WordPress – der Speicherfresser auf 64 Bit-Systemen

Heureka! – möchte man ausrufen. Dabei ist es eigentlich ein alter Hut. Jedenfalls ein Hut aus dem Jahre 2009. Aber erst heute bin ich darauf gestoßen. Nachdem ich in stundenlanger und mühevoller Kleinarbeit meinen Blog wieder zusammengebastelt habe, nachdem er mir heute vormittag so hübsch-häßlich um die Ohren geflogen war.

Aber der Reihe nach:

Ich nahm einige kleine Änderungen am Theme vor, nichts Aufregendes, Dinge eben, die mich störten. So hat bsw. immer wieder mein Photoblog-Provider diverse Server-Probleme und statt des letzten Bildes, welches ich mir mittels Image Feed Widget auf die Seite holte, wurden nur ein fieser Platzhalter und der jeweilige Bildtitel angezeigt. Außerdem flogen meine Flickr-Widgets raus, da ich sie mit in Verdacht hatte, für die allgemeine Lahmheit meines Blogs zu sorgen.

Danach bastelte ich diverse Share-Vote-Subscribe-Buttons von Wikio auf die Seite. Bis dahin lief alles gut. Als ich mich von einigen anderen Plugins trennen, sprich diese löschen wollte, blieb von da an die Seite weiß, abgesehen von der altbekannten Fehlermeldung: „Fatal error: Allowed memory size of *** bytes exhausted…“.

Ja wie, zu wenig Speicher? Wieso das jetzt? Da ich nicht mehr ins Backend kam, versuchte ich, die zuletzt installierten Plugins erst einmal wieder zu löschen. Nix. Ich installierte das WordPress neu, weil ich befürchtet hatte, eins der Plugins hätte groben Schaden angerichtet, aber weit gefehlt. Der Blog blieb weiß – ich auch.

Also ein Speicherproblem. Im Blog von WordPress-Deutschland.org stieß ich dann auf die Lösung:

Wir haben […] festgestellt dass je nach Hoster bzw. Serverkonfiguration WordPress unterschiedlich viel PHP-Arbeitsspeicher verbraucht. Die Unterschiede scheinen teilweise dramatisch zu sein – bei manchen Benutzern verbraucht ein WordPress 2.8 samt deutscher Sprachdatei und einer Vielzahl von Plugins nicht einmal 20 MB (ein “nacktes” WordPress gerade mal 10 MB) und bei anderen ist schon nach einer WordPress 2.8 Installation mit Sprachdatei und wenigen aktivierten Plugins die Grenze von 32 MB schnell überschritten.

Quelle: http://blog.wordpress-deutschland.org/2009/06/16/fatal-error-allowed-memory-size-of-bytes-exhausted.html

Aha. Dieser Artikel war aber schon im Juni 2009 erschienen. Und einen Monat später konnte man das lesen: Enormer PHP-Speicherverbrauch – Ursache gefunden?!

Ich graste das Forum und diverse andere Artikel zum Thema durch und fügte irgendwann die Zeile  define('WP_MEMORY_LIMIT', '64M'); in meine wp-config.php ein.

Das sollte reichen. Reichte auch, um plötzlich den Blog wieder zum Laufen zu bekommen, hurra. Wer nun denkt, das war’s, der irrt, denn nun war ich neugierig geworden und wollte wissen, wieviel Speicher denn meine Seite so verbraucht. Ich installierte das Plugin TPC! Memory Usage, aktivierte es und – erschrak:[like_to_read]

Der Speicherverbrauch meines Blogs lag bei über 60MB! Und da hatte ich noch längst nicht wieder alle meine Plugins aktiviert… Und da das TPC! Memory Usage einem auch noch eMails schickt, wenn es zu Speicherüberlastungen kommt, wurde mein eMail-Postfach praktisch bombardiert, weil es noch nicht konfiguriert war und bereits Mails losschickte, sobald der Speicherverbrauch die 32MB überstieg, was ja praktisch ständig der Fall war.

Da ich noch immer nicht weiß, wer nun genau für den hohen Speicherverbrauch verantwortlich ist bzw. ich das ganze nun getrost auf das 64 Bit-System unseres Servers schieben kann, blieb mir nur, das Speicherlimit schamlos zu erhöhen.

