[Magrat am Meer] – Tag 3 –

Am dritten Tag stand Göhren auf dem Plan. Nein, stimmt nicht ganz, denn einen Plan im tieferen Sinne hatten wir natürlich nicht. Aber es war zu heiß, um an den Strand zu gehen, und nach Göhren ist man nicht allzu lang unterwegs.

Bei gefühlten 40°C im Schatten schlichen wir langsam durch die Göhrener Straßen, Richtung Museumshof. Dort erwartete uns etwas, was während eines Rügen-Urlaubs recht selten vorkommt: moderate Eintrittspreise. Denn hier gibt’s die Sammelkarte – 4 Museen für einen Preis! Da griffen wir zu. Eins der vier schafften wir zwar nicht mehr, aber es lohnte sich dennoch, zumal es egal war, wann man diese 4 Museen besuchte, man mußte sie also keinesfalls alle an einem Tag „abklappern“.

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Nach soviel Historie und Kultur ging es weiter zur Seebrücke. Irgendwie hatte ich das alles sehr viel  – sagen wir mal – schlichter in Erinnerung. Doch das war auch schon einige Jahre her. Göhren hat sich gemausert, zu einem Touri-Strandbad, wie es im Buche steht. Mit Strand-Disco, Strand-Rutsche, Strand-Promenade, Strand-Blabliblublabla… und dazwischen einige Schickimicki-Bernstein-und-Klamotten-Boutiquen.  Und massenhaft Leuten. Also nicht unbedingt das, was ich mir wünschen würde…

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Auf dem Rückweg machten wir an einem der Mit-nackeligen-Füßen-durch’s-Wasser-schlurf-Becken halt. Nix für Magrat. Immerhin – erfrischend geht anders! Fußwarmes Wasser, durchwatet von unzähligen Fremd-Füßen, bebadet von neugierigen Spatzen und als Kinderstube benutzt von roten Mückenlarven… nein, da war es erfrischender, unzählige Fotos zu machen.

Unser Mittlerer hatte derweil die kleinen, etwa mittelkindhohen Wasserfontänen entdeckt, die er dann auch ausgiebig auf ihren Erfrischungsfaktor testete. So auch sein kleiner Bruder, nachdem er sich von der Enttäuschung erholt hatte, nicht noch einmal auf den nahen Abenteuerspielplatz gehen zu können, weil er in dem Heimweg entgegengesetzter Richtung lag, und die er durch lautet, bitterliches Weinen und Schreien der Welt kundgetan und nun seinerseits die Fontänen für sich entdeckt hatte: An ihm war kein trockenes Fädchen mehr. Lapidar erklärte er uns, leise vor sich hintropfend: „Ich bin ein bisschen naß geworden.“

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Wir wickelten den Jüngsten also in Papas T-Shirt und machten uns auf den Weg – zurück ins Ferienhaus.

Alle Bilder gibt es hier zu sehen: Urlaub 2010 – Tag 3

2 Antworten auf „[Magrat am Meer] – Tag 3 –“

  1. Klimatisierte Museen sind toll bei so ’nem Wetter, nicht klimatisierte die Pest. :D
    Welche Themen gab es denn in den vieren zu sehen? Und: machen die Rüben das mit?

    Das schwarz/weiss Strandfoto ist herrlich. Das erinnert mich wirklich an eine 70er Jahre Strandszene (von den ganzen Strandmupfeln mal abgesehen).
    Katja schrieb letztens..entweder – oderMy Profile

    1. Die Rüben sind solchen Dingen gegenüber recht aufgeschlossen, natürlich darf man von einem 4jährigen nicht erwarten, daß er gemächlich durch die Räume schlurft und sich alte Scherben oder halb verrottete Bücher betrachtet. Aber wir waren im Museumshof in Göhren, da gibt es alte Kutschen und alles mögliche, was man so als Fischer oder Bauer früher benutzte, und sogar eine Feuerwehr… naja, und wenn das alles in alten, dunklen, schattigen Scheunen und Häuschen zu sehen ist, da läßt sich das aushalten.
      Außerdem waren wir noch auf dem Museumsschiff, aber die Bilder kommen erst noch, da waren sie total begeistert! :)

      Hihi…ja, das Strandbild, ich fand das auch schön, so „alt“ auf den ersten Blick, und auf den zweiten sieht man all dieses „neumodische Zeugs“… :frog2:

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