da ein bisschen. Keine Motivation mehr. In den letzten Tagen habe ich sogar ernsthaft darüber nachgedacht – was wäre wenn…? Wenn ich den Blog sein lasse. Wenn ich überhaupt alles hier einfach sein lasse. Wenn ich stattdessen – so, wie ich es einige Tage ja tat, weil es mir gesundheitlich nicht besonders ging – wenn ich einfach nur ein paar Bücher lese, den Rechner gar nicht erst einschalte… mehr Zeit zum Zeichnen, Malen habe… einfach wieder mehr da bin. Im real life. Quasi.

Mittlerweile ist es richtig Frühling geworden. Und ich war noch nicht einmal richtig draußen. Mein März-Bild für das Zwölf 2011-Projekt habe ich daher nicht geschafft, ich werde es also wahrscheinlich vielleicht eventuell komplett aufgeben. Dafür haben wir nun unser zweites Bad fast fertig, welches uns so lange als Abstellkammer diente. Sperrmüll. Frühjahrsputz. Das entlastet irgendwie. Weg mit dem ollen Gerümpel. Weg mit dem Kopfgerümpel. Vielleicht nehmen sie das ja gleich mit?

Unser Balkon ist auch wieder hergerichtet. Nun fehlen nur noch die Pflanzen. Und ein wenig Glück, denn noch weiß ich nicht, ob mein Apfelbäumchen und die kleinen Brombeeren die Winterpause wirklich gut überstanden haben.

Meinen ersten Film habe ich heute entwickelt. Ein tolles Gefühl. Aufregend war’s. Nun habe ich so lange darauf gewartet, aber erst mußte ja das Bad fertig werden. Die Bilder werde ich bald zeigen, der Film hängt noch und trocknet vor sich hin.

Gestern war Welt-Autismus-Tag. Eigentlich wollte ich darüber einen Artikel schreiben. Oder vielleicht nicht direkt darüber, sondern eher zum Thema allgemein. Aber nun… ist der Tag vorbei. Und ich weiß noch immer nicht, wie ich mich diesem Thema nähere, oder ob überhaupt, oder ob nicht. Vielleicht…später.

Der Monitor auf meinem Schreibtisch sieht immer noch irgendwie zu groß aus. Erstaunlich, wieviel Abstand ich in dieser einen Woche zu allem hier bekommen hab. Und etwas in mir sträubt sich noch immer, sich wieder ganz drauf einzulassen… auf das stundenlange Vor-dem-Rechner-sitzen, auf die schmerzenden Schultern, auf das Alles-um-mich-herum-vergessen und die vielen, vielen Kontakte, die man mittlerweile hat. Hier im Blog, in den anderen Blogs drumherum, auf Facebook, im Fotoblog. Alle sind wichtig. Und auf keinen davon mag ich verzichten. Aber manchmal sind sie einfach… ich weiß nicht, mir fällt nur ein englisches Wort ein, was wirklich darauf paßt: Exhausting.

Wie auch immer. Ich bin noch da. Mir geht es wieder recht gut. Ich bleibe. Und wer weiß – wenn ich erstmal wieder anfange, meine neuen, selbstentwickelten Filme zu scannen… dann hat mich mein Rechner, dann habt ihr mich bald wieder. So richtig. Bestimmt.

Das .. wollte ich nur mal sagen.

9 Antworten auf „Ausgeklinkt.“

  1. :rose:
    (Ohne viele Worte, da ich ähnliche Gefühle kannte/kenne; da ich immer ein bisschen die Handbremse angezogen lassen muss, um mich nicht in dieser virtuellen Welt zu verlieren, die so viel einfacher erscheint als jene, wo man den Menschen real begegnet/begegnen muss. Aber die Blümchen draussen sind ja doch noch ein bisschen toller als jene auf Bild gebannte.)

  2. Is doch gar nicht schlimm! Manchmal braucht man eben mehr Abstand! teddy2:teddy3: Man kann doch auch mal „zu“ machen! Solange du es uns sagst, damit du nicht auf dei Fahndungsliste kommst … ;-)
    Mal ein bissel Kurzweil gefällig?? Stocki hat fertig! :-*

    1. Hihi…ja…Fahndungsliste… nee… ich sag euch Bescheid, wenn auch vielleicht erst nach einigen Tagen, wenn es – mal wieder – Zeit ist, sich auszuklinken… wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein… und so ganz ohne kann ich ja auch gar nicht, bin froh, daß ich das Handy habe, auch, wenn ich damit weniger schreibe, aber schnell mal ein „Gefällt mir“ klicken oder so, das ist immer drin, und sind ja quasi immer so kleine „Lebenszeichen“…

      Und ja, Stocki… prima… :frog2:

  3. Ja, das Gefühl kenne ich ja auch… Ich habe mir ja eine Art Stehpult gebaut, das diszipliniert mich zusätzlich, nicht zu lange vor der Kiste zu hängen… Gesünder ist es auch, Rücken und Schulter freuen sich. :fellmonster:
    Hachz, dieser tolle Fellmonstersmiley!

