Wir müssen mal raus…

… raus an die frische Luft, ein bisschen bewegen, draußen, in der Natur!


So klingt es regelmäßig am Wochenende. Raus, klar, aber wohin? Während der Jüngste „in den Park, wo die kleinen Schäfchen sind und die Ziegen und der neue Esel!“ möchte, unken und maulen die anderen beiden Rüben nur. Der Mittlere will „in den anderen Park, wo das große, alte Haus steht, was so kaputt ist und wo wir den Geheimgang suchen müssen!“, aber da waren wir die letzten paar Male schon und da war der Geheimgang auch schon nicht auffindbar. Vermutlich weil er geheim ist. Und die Große will nur eins, nämlich ins Schwimmbad. Aber zu fünft mal eben ins Schwimmbad, das kostet nicht nur Geld, sondern vorallem auch Nerven und Zeit.

Weil uns letzten Samstag partout nix einfallen wollte, schnappte ich mir so eine Informationsbroschüre für den Landkreis, die man einmal im Jahr kostenlos erhält und in die eigentlich nie jemand reinschaut. Blätterte ein wenig drin herum, sah ein schönes Bild von einem See, fand heraus, daß das gar nicht so weit weg ist und haste-nicht-gesehn… waren wir da.

Und ich war total begeistert. „Oh… kuckt mal! Die Bäume! Die Farben! Und wie sich das spiegelt!“ Die Rüben so: „Ja. Ganz toll.“

Zwei Stunden brauchten wir, um uns zwei der sechs Erdfallseen anzuschauen,  die entlang des Karstwanderwegs in der Südharzer Gipskarstlandschaft liegen, nämlich den – wie ich nun weiß – „Röstesee“ und den „Mönchsee“, wobei wir letzteren nur von oben betrachtet haben, da es verdammt steil nach unten ging, dieser fast kreisrunde See liegt nämlich in einem trichterförmigen Krater. Oder war es ein kraterförmiger Trichter? Wie auch immer. Den Röstesee hingegen – links auf der Karte – konnten wir komplett umrunden.

Es ist jedenfalls erstaunlich, wie wenig man seine nähere Umgebung kennt. Und das, wo wir vergleichsweise oft und gern hier in der Nähe wandern, spazieren, herumlaufen. Die anderen Seen werden wir uns in Kürze auch noch vorknöpfen, soviel ist sicher. Denn auch, wenn sie es nicht gerne zugeben… den Rüben hat es dort doch gefallen. Und die Landschaft ist einmalig.

Erdfallseen haben übrigens eine interessante Entstehungsgeschichte, nachzulesen bei  www.harzlife.de .

Wieder etwas dazu gelernt. Ist ja hier immer noch ein Bildungsblog… ;)

Obendrein bot sich mir so eine hervorragende Gelegenheit, einige Herbstbilder mit meinem immer noch nagelneuen Objektiv zu machen (Canon 28mm f2.8), die Bildqualität hier in der NextGEN-Galerie läßt irgendwie zu wünschen übrig, leider habe ich noch nicht herausgefunden, woran das liegen könnte: