Land unter

Gestern berichtete ich euch ja von unserem abenteuerlichen Ausflug an die Zorge, deren Wasserstand recht beachtlich ist, wenngleich sie den wahren Hochwasser-Erfahrenen und -Leidgeprüften dieser Tage wohl allerhöchstens ein müdes Abwinken entlocken würde.

Aber in meinen Bildern geht es ja auch gar nicht um die große Katastrohe, wir sind keine Gaffer, keine Schaulustigen. Mich faszinieren vielmehr die Kräfte, die da freigesetzt werden, diese Wassermassen, die alles mit sich reißen, die Strudel, die sich um die dicken Stämme der Bäume bilden, die doch eigentlich am Ufer stehen sollten und nicht mitten im Fluß:

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Fast schon beängstigend finde ich übrigens die Lautstärke des rauschenden Wassers. Als Kind hätte ich mir hier die Ohren zugehalten und hätte wahrscheinlich sogar geweint, heute ertrage ich das. Kennt ihr so etwas auch? Machen euch solche Naturereignisse Angst oder findet ihr sie eher faszinierend? Oder beides? Oder interessiert es euch eigentlich überhaupt nicht, es sei denn, ihr seid direkt selbst von diversen Folgen wie Wasserschäden etc. betroffen?

4 Antworten auf „Land unter“

  1. Ich finde es in erster Linie beeindruckend, wenn die Natur sich austobt und bin dann am liebsten mittendrin. Ich saß schon als Kind mit meinem Vater im Garten-Pavillon, um Gewitter zu beobachten, während die anderen sich drinnen verkrochen oder stellte mich im größten Sturm auf ein freies Feld und ließ mich durchbeuteln.
    Solche Naturgewalten zu erleben lädt meine mentalen Batterien auf – da habe ich das Gefühl, richtig frei zu sein. Wenn es allerdings in Katastrophen ausartet, finde ich das auch nicht mehr witzig und die armen Hochwassergeplagten haben mein tiefstes (Häuslebesitzer-)Mitleid. Bei dem Anblick kann man wirklich nur noch heulen. :cry:

    1. Mich beeindruckt so etwas auch immer unwahrscheinlich. Angst hatte ich schon als Kind nicht wirklich (jedenfalls nicht davor ;) ), es sind/waren die lauten Geräusche, die mir zu schaffen mach(t)en…
      Dieses Batterien-auflad-Gefühl kann ich sehr gut nachvollziehen, es hat einfach etwas unheimlich Ursprüngliches, Elementares an sich, man fühlt sich klein und ist trotzdem so unmittelbar mittendrin.

      Leider ist es ja oft nur ein schmaler Grat und während wir noch über ein Gewitter staunen, schlägt vielleicht am anderen Ende der Stadt der Blitz ein und vernichtet alles, das darf man natürlich nie vergessen… :-((

  2. Beeindruckendes Foto! Will man gar nicht glauben, mit welcher Leichtigkeit sich die Natur einfach nimmt, was sie haben will… und wir kleinen Menschen können nur zugucken… :-((

    1. Stimmt… und dabei ist die Zorge ein recht harmloser Fluß, selbst in diesem Zustand… Es gibt hier in der Nähe zwar einige Stellen, die regelmäßig komplett geflutet werden, aber hmm, so ist es eben, und die Anwohner leben damit – irgendwie…
      Anderswo geht es ja leider nicht so glimpflich ab..

      Und ja, die Natur zeigt uns immer wieder einmal unsere Grenzen auf…. vielleicht braucht der Mensch das, um nicht komplett größenwahnsinnig zu werden… *grübel*
      :-?

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