Erdbeerbienenzeit mit Marumi

Mein lieber Mann erfüllte mir einen Wunsch und schenkte mir zum Geburtstag eine Marumi PRO Macro (II) Close-Up (Nahlinse mit zwei Linsen +10 58mm). Ich hatte ja schon die +5 Nahlinse von Marumi. Diese nutze ich meist mit meinem alten Canon Tele  (Canon Zoom Lens EF 55-200mm USM 4.5 – 5.6) . Die neue Nahlinse mit +10 Dioptrien am Tele funktioniert auch prima, solange man nicht versucht, in Zoomstellung von 200mm freihand ein vernünftiges Foto zu machen.

Am Kit-Objektiv (Canon EF-S 18-55mm IS, 3.5 – 5.6) wirkt die Neue aber hervorragend. Da es dank Image Stabilizer sowieso schon leichter zu handhaben und obendrein etwas lichtstärker ist als das Tele und somit auch kürzere Verschlußzeiten ermöglicht, kann man hier auch ohne lästiges Stativ ganz ordentliche Bilder machen.

Natürlich – wenn es auf knackige Schärfe ankommen soll, dann führt kein Weg um’s Tripod herum. Doch das ist ja nicht immer der Fall…

Mittlerweile hatte ich die Nahlinse schon mehrfach im Einsatz und die ersten Ergebnisse finde ich gut. Nein, es reicht natürlich nicht an ein echtes Makro-Objektiv heran, kostet mit unter 40 € aber auch nur einen Bruchteil.

In der Weitwinkelstellung (18mm) des Objektivs fällt eine Vignettierung auf, dieser Effekt stört mich allerdings nicht weiter, im Gegenteil.

Da ich mich für die PRO Macro (II)-Variante entschieden habe, die ja aus zwei Linsen besteht, ist die chromatische Abberation deutlich verringert. Sie ist außerdem hochwertig vergütet (laut Hersteller), die Verarbeitung ist klasse und sie überrascht durch ein ganz ordentliches Gewicht, welches man auf den ersten Blick gar nicht vermutet. Sie kommt außerdem mit einem praktischen Etui daher, in welchem sie nach getaner Arbeit wieder gut aufgehoben ist.

Sie läßt sich auch unterwegs problemlos auf- und abschrauben, einziger Nachteil: Es ist aufgrund der Bauart nicht möglich, einen Objektivdeckel aufzusetzen, wie es bei meiner +5 Achromat möglich ist. Das bedeutet, ich muß sie nach Gebrauch gleich wieder abschrauben oder aber eine andere Möglichkeit suchen, um sie zwischendurch abzudecken. Ich habe dafür einfach meinen Neopren-Objektivköcher über das komplette Objektiv gestülpt, ähnlich wie der umstrittene Hafersack über einem Pferdemaul. Damit ist zwar alles geschützt, allerdings fusselt das Ganze doch ziemlich…

Fazit: Ein Makro-Objektiv steht auch weiterhin auf meinem Wunschzettel. Wenn man aber aus Kostengründen nicht gleich in ein solches investieren kann oder will, aber nicht auf die Möglichkeit verzichten möchte, ab und an näher an seine Motive heranzukommen, dann ist man mit dieser Linse gut beraten. Abraten würde ich von den einfachen (und billigeren) Linsen und auch davon, mehrere dieser Linsen hintereinander zu schrauben. Technisch ist das zwar durchaus machbar und man erreicht entsprechend höhere Vergrößerungen, aber durch die verringerte Lichtdurchlässigkeit dürfte das Ergebnis ernüchternd ausfallen.

Und nun… zu den Erdbeeren:

…und den Bienen:

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