[Magrat am Meer] – Tag 9 –

Ach ja… der Urlaub… am neunten Tag ging es ins Nationalpark-Zentrum Jasmund am Königsstuhl. Es war bereits unser dritter Besuch dort und schon letztes Jahr hatte ich hier davon berichtet.

Diesmal hatte ich mir ganz fest vorgenommen, den Multimedia-Rundgang nicht mitzumachen. Aber… mein schlechtes Gewissen gab mir einen derben Schubs und ich landete inmitten der Besuchergruppe. Danke, olles Gewissen! Okay, es wäre nicht fair gewesen, meinen lieben Mann mit den drei Rüben alleine den Rundgang machen zu lassen… oder doch? Immerhin bemerkte ich bereits, als sich die schwere Tür hinter uns schloß, wie mir himmelangst wurde. Mist…Mist…Mist… dachte ich. Warum biste nicht draußen geblieben? Es ging los, die Kopfhörer, über die man allerlei Wissenswertes über die Natur und die Besonderheiten des Nationalparks hört, hatte ich diesmal gar nicht erst aufgesetzt.

Zuviele Informationen. Wie schon letztes Jahr. Eine kurze Fahrt mit einem „Zeitreise“-Fahrstuhl, das schummrige Licht, die Leute hinter, vor und um einen drumherum, die Info-Punkte, die Exponate, die Info-Tafeln… und dann noch Kopfhörer auf dem Kopf? Und nebenbei hört man noch leise die Geräusche und Geschichten der anderen Leute… nee, ich war wieder einmal kurz vorm Durchdrehen. Nur weiter weiter weiter, schnell da durch, gut, daß ich meine Kamera mit hatte, so konnte ich mich damit ablenken, ein paar Bilder zu machen. Aber gleichzeitig den Fakten aus den Kopfhörern, die, nebenbei bemerkt, wer-weiß-wieviele Leute vor mir schon auf Kopf und Ohren (!) hatten, lauschen und Dinge betrachten und vielleicht noch Interessantes darüber lesen – Fehlanzeige.

Wieder einmal hatte sich meine buchstäbliche Multitaskunfähigkeit bemerkbar gemacht. Nun gut. So ist es eben. Aber beim nächsten Mal… da gehe ich nicht hinein. Da bleibe ich wirklich draußen.

Alles in allem aber war es wieder schön. Der riesige Abenteuerspielplatz beschäftigte die Rüben eine ganze Weile, Zeit, in der wir uns – im Schatten und abseits von den anderen Leuten – ein wenig ausruhen konnten. Ausruhen von den 3 km Wanderweg, die mit drei Kindern zu gefühlten 30 km werden und die den kleinen, leichten Fotorucksack mit jedem Meter schwerer lassen werden. Immerhin – ich hatte diesmal meine beiden Spiegelreflexkameras und die Kompakte mit, um möglichst für alles gerüstet zu sein. Ein Superweitwinkel hätte ich mir noch gewünscht, aber man kann nicht alles haben… vielleicht klappt es ja nächstes Jahr.

Einige der Bilder, die an diesem Tag entstanden, habe ich schon gezeigt, andere noch nicht:

Dieses Bild entstand am Herthasee, er liegt inmitten des Nationalparks, umgeben von Buchenwäldern. In der Galerie findet ihr noch mehr Fotos.

Viele Bilder machte ich diesmal mit der Canon Powershot SX200 IS, einfach, weil sie das weitwinkligere Format lieferte und obendrein auch Supermakros möglich waren. Denn hätte ich auch noch all meine Objektive mitgeschleppt, wäre ich vor lauter Erschöpfung unterwegs zusammengebrochen. Es war also ein Kompromiß nötig. Bilder machen, die qualitativ nicht ganz so überzeugend sind, oder … eben Bilder, bei denen man immer denkt, ach hättste doch. Was auch immer. Jedenfalls knipste ich einen Film voll, die Bilder habe ich in mein LOMO-Home verfrachtet, und einige der anderen Bilder dieses Tages seht ihr hier unten:

Und wer nicht genug bekommen kann von Ostsee-Bildern, der wird hier fündig:

Unter [Magrat am Meer] findet ihr natürlich auch all die anderen „Reiseberichte“. Viel Spaß dabei! :)

4 Antworten auf „[Magrat am Meer] – Tag 9 –“

  1. Ach sind die wieder mal schön! Ich liebe die Meerbilder der tollen Farben wegen. Ach und alle anderen auch. Hachz.

    Blutegel in Entengrütze? Irgendwie klingt das fast nach Speisekarte. *kicher* :enti:
    Katja schrieb letztens..281010My Profile

    1. Ist ja erst ein gutes Jahr her, daß du hier kommentiert hast, liebe Katja, ich hatte also Zeit genug, mir eine Antwort zu überlegen… *hust* Nee, Quatsch, irgendwie habe ich das damals verpaßt… übersehen… vergessen… keine Ahnung, jedenfalls bin ich heute erst wieder drauf gestoßen, nachdem ich hier einen lieben Kommentar vom Nationalpark-Zentrum Königsstuhl bekommen habe…. Hab also nochmals vielen Dank…. ich wünschte, wir hätten auch dieses Jahr wieder so tolle Meer-Bilder machen können… oder wenigstens das Meer sehen…. aber nö.. das Urlaubssparschwein war leer… naja, was solls… aber nächstes Jahr…

      Und ja… Blutegel in Entengrütze…. oder sagt man dann „an“ Entengrütze…? Klingt noch vornehmer…  ;)

  2. Hallo Frau Tabatt,

    sehr schöne Fotos und Berichte auf Ihrer Seite, und wir freuen uns, dass es Ihnen trotz der „Reiz- und Sinnesüberflutung“ auch zum 3. Mal bei uns gefallen hat. (Die Kopfhörer werden übrigens nach jedem Rundgang gereinigt.) Wir freuen uns jedenfalls auf weitere Besuche und solche schönen Fotos von Ihnen.

    Übrigens haben wir gerade einen „Fotowettbewerb“ ausgeschrieben auf unserer Facebookseite http://www.facebook.com/koenigsstuhl

    Liebe Grüße vom Königsstuhl

    Susann Flade
    Marketing/ Presse
    presse@koenigsstuhl.com

    Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL

     

    1. Hallo Frau Flade,

      ich freue mich sehr, daß Sie hierher gefunden haben. Vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir sind wirklich sehr gerne im Nationalpark-Zentrum, ein Besuch dort gehört für uns und unsere Kinder einfach zu unserem (fast) alljährlichen Rügen-Urlaub dazu, auch wenn ich persönlich immer ein wenig mit besagter Reiz-Überflutung zu kämpfen habe. (Im Übrigen beruhigt mich das Wissen um die nach jedem Gebrauch durchgeführte Reinigung der Kopfhörer tatsächlich… ich bin ein wenig verschroben, ich weiß… ;) )

      Danke auch für den Hinweis auf die Facebook-Seite und den Fotowettbewerb, meine Bilder sind zwar leider nicht von diesem Jahr, aber ich denke, ich werde dennoch teilnehmen…

      Viele Grüße aus Nordhausen…

      Mandy Tabatt

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