[Magrat am Meer] – Tag 6 –

Und weiter gehts … schon Tag 6, die Hälfte des Urlaubs ist quasi herum und es ist noch immer – man ahnt es – sehr, sehr heiß. Es ist nahezu grotesk heiß. „Grotesk“ ist momentan mein Lieblingswort, daher muß es hier mit erscheinen.

Der sechste Tag beginnt damit, daß wir wieder viel zu spät aufstehen und es daher auch diesmal nicht geschafft haben, pünktlich zum Sonnenaufgang mit Kamera am Strand zu sein. Leider schade, denn es wird uns bis zum Ende des Urlaubs nicht gelingen und daher auf nächstes Jahr verschoben.

Es gibt wieder lecker Frühstück auf der Terrasse, ich erspare euch aber ein Bild, auf dem ich gerade meinen Kaffee schlürfe oder alles verbrotkrümele. Stattdessen lieber dies:

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Dann ging es ab in den Dino-Park. Den kannten wir ja schon vom letzten Jahr. Es war wieder ziemlich voll – für meine Verhältnisse. Behängt mit unzähligen Kameras und immer auf der Flucht vor gigantischen Echsen – das ist nicht jedermanns Sache.

Ich nutzte die Gelegenheit gleich für meinen Redscale-Film, denn diese Urzeit-Szenerie mußte sich großartig für dessen verrückte Rottöne eignen. Das Album befindet sich auf Flickr, man kann es aber auch dank meines neuen Plugins direkt hier im Blog anschauen. Leider tauchen immer noch zwei Fehlermeldungen beim Aufrufen auf und es dauert ein Weilchen, bis die Seite „da“ ist, die Galerie selbst funktioniert dann aber prima. Ich habe schon Kontakt mit dem Plugin-Bastler aufgenommen, mal schauen, ob er weiß, wie man den Fehler beheben kann. Sollte es bei euch wider erwarten nicht funktionieren, gebt ihr mir Bescheid, ja?

Das Redscale-Album gibt es auch auf Facebook zu sehen!

Nachdem wir noch ein Fossilien-Ausgrabungsset erstanden hatten, gab es für jeden ein Eis. Gut, wenn man bei – sagen wir mal – 40°C im Schatten und klebrigen Kinderhänden eine Packung Feuchttücher dabei hat: „Tuch…Tuch…ein Tuuuch!!!“

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Und abends? Ging es an den Strand… mit meiner wasserdichten Canon Ixus X-1 APS. Hier sieht man ganz genau, wie ich mich mit dieser Kamera unerschrocken in wahre freak waves stürze:

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Die Anschaffung der kleinen Wasserdichten hat sich gelohnt, finde ich. Am Strand knipsen, ohne sich Sorgen machen zu müssen um Sand und Salzwasser und klebriges Eis, welches jede andere Kamera grotesk (!) ruinieren würde.

Die ersten Strand- und Wasserbilder sind gescannt und in der Galerie zu finden. Die anderen Bilder vom „Tag 6“ gibt es hier zu sehen und ein paar Infos über die APS-Kamera und das Scannen der APS-Negative gibt es hier. Alle [Magrat am Meer]-Artikel findet ihr wieder hier.

7 Antworten auf „[Magrat am Meer] – Tag 6 –“

    1. Gefühlte Wochen später… hab momentan eine überaus groteske Kommentierblockade… ganz allgemein, hoffentlich ist das heilbar… :-((

      Ich mag diese verrückten roten Bilder sehr, alles sieht damit so schön unwirklich aus, und die Dinos paßten da einfach prima rein… Vor- und Nachteil dieser Filme ist, daß man nie genau die farbliche Wirkung vorher abschätzen kann, je nachdem, wie draußen das Licht ist und was ich an meiner Kamera mal wieder ein- und verstellt habe, kommen da Bilder raus, denen man nicht ansieht, daß sie mit ein- und demselben Film gemacht wurden. Bleibt halt immer grotesk spannend… :D

      1. Ich vermute, das heilt einfach durch Aussitzen. :) Gelegentlich hat man da einfach keinen Nerv drauf, lass dich davon bloß nicht stressen. teddy2:

        Was mich ja zu den roten (grotesken :rabbit_laugh: ) Bildern noch interessieren würde: Wenn du mit ’ner Kamera mit so ’nem Film unterwegs bist, knipst du dann bestimmte Motive nur ‚in rot‘ oder machst du vom gleichen Motiv auch noch ein ’normales‘ Bild?

        Ich frage das, weil ich, glaube ich, zweiteres machen müsste, weil ich sonst Angst hätte, dass eine schöne Erinnerung durch das unwirklich wirkende Bild sich selber ganz unwirklich anfühlen könnte, so als hätte ich das gar nicht erlebt, sondern eben nur durch Buntglas wahrgenommen.