In die wp-config.php schrieb ich nun define('WP_MEMORY_LIMIT', '128M'); (Wichtig! Diese Zeile muß ganz oben stehen, direkt unter <?php .

Als Nächstes editierte ich die php.ini, dort hinein kam – neben einiger sicherheitsrelevanter Änderungen – die Zeile memory_limit = 256M ;, nun noch den Apache neu gestartet und schon bald ergab sich dieses schöne Bild auf meinem Dashboard:

Endlich mehr Speicher...
Endlich mehr Speicher…

Mein durchschnittlicher Speicherverbrauch lag nun bei sagenhaften 70MB. Ich finde das trotzdem bedenklich, auch, wenn ich jetzt erstmal wieder ruhig schlafen kann. Hat jemand von euch schon selbst ähnliche Erfahrungen gemacht oder könnte eventuell doch noch etwas anderes dahinterstecken als das 64 Bit-System?

Auch die deutsche Sprachdatei scheint ja sehr speichergierig zu sein, mittels einer gepatchten mo.php konnte ich aber den Verbrauch tatsächlich noch einmal um etwa 2 MB senken. Nicht viel, aber immerhin.

Edit: Die mo.php war natürlich längst nicht mehr aktuell und funktioniert dementsprechend auch nicht. Sie verursachte eine Fehlermeldung beim Publizieren und setzte meine Plugin-Seite außer Gefecht. Hätte mir klar sein müssen, aber dafür war es gestern wohl schon zu spät… :D

Mittlerweile liegen übrigens sowohl WP als auch PHP Memory Limit bei 256M. Wir haben einen VServer, also was soll der Geiz… ;)

Die ganze Aktion hat mich alles in allem einen ganzen Tag gekostet. Schade eigentlich. Aber ich hab wieder etwas dazu gelernt, hab meine Plugins ausgemistet und abgespeckt und „unendlich“ viel mehr Speicher zur Verfügung. Und das ist ja auch schon etwas…

Nachtrag: Das Thema tauchte natürlich auch schon in einigen anderen Blogs auf, in diesem oder einem anderen Zusammenhang. Einige Artikel sind schon etwas älter, aber ich fand sie teilweise erst jetzt, als bei mir das Problem aktuell wurde. Zum Weiterlesen empfehle ich daher diesen Beitrag von Tanja und diesen Artikel von Sascha, beide wurden im Sommer letzten Jahres geschrieben und es haben sich dort einige interessante Diskussionen draus ergeben.

Ob es nun letzten Endes tatsächlich an den 64 Bit-Systemen liegt oder einfach nur daran, daß WordPress immer „fetter“ wird, weiß ich nicht zu sagen. Der Fehler tritt nach wie vor bei vielen auf und die Heraufsetzung des Speicherlimits dürfte das Problem grundsätzlich beheben. Interessant wäre, ob und wann die Hoster darauf reagieren und von sich aus den Usern bzw. deren WP-Installationen endlich mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung stellen.

Nachtrag 2: siehe Kommentare

 

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41 Antworten auf „WordPress – der Speicherfresser auf 64 Bit-Systemen“

  1. Bin ich froh, dass ich nicht selbst hoste!!! Ich hatte ja mal eine kurze Zeitlang mit diesem Gedanken gespielt, aber die Einsicht (in meine Unfähigkeit) siegte, der heiligen Limette sei Dank! :alien:
    (Einen Limetten-Smiley gibt es hier noch nicht, oder?)

    1. Oh…äh..Limette…nee… schade… da muß ich wohl mal ran..

      Das mit dem Selbsthosten ist gar nicht so schwer. Eigentlich. Aber da wir diesen VServer haben – wir wollten die VOLLE KONTROLLE!!! – haben wir jetzt eben auch genau die. Man ist eben für vieles selbst verantwortlich. Normalerweise würde man es sich nicht so „schwer“ machen, also laß dich ja nicht entmutigen von meinen wilden Basteleien! :silly:

      So richtig haut übrigens auch noch nicht alles hin, hab grad gesehen, daß meine Plugins-Seite komplett leer bleibt. Blöd. Aber Plugins installieren, DAS geht noch! Komisch eigentlich…

      *grübelnd-ab*

  2. Das mit dem „nicht so schwer“ sagt Rüdiger ja auch immer, und ich zweifel natürlich Eure Worte nicht an, aber es ist auch eine Frage, wie derjenige sich damit auskennt. Was für Euch einfach ist, ist es für mich nicht unbedingt… Mit ganz viel Energie und Willen könnte ich mich vielleicht reinfuchsen, aber die Zeit fehlt mir dann wieder für andere Sachen.
    Dafür habe ich mittlerweile doch einige Beiträge im Feedreader von Selbsthostern gehabt, die mich abschrecken. Updates sind ja wohl auch quasi andauernd einzuspielen… ;-)
    So sehr ich teilweise ein Spielkind bin, aber das reizt mich dann doch irgendwie nicht. Ich will einfach, dass die Kiste läuft. Mit Problemen schlage ich mich in der Anstalt schon genug herum. :bernd:

    1. Hihi…überall Irre… :D

      Nee, ich verstehe das, ich hätte mir den VServer auch nicht ausgesucht, wenn ich nicht wüßte, daß mein Mann zur Not noch einspringen kann, um zu retten, was zu retten ist. ;)

      Für meine Montessori-Seite habe ich auch ein normales Webhosting-Paket, da brauche ich mich auch nur um meine Seite kümmern, alles andere läuft. Und ein Update bei WordPress ist quasi ein Spaziergang, weil man ja normalerweise nur einen Knopf drücken braucht.

      Grundsätzlich finde ich aber auch, daß ein WordPress.com-Blog völlig ausreicht, zumal man ja viele Dinge zusätzlich dazubuchen kann, wenn man das mag. Hast du ja auch so gemacht, wenn ich mich richtig erinnere… und das läuft doch prima… :weasel:

      1. Ja, ich habe das CSS-Paket, weil ich mein derzeitiges Theme zwar ziemlich gut finde, aber die Standardschriftart und -Größe überhaupt nicht mein Geschmack waren. Das anzupassen, dafür hat’s noch gereicht. :-)
        Das erinnert mich daran, dass ich mal gucken wollte, ob man mit CSS auch die Headergröße verändern kann… Der könnte noch etwas mehr Höhe vertragen, finde ich, dann hat man etwas mehr Spielraum bei der Motivauswahl.

      2. Richtig, das CSS-Paket, ich erinnere mich… Und ja, ein höherer Header ist immer gut, wenn man darin dann tolle Bilder unterbringen kann… Ich hab ja im Moment gar kein richtiges Headerbild, weil ich mich immer nicht entscheiden kann, daher zeige ich nur die Bilder aus der Galerie an, das nimmt mir die Entscheidung ab… ;)

  3. Ohje, ich hoffe, ich war mit meiner Aussage heute morgen nicht der Auslöser. Auch habe ich Angst davor, mir dieses Plugin zu installieren, wer weiß, was mir das sagt… auf wie viel Plugins hast du denn jetzt reduziert? Das Flickr-Plugin habe ich auch schon vor Monaten rausgeschmissen, weil ich dieses unter Verdacht gestellt hatte, ebenso diverse Statistik Plugins… VG Jana

    1. Nee…. also jein… ich war sowieso dabei, auszumisten und diese wikio-Buttons zu installieren, um im Gegenzug einige andere Sachen rauswerfen zu können. Und dann passiert mir dieser Kram… ich bin zu nix anderem mehr gekommen! Ärgerlich! Und grad hab ich gemerkt, daß die oben beschriebene mo.php auch nicht richtig funktioniert, die hat nämlich die Plugin-Seite außer Gefecht gesetzt und wilde Fehler bei der Beitragsveröffentlichung verursacht… menno… man wird wirklich nie fertig… ;)

      Statistik-Plugins…ja, ich könnte die eigentlich auch rauswerfen, da hast du Recht. Zwei Stück laufen noch, das eine ist recht nutzlos und das andere sehr ungenau… *grübel* Aber heute nicht mehr! *lach*

      :frog2:

  4. Ich wollte eigentlich gar nicht von Blogger zu WordPress wechseln. Klar, man kann viel mehr selbst gestalten, aber extra noch in die Tiefen von PHP einsteigen … ?!
    Ich bin dann doch umgestiegen, und es scheint bis auf ein paar Kleinigkeiten auch ganz gut zu laufen. Aber ich bin neugierig … „Wie macht Mandy das nur mit ihrem tollen Theme??“ … und würde ja gern auch mal basteln.
    Nun, wenn ich Deinen Artikel heute lese, dann werde ich wohl vorerst die Finger davon lassen. Ich habe / hätte nicht die Muße dafür, mich tiefer ins PHP reinzudenken.
    Aber ich bin gut begeistert darüber, wie Du solche Probleme klärst. Hut ab!!

    1. Naja… ich gebe es nur ungern zu, aber solche Basteleien machen mir, auch wenn ich immer fluche wie ein Bierkutscher, einfach auch Spaß. Dazu kommt, daß ich natürlich die Zeit habe, wer sonst als eine olle Hausfrau könnte sich den ganzen Tag mit einer zermöhrten WordPress-Installation vergnügen… ;) Nee, im Ernst, das kostet wirklich jede Menge Zeit und Nerven, und wenn dann wieder alles läuft, ist es (fast) vergessen.

      Das PHP… davor braucht man keine Angst haben. Allerdings bin ich da auch keineswegs fit, dafür bin ich schon zu lange raus. So ein wenig Programmieren hab ich ja mal gelernt, doch das ist schon wieder einige Jahre her. Aber ein bisschen durch den Code stolpern und hier und da was flicken oder eintragen oder quick & dirty per copy & paste ein paar Dateien ändern, das geht schon noch. Ich nehme mir manchmal vor, da wieder etwas mehr einzusteigen, aber dafür fehlt mir dann doch die Zeit… :D

  5. Mein Server ist ein 64bit Debian (Athlon), mein WP zieht max. bis auf 22MB, mehr nicht. Ich nutze ein englisches WP mit insgesamt 31 PlugIns, allerdings nichts großes (http://img217.imageshack.us/img217/6503/pluginlist.gif).

    Ich habe WP nicht mehr als 48MB (2GB RAM im Server) freigegeben, weil ich nicht möchte, dass ein fehlerhaftes PHP-Skript oder ein User-Run mir den Server lahm legen. Das OS, der Apache und MySQL brauchen den Speicher. Stellt Dir vor Du hast 10 User gleichzeitig auf dem Server, jeder User bekommt den Speicher zugeteilt solange der Besuch andauert, das sind dann schon 700 MB, da bleibt nicht mehr viel für das OS, den Apachen und die Datenbank, wenn ich einen üblichen Speicher von 1GB mutmaße. Wie viel Speicher hat Deine Büchse insgesamt?

    1. @ruediger
      Die Antwort, warum dein WordPress da vergleichsweise genügsam ist, gibst du zum Teil schon selbst. Es macht halt leider eine Menge aus, ob man ein englisches WordPress nutzt, oder noch zusätzlich die Sprachdateien geladen werden (müssen). Ich habe schon öfter davon gehört, dass das durchaus einiges ausmachen kann, aber dass der Unterschied SO eklatant ist, wie du es hier schreibst, ist schon ein starkes Stück, bei dem man mit den Ohren schlackern kann :D

      1. Ich finde es auch erstaunlich, daß das Problem mit den deutschen Sprachdatein schon so lange bekannt, aber scheinbar nicht in den Griff zu bekommen ist. Ein Versuch war ja diese gepatchte mo.php… ich weiß gar nicht, ob es da noch eine aktuellere Version von gibt…

        Na, wie auch immer, jetzt hab ich ja erstmal genug Speicher… :frog2:
        Magrat schrieb letztens..Silvester-Feuerwerk in NordhausenMy Profile

  6. Ach noch etwas. Sollte es wieder einmal passieren, einfach per FTP den PlugIn-Ornder /wp-content/plugin/ umbenennen, dann wird der Speicher freigegeben und Du kannst wieder ins Backend.

    1. Das WP zieht auch mit nur einer handvoll Plugins schon über 60MB, ich vermute, es liegt an der doch recht großen Bildermenge. Die für WordPress (wenn auch nicht offiziell) empfohlenen 256MB gelten ja in erster Linie für Fotos bzw. den Admin-Bereich, wenn ich das richtig verstanden habe, so daß, wer keine Unmengen an Bildern bzw. nur Bilder in normaler Auflösung hat, locker mit weniger auskommen dürfte, zumal ja viele Hoster vermutlich noch immer recht niedrige memory limits ansetzen.

      Unser VServer hat 4GB RAM, da ist also noch ein wenig Platz, zumal ja der Speicher – soweit ich weiß – nur solange in Beschlag genommen wird, wie die Anfrage an den Server dauert, also während des Seitenaufrufs selbst, nicht aber während des gesamten Aufenthaltes. Hmm… ganz genau weiß ich das aber nicht, da ich mich bisher nicht damit beschäftigen mußte… ;)

      Das Umbenennen des Plugin-Ordners brachte übrigens nix, das hatte ich nämlich gemacht. Was wohl auch dafür spricht, daß die Fotos das hüpfende Komma waren, jedenfalls denke ich mir das mal so… :)

      Ach ja, auch das Theme selbst dürfte ein ziemlicher Speicherverbraucher sein, schätze ich, denn es ist ein ziemlich dicker Brocken, wenn ich jetzt so drüber nachdenke…
      Naja, ob es also tatsächlich an den 64 Bit liegt, sei dahin gestellt, sicher spielen hier mehrere Faktoren zusammen… *grübel*

      :weasel:

      1. Bei 4GB musst Du tatsächlich nicht knausern, sehe ich auch so. Der Speicher bleibt für die Dauer des Request belegt und wollte dann sofort wieder freigegeben werden, so kenne ich es auch. Und doch sollte man etwas aufpassen, was die Zuteilung des Speichers angeht. Solange Du keine Performanceprobleme bekommst, kann man das vermutlich auch vernachlässigen.

      2. Mit dem WP memory limit bin ich erstmal wieder auf 128MB runter, mal schauen, wenn es jetzt so läuft, wie es soll, werde ich (hoffentlich) so lassen können.

        Liebe Grüße… teddy3:

  7. Mit den 256M fährst Du auf jeden Fall gut und sicher und Du hattest auch noch „Glück“, dass Du die Fehlermeldungen zu Gesicht bekommen hast. Mir flog mein Blog im Mai letzten Jahres um die Ohren und die Fehlersuche dauerte ein paar Wochen (konnte ich auch nicht mehr selbst), denn mein Fehler war schlicht und ergreifend, dass mein Blog keinen einzigen Ping, Pingback und Trackback mehr versendete. 64M waren für die wp-cron.php einfach viel zu wenig und dort gibt es keine Fehlermeldungen, zumindest keine, die wir zu Gesicht bekommen.
    Ganz ehrlich hat mich das damals alles so gefrustet, dass ich seitdem auch keine Updates mehr gefahren hab, in der Angst, nochmehr Speicher zu verbrauchen und abgesehen davon war nix dabei im neuen System, worauf ich nicht verzichten konnte. Und zudem der Bammel als PerformanceKiller bei meinem Hoster rauszufliegen…
    Mein Hoster gibt mittlerweile zwar immer noch Pakete mit 64M Standard raus, empfiehlt aber gleichzeitig allen WordPress Bloggern dies manuell via htaccess auf 254M zu setzen. Ich hab mich damals auch an die gewandt mit dem Artikel, den Du verlinkt hattest (Danke übrigens) und daraufhin haben sie einen WordPress Testgruppe gestartet. Fand ich super diese Reaktion und deren Tests scheinen ja bestätigt zu haben, dass WordPress mit weniger als 254M durchaus zu Problemen neigen kann (kommt ja auch immer auf die jeweiligen Inhalte der Blogs an, also Anzahl der Artikel, Kommentare, Verlinkungen usw.). Und das was wir vorne zu Gesicht bekommen und leider nicht wirklich gleichzusetzen mit dem, was sich „hinten“ abspielt.
    Crazy Girl schrieb letztens..Mein Jahr 2010 mit der VG WortMy Profile

    1. Ich fand es jedenfalls beachtlich, was sich meine WP-Installation mit allem Drum und Dran so zieht… und war nicht zum ersten Mal froh darüber, daß wir unseren VServer haben mit ganz ordentlichen Ressourcen und (fast) freier Hand, was solche Dinge angeht. Man hat zwar manchmal auch ein wenig Herzklopfen, wenn man mit Admin-Rechten an diversen Konfigurationen „herumspielt“, aber bisher lief alles glatt.

