Von Kindern und Messern

Familie F. steigt aus dem Auto. Die Kinder der Familie F. wollen noch auf den Spielplatz.

Frau F. geht derweil schon ins Haus. Es dauert nicht lange, dann sind auch die Kinder und Herr F. wieder da. Die Kinder sind außer sich:

Fremde Kinder waren auf dem Spielplatz, vielleicht gerade so im Schulalter. Der kleine Junge hatte ein Küchenmesser dabei.

Zum Pflaumen-Aufschneiden. Zum Nacktschnecken-Zerstückeln.

Die Kinder der Familie F. sind schockiert, sie lieben Tiere, auch Nacktschnecken, stellen die beiden zur Rede: Und werden mit dem Messer bedroht.

Herr F. bemerkte den Zwischenfall nicht, er war währenddessen kurz im Keller.

Mehr erfährt Frau F. nicht. Mehr braucht sie auch nicht zu wissen. Nun ist sie außer sich.

Wäre sie dabei gewesen, hätte sie … was eigentlich? Wie reagiert man auf eine solchen Situation?

Das Kind zur Schnecke machen?

Schreien? Schimpfen? Toben?

Vermutlich hätte Frau F. genau so reagiert. In dieser Reihenfolge.

Um beim nächsten Mal ihre eigenen Kinder vielleicht erst gar nicht auf den Spielplatz zu lassen. Weil sie nun Angst haben muß.

Lassen wir also die kleinen Nacktschnecken-Zerstückler in Ruhe groß, die Messer länger, die Bedrohung ernst werden.

Oder?

Was hättet ihr gemacht?

3 Antworten auf „Von Kindern und Messern“

    1. Hmm, ja, kann man nur hoffen. Und daß man selbst nicht austickt. Damit wär ja auch keinem geholfen…

      Aber ich fände es auch verkehrt, gar nicht darauf zu reagieren…. Solche Sachen erschüttern mich immer ziemlich. Und machen nicht nur wütend, sondern eben auch ratlos, das ist fast noch schlimmer… :-?

  1. Ich überlege da jetzt seit gestern dran und mir fällt auch nichts sinnvolles ein.

    Gar nicht reagieren hielte ich aber auch für falsch. Ein Problem verschwindet ja nicht dadurch, dass man die Augen davor verschließt. Zumindest die wenigsten sind damit aus der Welt.
    Katja schrieb letztens..Immer wieder Himmel und MeerMy Profile

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