        Hmm, ich weiss gar nicht, ob man das versteht, was ich damit sagen will. :bernd:
        Katja schrieb letztens..en apuntes 8My Profile

      2. Verstehe vollkommen, was du meinst. :frog2:

        Geht mir nämlich tatsächlich so, deswegen (unter anderem) bin ich ja oft mit mehreren Kameras unterwegs. Oder es ist ein Ort, an dem ich schon (oft) war und bereits Hunderte Bilder geknipst hab, dann gehe ich auch gezielt los und weiß bereits vorher, welche Kamera, welches Objektiv oder eben auch welcher Film.

        Die Dinos beispielsweise haben wir ja letztes Jahr schon besucht und eifrig geknipst, die hätte ich dieses Mal „weggelassen“, ändert sich ja nicht viel. Der rote Film aber schien dafür prima geeignet, und aus dem richtigen Winkel geknipst werden dann wieder recht spannende Sachen draus…

        :enti:

        *Waldmaus* ;)
        Magrat schrieb letztens..P-P-P-Plastik!!!My Profile

      3. Ja, da sagste natürlich was. Dann macht’s das ja auch sogar vielfältiger. Die ‚direkte‘ Erinnerung einmal gebannt und dann kommt noch diese ‚fremde‘ rote Welt dazu. Hmm.

        Für mich ist Fotografieren immer der Versuch, das was ich sehe, möglichst exakt auf Film (möööp, das klang viel schöner als in Pixel) zu bannen, zu konservieren.
        Ich glaube, deswegen staune ich oft am meisten über deine Bilder, die irgendetwas ‚verfremdet‘ darstellen. Die ganzen technischen Bezeichnungen habe ich mir nicht gemerkt, aber ich meine zB auch jene, die so nach 60er Jahren aussehen.

        Hmm, vielleicht tue ich mir auch deswegen gelegentlich so schwer mit s/w Bildern. Viele davon finde ich einerseits wunderschön, andererseits aber eben auch so unwirklich.

        Da muss ich nochmal genauer drauf rumdenken. :enti:
        Katja schrieb letztens..en apuntes 8My Profile

      4. Als wir uns vor knapp 2 Jahren die digitale Spiegelreflex geholt hatten und ich da wieder anfing, mehr zu fotografieren und mich damit zu beschäftigen, hab ich anfangs noch genauso gedacht: Alles sollte so festgehalten sein, wie ich es eben gesehen und geknipst hab. Damals störten mich auch schon schiefe Bilder, aber ich habe es kaum fertiggebracht, sie auszurichten, weil ich damit etwas „verfälscht“ hätte.

        Irgendwann fing ich an zu experimentieren. Und stellte fest, daß es für mich ja absolut keinen Zwang gibt, ich also mit den Bildern anstellen kann, was ich will. Wenn das auch nicht immer allen gefällt, aber das war plötzlich egal, denn heute müssen die Bilder mir gefallen, und wenn ich sie heute Schwarzweiß mag und morgen kunterbunt oder mit Texturen oder mit kitschigen Rändern und Rahmen… egal! Ich tobe mich hier aus und probiere und merke, daß ich total darin aufgehe. Daß ich hier stundenlang meine Bilder bearbeiten kann und mir geht es gut dabei.

        Und außerdem habe ich alle meine Bilder auch im Original, die würde ich nämlich NIE bearbeiten, wenn mir das Original verloren ginge. So kann ich immer wieder von vorne anfangen, etwas anderes probieren, alles wieder verwerfen, von einem Bild verschiedene Variationen erstellen und so weiter…

        Ach ja, und „unwirklich“ sind Fotos sowieso immer, irgendwie, weil sie ja bereits „bearbeitet“ aus der Kamera kommen (jedenfalls im JPG-Format). Da wird bereits kamera-intern soviel herausgerechnet, das glaubt man kaum.

        So… genug geschwafelt… Aber vielleicht traust du dich ja doch mal an Schwarzweiß-Bilder o.ä. heran, und zeigst sie dann? Das fände ich sehr spannend… Und wenn nicht, ist auch nicht schlimm, ich mag deine Bilder nämlich auch so… ;)

        teddy2:

      5. Ich glaube, das vergesse ich allzu gerne, also dass die Originale ja erhalten bleiben. Ich finde wirklich toll, was du aus deinen Fotos rauskitzelst und wie treffsicher du das richtige Motiv richtig in Szene (oder Farbe oder Effekt oder was auch immer) setzt.

        Vielleicht sollte ich da wirklich auch noch ein bisschen mutiger werden. Ich muss mir das vermutlich einfach nur ein paarmal sagen, dass ich’s ja auch wieder verwerfen kann und dass dem Original eh nichts passiert.
        Katja schrieb letztens..LéonMy Profile

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