      Die Reaktion deines Hosters, eine WordPress-Testgruppe zu starten, finde ich gut, es gibt sicher auch genug, die eher der Meinung sind „Friß oder stirb“, zumindest wenn es „nur“ um die „kleinen Blogs“ geht…

      Das Problem mit den Track- und Pingbacks fand ich übrigens sehr interessant, die wären das letzte gewesen, wo ich Probleme erwartet hätte, allerdings wohl eher deshalb, weil ich mich damit bisher nicht damit befaßt hatte. Schaut man näher hin und sieht, was sich dabei im Hintergrund abspielt, wird es natürlich klarer. Früher hab ich es so hingenommen, wenn ein Trackback nicht ankam, aber seit der Speicherlimiterhöhung klappt nun auch das ganz wunderbar… *freu*

      :frog2:

      1. Bei mir waren es ja nur die Pings, Pingbacks und Trackbacks und seitdem ich nur die wp-cron.php mit mehr Speicher versorge, läuft es diesbezüglich richtig rund ;-) TCP Memory Usage gibt mir im Admin eine Auslastung von 55% an, damit kann ich leben. Wenn es dort mehr würde, dann würde ich auch generell das Memory Limit erhöhen, aber so tut es erst mal nicht Not.
        Ich denke mal, dass es mittlerweile generell schon eine bachtliche Anzahl von WordPress Installationen gibt (nicht nur als Blog, sondern auch als reines CMS), so dass ein Hoster, der hier nicht mitzieht, u.U. viele Kunden verlieren könnte ;-)
        Mit einem Server habe ich auch schon spekuliert. Da ich aber mehrere Domains mit WordPress habe, kommt ein V-Server nicht in Betracht. Und ein Root-Server ist in Anbetracht dessen, dass ich mich gar nicht auskenne mit Server-Geschichten auch keine Lösung und Manged Server… die kosten… da fahre ich mit mehreren Webpaketen wesentlich günstiger.
        Crazy Girl schrieb letztens..Mein Jahr 2010 mit der VG WortMy Profile

    1. Hallo Dieter, willkommen hier… :)

      Naja, es war gut, daß ich auch an die php.ini rankam, denn die wp-config.php allein hätte sicher nicht allzu viel gebracht. Wenn das webserver-seitig nicht konfigurierbar ist, kann ich in meine wp-config hineinschreiben, was ich will, solange es über das memory limit des Webservers hinausgeht, wird es nix nützen.

      Auf jeden Fall aber hab ich wieder eine Menge dazugelernt… damit war die ganze Sache nicht umsonst! :))

      1. Hallo Magrat,

        mit einem V-Server hast Du natürlich mehr Möglichkeiten als ich mit einem einfachen Webspace und php.ini begrenzt die mit der .htaccess einsetzbaren Regeln.

        Von Servern habe ich kaum Ahnung und schon allein deswegen lasse ich die Finger lieber davon. Aber selbst Webspace ist nicht gleich Webspace. Während ich bei Alfahosting.de über die wp-config.php das PHP-Speicherlimit erhöhen konnte, war dies bei one.com nicht möglich. Allerdings trat bei one.com bisher auch nicht das 64 Bit Speicherbedarfsproblem auf.

        Und ja, bei solchen Problemen und deren Lösung lerne ich auch immer dazu. Nervig ist halt der damit verbundene Zeitaufwand.
        Dieter schrieb letztens..Spamabwehr mit Antispam BeeMy Profile

      2. Naja, ich hab da jetzt auch nicht so den Durchblick, was die ganze Server-Geschichte angeht, mir wäre es auch lieber, es würde alles reibungslos laufen und ich könnte mich auf meine Fotos und Artikel konzentrieren. Denn wie du schon schreibst, der Zeitaufwand ist teilweise wirklich beachtlich… da geht locker mal ein Tag für drauf.. *grummel*

        Bei Alfahosting habe ich eine andere Webseite, dort allerdings kein WP, sondern eine Joomla-Installation. Die ganze Geschichte hat mich echt neugierig gemacht, ich werde direkt mal schauen, ob ich rauskriege, wie dort der Speicherverbrauch so ist, denn die Seite ist mittlerweile auch recht umfangreich geworden (jedenfalls für eine Kindergarten-Grundschul-Seite… ;) ) und werde auch mal sehen, inwieweit ich dort das Speicherlimit beeinflussen kann, ein wenig mehr kann ja nicht schaden…

        :)

      3. Oha, von Joomla habe ich nur gehört, dass das standardmäßig noch Tabellenlayout produziert (mich schüttelt es). Allerdings soll es auch Templates ohne Tabellenlayout geben.