    1. Ja…hab auch an dich gedacht… und das Stehpult finde ich interessant, magst es mal knipsen? Wenn ich etwas mehr Platz hier hätte, würde ich mich immer mal auf einen Gymnastikball setzen…ich merke nämlich, daß mir das lange Sitzen nicht sonderlich gut bekommt… naja… wenigstens hab ich noch das Trampolin hier neben mir stehen.. und wenn nicht grad ein riesiger W*scheberg draufliegt, hopse ich da zwischendurch immer mal wild herum… hihi…

      :fellmonster::fellmonster::fellmonster:

      1. Knipsen, oje, muss erst mal das Chaos beseitigen, so kann man das ja nicht auf die Menschheit loslassen. Es ist kein richtiges Stehpult, wie man sie fertig kaufen kann, ich musste aus Platzgründen improvisieren, also habe ich mir ein kleines Regal in der Größe 36 x 36 (2 Fächer) gekauft und auf den Schreibtisch gestellt. Und auf das Regal kamen dann mein Notebook, meine epochale HSV-Maus, mein epochales HSV-Mousepad und ein Teil meiner Monsterbande, die ehrfürchtig das epochale HSV-Mousepad und die epochale HSV-Maus betrachten und verehren. Davon habe ich ja sogar ein Foto, zumindest das könnte ich mal zeigen.

  4. Auch wenn es manchmal ganz anders aussieht und es uns auf jeden Fall anders vorkommt: wir machen unsere kleine Welt um uns drumrum selbst. Wir treffen – bewusst oder unbewusst – die Entscheidungen, die uns voranbringen oder auch stoppen. Das ist so, weil wir Menschen sind und die Fähigkeit haben, einigermaßen sinnvolle Verknüpfungen im Kopf anzustellen. ;)

    Was Du hier in Deinem Artikel schreibst, kenne ich auch – und kennt wahrscheinlich jeder Mensch, der die Möglichkeit zur Selbstreflexion noch nicht verlernt hat. Um uns neu zu erden, brauchen wir mal eine Pause und zur Not auch mal einen Schritt zurück. Wer immer nur voran Richtung Ziel geht, verliert oft den Weg aus den Augen. Und der kann ja auch sehr schön sein. Von Zeit zu Zeit.

    Dass Du Dich „rar“ gemacht hast, habe ich wohl bemerkt, und wenn ich ehrlich bin, habe ich Deine Kommentare, Deine Artikel, Deine Fotos … auch vermisst. Hier mal ein Link,da mal ein „Gefällt mir“ ist eben nicht die ganze Frau Knoblauch. ;)

    Ich hoffe, Du bist bald wieder in der Laune, Deine Gedanken und Ansichten mit der Welt zu teilen. Ich lese da nämlich gerne drin. Und so ein paar andere Leute hier wohl auch. Also: lass DIr die Zeit, die Du brauchst – und dann geht es wieder los!!

    Liebe Grüße
    Dirk

    1. Da sagst du was…ja… die eigenen Entscheidungen… die sind das Alpha und das Omega…

      Viel mehr, als unsere Fähigkeiten, sind es unsere Entscheidungen, die
      zeigen, wer wir wirklich sind.
      (Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore (* 1881; † 1997) )

      Wenn es nur immer alles so einfach wäre… Aber diesen Schritt zurück, dieses Inne-halten… das ist schon wichtig. Auch wenn das ganze Chaos dann manchmal einer großen Leere weicht… die erst nach und nach wieder ausgefüllt werden muß. Hmm..schwierig zu erklären, merke ich gerade.

      Jedenfalls freue ich mich natürlich, daß es doch nicht so ganz egal ist, ob ich hier bin und schreibe oder nicht… Ein schöner Gedanke, daß ihr hier seid und immer mal reinschaut…. ein Gedanke, den ich ganz behutsam zusammenfalten und in mein Fröhliche-Gedanken-Schubfach stecken werde… um ihn dort bei Düstere-Gedanken-Gelegenheit wieder herausnehmen zu können…

      Momentan bin ich ja sogar schon wieder ein wenig in Schreib-Laune… ein gutes Zeichen, denke ich… teddy2:

      Liebe Grüße…
      Magrat schrieb letztens..Der Tag- an dem ich keinen Kaffee bekamMy Profile

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