[Quirks & Co.] – 1. Hören

Die zukünftige Weltherrscherin macht es mit dem ersten Teil von „100 Monstermacken“ vor und auch bei Katja kann man immer wieder einmal „Little Confessions“ lesen. Es geht um die Macken, die Eigenheiten, Besonderheiten, um Marotten, Schrullen, Ticks und Spleens, wofür es im Englischen eben auch das schöne Wort „Quirks“ gibt. Ab und an wird es hier nun also um Quirks & Co. gehen. In loser Reihenfolge, mal mit – mal ohne Zusammenhang. Ganz so wie es mir einfällt. Fangen wir an:

Ich bin geräuschempfindlich. Das bedeutet, ich hatte als Kind furchtbare Angst vor Bohrmaschinen, Staubsaugern und lauten Kindern. Noch heute ist es so, daß ich erschrecke, wenn ich selbst an der Nähmaschine sitze (nicht, daß das oft vorkäme) und diese plötzlich losrattert, weil ich ja den Fußschalter betätige. Ebenso unerträglich finde ich Waschmaschinen im Schleudergang oder elektrische Küchengeräte wie Mixer. Ich flüchte meist, es sei denn, ich bediene solche Geräte selbst, denn hier kann ich das kontrollieren und notfalls einfach abschalten. Bei Waschmaschinen und Kindern ist das so leider nicht möglich.

Beim Fernsehen muß immer die Fernbedienung in greifbarer Nähe sein. Wehe, sie ist nicht auffindbar, dann gerate ich schnell in Panik. Dabei geht es mir gar nicht um den eingestellten Sender oder einen bestimmten Film, sondern um die Lautstärke. Da diese ja ständig wechselt (Werbung ist meist viel lauter, in Filmen sind Kampfgeräusche und Musik oft recht laut etc. ), bin ich ständig am Lautstärke rauf- und runterregeln. Dabei reichen bei den meisten Filmen etc. exakt 4 Striche auf der Lautstärkeanzeige. Es dürfen allerdings auch nicht weniger sein.

Klirrende Gläser und brummelnde Kühlschränke gehen gar nicht. Ich fange sofort an, alles solange herumzurücken, bis nix mehr klirrt oder brummt. Das kann im Falle des Kühlschrankes auch schon mal rabiatere Maßnahmen erfordern. Hauptsache, er hört irgendwann wann auf (zu brummeln, nicht zu kühlen).

Gesprochene Sprache, sei es im Fernsehen, am Telefon, im direkten Gespräch, ist tückisch. Sobald mich irgendetwas ablenkt, rauschen Worte oft nur noch an mir vorbei. Das hängt aber sicher mit meiner Multitaskunfähigkeit zusammen. Dazu ein andermal mehr…

Und wie schaut es bei euch aus? Erkennt ihr euch wieder in manchen Dingen? Was habt ihr für Quirks, vielleicht sogar welche, die das Hören und Geräusche betrifft? Ich bin gespannt… :)

8 Antworten auf „[Quirks & Co.] – 1. Hören“

  1. Sei froh, dass Du nicht, wie ich schon seit Jahren, mitten durch eine Großbaustelle gehen musst… Heute haben sie da z. B. Steine geschnitten. Kennst Du das Geräusch? So was von fies, das ging mir durch und durch. Ansonsten würde ich mich als „leicht lärmempfindlich“ einstufen. Extra auf besonders laut getrimmte Motorräder im Geschwindigkeitsrausch mag ich z. B. auch nicht… :bernd:
    Fellmonster schrieb letztens..Projekt 52-2010- Woche 36- „Wild Nature“My Profile

    1. Oh… Baustellenlärm. Das ist fies. Mir hat das Steinsäge-Geräusch von heute morgen gereicht… über längere Zeit würde ich das aber nicht ertragen!

      :wurm:

  2. Oh ja, das kenne ich! Als Kind bin ich immer aus dem Keller geflüchtet, sobald mein Papa die Bohrmaschine angeschmissen hat und noch heute kann ich das Geräusch nur mit Mühe ertragen.
    Ich reagiere ganz empfindlich auf „Hintergrundgeräusche“: tickende Uhren gehen z.B. im gesamten Schlafzimmer gar nicht und ich werde wahnsinnig, wenn der Kollege im Nebenbüro (!), auf der anderen Seite der offenen Tür, beim Telefonieren mit der Schere herumklimpert. Beifahrer müssen bei mir im Auto damit rechnen, „verwarnt“ zu werden, wenn sie bspw. an irgendwelchen Reißverschlüssen herumspielen oder auch nur permanent geistesabwesend mit der Hand über ihre Jeans streichen. Ich könnte noch so einiges aufzählen… Ich glaube, das ist fast einen eigenen Beitrag wert bei mir. ;-)
    Frau Margritli schrieb letztens..Geschützt- Chemischer ZeichensalatMy Profile

    1. Hihi… prima… ist gleich ein eigener Beitrag draus geworden, das freut mich. Hab ihn schon gelesen, nur im Moment komme ich nicht rum… mit dem Jüngsten zuhause und Terminen kommt man zu nix. Aber morgen, bestimmt, dann kommentier ich bei dir drüben, ja?

      :)

  3. Tickende Uhren, Miene rein – Miene raus Spielchen mit Kugelschreibern, Tastentöne bei Handys – ich glaube, es sind mehr diese kleinen Nervgeräusche, die mich wahnsinnig machen können.

    Bei plötzlichen lauten Geräuschen, wie zB die besagte Bohrmaschine, erschrecke ich leicht und zucke zusammen, aber schlimmer finde ich die nervigen Hintergrundgeräusche.

    Schön, dass du auch deine Macken preisgibst. Ich finde das total spannend, weil es ein Bild so schön abrundet und vervollständigt. :)
    Katja schrieb letztens..Manchmal muss es laut seinMy Profile

    1. Oh… ich glaube, ich wäre dann eher die, die diese nervigen Geräusche verursacht, DAS kann ich nämlich auch ganz gut. Da stört es mich nämlich nicht, weil ich es selber verursache und damit auch kontrollieren kann.

      Ich glaube, meine Macken-Liste ist grad wieder länger geworden…

      :-D

  4. Ich kann auf den Tod „Kaugeräusche“ nicht ausstehen. Es gibt so viele Menschen, die einfach nur laut kauen, mit den Zähnen malen, schlürfen oder sonstiges tun. Ebenso schnarchen. Ganz abartig. Laute Werbung kann ich nicht ab oder wenn man von der lauten Musik nur die Bässe hört. Daher gehöre ich wohl zu den wenigen Menschen, die nicht vor dem TV einschlafen können, weil ich absolute Ruhe brauche.
    Jana schrieb letztens..Foto Blogparade- wie sahst Du aus als KindMy Profile

    1. Ich esse ja meist nur mit meiner Familie, da gewöhnt man sich an (fast) alles. Auf Eßgeräusche ganz empfindlich reagiert unsere Große, das ist im Moment ein Streitthema bei jeder Mahlzeit, weil sie dann oft total austickt, wenn ihre Brüder vermeintlich schmatzen.

      Laute Werbung finde ich furchtbar, aber vor dem Fernseher einzuschlafen schaffe ich trotzdem täglich. Nicht einmal Monk kann mich da wachhalten… ;)

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