        Darf man denn erfahren, welche URL die Kindergarten-Grundschule-Seite hat (ganz lieb frag)?
        Dieter schrieb letztens..Spamabwehr mit Antispam BeeMy Profile

      4. Joomla ist so ein Fall für sich. Ich würde es heute nicht mehr nehmen für eine solche Seite, weil es mir viel zu umständlich ist, kein Vergleich zu WordPress. Aber die komplette Seite in ein WP zu transferieren, dafür fehlen mir einfach Zeit und Nerven, daher beiße ich in den sauren Apfel und belasse es so.
        Damals schien mir Joomla eine gute Idee zu sein, jedenfalls um Welten besser als die ursprüngliche Seite, die ich übernommen habe, denn die war noch aus feinstem, handgeschmiedeten HTML und jede Seite wurde einzeln im Dreamweaver bearbeitet… (Aaargh! Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.. )

        http://www.montessori-nordhausen.de/
        Magrat schrieb letztens..Kampfkater William- Damals und heuteMy Profile

      5. Mein Beileid ist Dir gewiss. Ich habe gerade vor einem Monat meine private Website unter http://www.dieter-welzel.de mit über 70 Seiten und Dreamweaver erstellt und gepflegt in meine WordPress-Installation des Blogs integriert. War sehr (!) zeitaufwändig! Aber nun habe ich eine Website mit Blog aus einem Guss (sowohl hinsichtlich des Layouts als auch der Administration). :-))

        Tja, das eingesetzte Joomla-Template verwendet auch Tabellenlayout. :pain:

        Ich habe früher mal noch Typolight probiert, aber kam damit nicht zurecht. :cry:

        Inzwischen, d.h. seit der Version 3.0, ist jedoch WordPress auch sehr gut als klassisches CMS einsetzbar. :yes:
        Dieter schrieb letztens..Spamabwehr mit Antispam BeeMy Profile

      6. Ach ja… ich hab auch mal Typo3 getestet, das ist ja nochmal ganz etwas anderes… dafür hatte ich dann aber auch nicht die Nerven… ;) Na, vielleicht schau ich es mir spaßenshalber noch einmal genauer an irgendwann, wer weiß… ;)

        Ein geeignetes Template für Joomla zu finden, ist gar nicht so leicht. Zumal die Leute vom Förderverein, für den ich das ehrenamtlich mache, immer gleich Panik bekommen und sich nicht mehr zurecht finden, sobald man mal etwas ändert, und sei es nur ein andersfarbiges(!) Template… :D

        Naja, im Moment läuft die Seite recht stabil, kann mich nicht beklagen… und du weißt ja „Never touch a running system“, daher halte ich mich mit Änderungen erstmal zurück. (Obwohl ich zugeben muß, daß ich eben bereits nach CSS-Templates etc. gegoogelt habe… *hust* )

        Mit deiner Seite hattest du ja dann auch gut zu tun, kann mir vorstellen, wieviel Arbeit das gemacht hat, aber hat sich ja gelohnt, sieht gut aus!

        :)

      7. Puh, an TYPO3 traue ich mich schon überhaupt nicht ran. Da soll es sehr lange dauern bis man sich zurecht findet und ein Erfolgserlebnis hat.

