[Magrat am Meer] – Tag 2 –

Der Urlaub scheint nun schon ganz weit weg zu sein. So schnell geht das. Doch auch wenn mir im Moment der Sinn nicht nach heiteren Urlaubsgeschichten steht, so möchte ich doch nicht noch mehr Zeit vergehen lassen. Deshalb folgt nun heute Tag 2 unseres Urlaubs, ein Donnerstag… :

Heiß war’s. Hitzig geradezu. Nachdem wir unser erstes Urlaubsfrühstück auf der Terrasse eingenommen hatten, fuhren wir einige Kilometer, um ein paar neue Ecken auf unserer Insel zu erforschen.

Das Reddevitzer Höft war unser Ziel. Auf der Karte sah es recht übersichtlich aus, außerdem hatte es mir der „Kasper Ort“ angetan. Hier würden sich unsere Rüben wohl fühlen! – dachte ich. Nomen est Omen!

Hingefahren – ausgestiegen – losgelaufen.

Ein malerischer kleiner Ort, dieses Alt Reddevitz, einfach nur wunderschön. Nachdem wir das Dörfchen hinter uns gelassen hatten, dämmerte uns langsam, daß wir uns die Karte genauer hätten anschauen sollen… Diese Strecke hätten wir nie geschafft, nicht zu Fuß mit den Rüben! Aber ein Stückchen liefen wir noch, begleitet von einem freundlichen Hund, der sich uns kurzerhand angeschlossen hatte. Er kam nicht dicht genug heran, um ihn hätte streicheln können, aber für Fremde und Einwohner saß es so aus, als gehöre er zu uns. Einige Male fragte man uns nämlich, wahrscheinlich war es nicht so ganz in Ordnung, daß er da ohne Leine herumstromerte. Ab und zu sprang er ins Wasser und schwamm eine Runde, da konnte man echt neidisch werden!

Die Kinder maulten irgendwann nur noch, es war ihnen zu heiß, der Weg zu lang, die Umgebung zu unspektakulär. Ich schimpfte leise vor mich hin und machte derweil noch einige Bilder, bis wir irgendwann den Rückzug antraten.

Aber so leicht geben mein lieber Mann und ich ja nicht auf:

Rein ins Auto – weitergefahren – ausgestiegen – losgel… Denkste.

Der König schlief. Mit verschwitzten Haaren und rotem Gesichtchen war er in seinem Kindersitz versunken und … ratzte.

Prima. Wir waren so kurz davor, vor diesem Kasper Ort! Doch ihn schlafend bis dahin tragen? Oder ihn wecken und sich dann das Geschrei anhören? Dazu das Gemotze seiner Geschwister, die a) die Hitze und b) das Geplärre nicht aushalten? Nö.

Deshalb schimpfte ich nun laut vor mich hin und verkündete, nie wieder mit den Rüben irgendwohin zu fahren.

Also zurück ins Ferienhaus. Dort schlief der Jüngste noch eine ganze Weile und gegen abend ging es dann an den Strand. Denn erst wenn die Leute in Scharen mit Lumatras und Strandmuscheln bepackt auf dem Deich auftauchten, um pünktlich beim Abendessen zu sein, packten wir unseren Seesack und zogen los.

So unterschiedlich ist das.

Am Strand war es dafür wunderschön. Wolken und Wellen, rein ins Meer, Drachensteigen, Frisbee werfen (und gelegentlich auch fangen). Toll. So muß das.

Hier geht es zu den Bildern…

2 Antworten auf „[Magrat am Meer] – Tag 2 –“

    1. Jaaaaa…Rügen…! Haach… ich war als Kind 4x in Rügen, immer im selben Ort, auf demselben Campingplatz (damals noch mit widerlichen Klos…igitt…). Und danach viele Jahre nicht mehr. Erst vor 10 Jahren wieder, dann schon mit eigenem Kindchen, und seitdem läßt mich die Insel nicht mehr los…

      Alt-Reddevitz ist wirklich schön, naja, noch ist nicht entschieden, was wir nächstes Jahr machen, aber eigentlich ist Camping angesagt… Schau’ma mal… :enti:

      Und was die lieben Kleinen angeht… naja, das ist eben so. „Was mach’man hier? Und jetzt? Isses noch weit? Wie lange noch?“… Ich hoffe ja, daß es interessanter wird, wenn erstmal alle drei selbst radeln können, dann könnte man auf der Insel eine schöne Radtour machen… naja, der Jüngste fängt jetzt grad an, mit Stützrädern, bestimmt kann er es nächstes Jahr… *feste-hoff*

      teddy2:

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