„Self-Destruction“

Ich mag ja Texturen. Und ich mag es auch, damit herumzuspielen und allerhand auszuprobieren. Und vorallem mag ich die Bilder, in denen zarte, dezente Texturen einer Blume, einem Stilleben, einer träumerischen Landschaft das gewisse Etwas verleihen.

Aber soll ich euch mal etwas verraten? Ich kann sowas nicht. Es geht nicht. Keine Ahnung, warum ich mich damit so schwer tu. Vermutlich, weil ich das einfach nicht bin. Ich fühle es nicht. Oder so.

Wenn ich mit Texturen arbeite und mich an Composings wage, dann kommen meist bizarre Dinge heraus. Die denke ich mir in dieser Form gar nicht aus, die entstehen einfach. Sind plötzlich da. Erschrecken mich manchmal.

Self-Destruction
Self-Destruction

Das Bild „Self-Destruction“ ist so eines. Doch es ist nicht der Versuch, etwas möglichst Schräges zu basteln, es drückt auch aus, wie ich mich vor einigen Jahren gefühlt habe, und in gewisser Weise sogar aussah… jedenfalls sah ich mich so. Als ich etwa 20 Jahre alt war, brach bei mir eine recht schwere Neurodermitis aus, die für einige Jahre mein gehaßter Begleiter wurde. Niemandem, niemandem wünsche ich so etwas.

Wie auch immer.

Auf schöne, zarte Blumencomposings mit Texturen werdet ihr wohl noch ein wenig warten müssen. Vielleicht bin ich irgendwann in der Lage, auch so etwas zu machen….

8 Antworten auf „„Self-Destruction““

  1. Oh ja, die Neurodermitis – welch wundervolles Geschenk. *ironieoff* Da kann ich auch ein Liedchen von singen… Aber das Bild gefällt mir wirklich, vielleicht auch wegen meiner persönlichen Erfahrungen. Und es ist in jedem Fall ausdrucksstärker als ein Blümchenbild. ;-)

    1. Lieben Dank, ich freu, daß dir das Bild gefällt (ist sicher nicht jedermanns Sache) … und willkommen im Club… :-(

      Du hast also auch diesen tollen Begleiter…? Schon lang und heute immer noch, du Arme…? Man wird das ja leider nie wirklich los… :-((

      Liebe Grüße…
      Magrat schrieb letztens..Symphony of ScienceMy Profile

      1. Ich glaube, wenn man die Krankheit kennt, kann man gut verstehen, was hinter diesem Bild steckt. Und deshalb gefällt es mir auch richtig gut. :-)

        Ich hatte schon immer Neurodermitis, am schlimmsten war es so zwischen 18 und 20 und dann v.a. am Gesicht und an den Beinen. Zum Glück hält sich dieser tolle Begleiter inzwischen wieder zurück, nur spinnt die Haut an meinen Händen immer wieder. Ich hoffe, dass es so bleibt. *klopfaufholz* Das schlimme ist ja: wenn ein Schub kommt, cremt man sich dumm und dusselig und Cremes, die beim letzten Mal gut taten, tun es bei diesem Mal nicht und irgendwann geht der Schub vorüber und man weiß eigentlich gar nicht so genau, warum. :-((

        Hoffentlich hast du inzwischen auch eher Ruhe! teddy2:

      2. Bei mir fing es damals tatsächlich mit 20 etwa an, Auslöser war, daß ich 2 Tage lang mit chlorhaltigem Reinigungsmittel die Flure im Tierheim geschrubbt habe, nachdem es dort gebrannt hatte. Da fing es an den Armen an und wurde immer schlimmer. Später stellte sich heraus, daß ich allergisch auf das Chlor reagiert habe (ich habe noch viele andere Allergien, das wußte ich aber damals auch noch nicht) und irgendwann wurde es immer schlimmer – Neurodermitis.
        Blieb mir lange erhalten, Arme, Beine, Gesicht, eigentlich überall. Und Cremes und Salben halfen nicht, nur in der ganz akuten Phase eine Cortison-Creme, ohne die hätte ich mich wahrscheinlich…hmm.. keine Ahung… :-((

        Es besserte sich, nachdem es viele einschneidende, positive Veränderungen in meinem Leben gegeben hatte… Heute ist es praktisch weg, aber die Haut ist natürlich trocken und empfindlich und muß höllisch aufpassen, welches Duschgel ich z.B. benutze…

        Ich drück uns mal die Daumen, daß wir in Zukunft davon (völlig) verschont bleiben, ja… ? teddy3:

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