        Das mit dem Gewohnheitsmenschen und „Never change a running system“ kenne ich auch zu genüge. Habe meiner Freundin ihren neuen PC mit Windows 7 so eingerichtet, dass es wie ihr gewohntes Windows XP aussieht und bedienen lässt. 8-)
        Und beim Versuch Plugins und Themes am Blog auszuprobieren hatte ich es mir früher auch schon mal „zerschossen“. Inzwischen habe ich für so etwas eine Testinstallation auf dem gleichen Webspace eingerichtet und probiere es erst dort aus. :yes:

        Freut mich, dass Dir meine private Website vom Aussehen her gefällt. Alle ein paar Jahre muss ich das Layout/Theme überarbeiten, dann macht auch das Bloggen wieder mehr Spaß. :-))
        Dieter schrieb letztens..Spamabwehr mit Antispam BeeMy Profile

      8. Hihi… Windows 7 kommt bei mir auch im alten „Design“ daher, ganz klassisch eben, das ist immer das erste, was ich einstelle… :))

        TYPO3 ist der Hammer, aber es ist ja auch interessant zu sehen, welche Alternativen es noch gibt und wie es so funktioniert, zumindest ansatzweise. Auch für solche experimentellen Sachen haben wir uns für einen V-Server entschieden, mit genug Ressourcen, um mehrere solcher Sachen testhalber parallel laufen zu lassen.

        Über das Thema „Plugins“ könnte ich mittlerweile ein (dünnes) Buch schreiben, inklusive Zusatzkapitel über „10 Wege, zuverlässig den Blog zu zerschießen“… Dabei habe ich auch einen Testblog, eigentlich, aber meistens vergesse ich im Eifer des Gefechts, diesen auch zu benutzen…

        :D
        Magrat schrieb letztens..Kampfkater William- Damals und heuteMy Profile

  8. Nachtrag 2:
    Ich habe den Speicherverbrauch auf meinem Testblog kontrolliert: Derselbe Server, dasselbe Theme, dieselbe WP-Version. Ergebnis: Mein Suffusion-Theme zieht allein bereits schon ca. 7 MB. Der Speicherverbrauch insgesamt lag – mit einer Test-Seite, einem Test-Artikel und einer handvoll Bilder sowie 3 Plugins bei etwa 47 MB, mit aktiviertem Minimal-Theme bei 40 MB.
    :enti:
    Magrat schrieb letztens..Gravatar… Deine Visitenkarte in der Bloggerwelt dank HovercardMy Profile

  9. Hi,

    interessanter Artikel, habe als erstes mal überprüft, wieviel mein Blog eigentlich verbraucht. War aber nicht so schlimm, auch wenn ich in der wp-config.php auch erst mal das Limit ein wenig erhöht habe.

    Grüße
    Wolfgang Wagner

      1. Momentan knapp über 32 MB, wobei das Memory Limit vorher wohl bei 32 MB lag. Hab’s in der wp-config jetzt mal auf 64MB hochgesetzt.
        Ist glaube ich ein humaner Wert, obwohl ich doch einige Plugins am laufen habe.

      2. Als ich den Artikel schrieb, waren es auch etwas über 30 aktive Plugins, momentan habe ich sogar 48(!) Plugins aktiviert, einige davon allerdings nur vorübergehend, weil ich noch etwas testen will.. allerdings haben diese zusätzlichen Plugins „nur“ für etwa 3 zusätzliche MB gesorgt. Mein Theme allein macht sich schon mit 7-8 MB im Speicher breit… naja, da kommt so nach und nach einiges zusammen…

        :(

  10. Ich habe in der wp-config.php Die Zeile define (‚WPLANG‘, ‚de_DE‘ ); mit der Zeile define (‚WPLANG‘, “ ); ersetzt. Erst danach kam keine Fehlermeldung mehr. Mein Anbieter hat mir 64MB Speicher zugewiesen auf einem 64Bit System. Ich werde jetzt auch um 128/264 bitten.
    Ist das mit dieser MO Datei noch aktuell in der aktuellen WP Version WordPress 3.1.1.

    1. Hallo und herzlich willkommen…

      Ich denke, das mit der .mo-Datei sollte man besser lassen in den aktuellen Versionen, habe auch nix Aktuelles mehr zu diesem Thema gefunden…
      Bin gespannt, ob in der WP 3.2. Version das Sprachdatei-Thema endgültig vom Tisch ist… schließlich ist das Problem ja schon lange bekannt. Und natürlich wünsche ich dir viel Glück mit deinem Provider, vielleicht zeigt er sich ja großzügig, mit 64 MB käme ich bei weitem nicht mehr hin, mein durchschnittlicher Speicherbedarf liegt mittlerweile bei ca. 85 MB… aber da ja nach oben nun genug Platz ist, gibt es keine Probleme damit.

      :eule:

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