„Nur C-41!“ oder Magrat, das Riesenrind

Ja, es gibt Neues aus dem Magrat’schen Kuriositätenkabinett der Analogphotographie!

Wir erinnern uns:

Vor einiger Zeit war ich auf der Suche nach einem Photolabor, welches

a) kostengünstig arbeitet (denken wir nur an die europäische Wirtschaftslage)

b) auch mittelformatige Rollfilme entwickelt (ohne mit der Wimper zu zucken)

c) keinerlei automatische Korrekturen anwendet (es sei denn, man wünscht dies)

d) die Filme nicht zerschneidet (weil man das auch eigenhändig versauen kann)

Das Labor ward gefunden.

Auf meine Frage damals, ob sie denn auch Mittelformat…. erscholl die lapidare Antwort: „Ja! Aber nur C-41!“

Ich so: Ja nee, ist klar, kein Thema, C-41, aber hallo…

Monate verstrichen. Immer wieder einmal trug ich stolz (okay, trug meist mein lieber Mann, nicht ganz so stolz) die fertig belichteten Filme ins Mini-Labor, um sie fertig „entwickelt, aber ohne Papierabzüge und nicht zerschnitten!“ wieder abzuholen. Und alles zu einem annehmbaren Preis mit durchaus vorzeigbaren Ergebnissen.

ABER. Und es gibt fast immer ein Aber. Nun geschah Folgendes:

Frau Magrat ist bekennender Freund der Schwarz-Weiß-Photographie. Irgendwann reichte es nicht mehr, nur den SW-Effekt-Button im Picasa zu klicken, sondern es sollte „richtig“ gemacht werden, sprich: mit der Analogkamera und Schwarz-Weiß-Film.

Gesagt, getan. Ich kaufte mir den Kodak BW400CN, da sich dieser ja auch im C-41-Verfahren entwickeln ließ und…

Dabei kann er in jedem modernen Labor entwickelt werden, dem Sie auch Ihre Farbnegativfilme anvertrauen.

Dieser Film wanderte in meine analoge Canon EOS 300.

Doch damit nicht genug, nein, mir fiel einige Zeit später auch noch ein anderer Film ins Auge, nämlich der Kodak T-Max 400, diesmal als Rollfilm für meine Diana+.

Und weil man manchmal gierig ist, wurden gleich zwei dieser Filme vollgeknipst, somit hatte ich vor etwa einer Woche drei volle Filme, die nur danach lechzten, ins Fotolabor zu dürfen.

Pünktlich zu meinem Geburtstag holte mein lieber Mann sie wieder ab. Ich riß vorsichtig die Tüte auf und dann… traf mich fast der Schlag:

Zwar war mein BW400CN ganz hervorragend geworden, doch die beiden Mittelformatfilme waren praktisch leer. Blitzblank. Hell und durchsichtig. Nur mit viel Mühe und einer gehörigen Portion Phantasie gelang es mir, ein paar Schemen dort zu erkennen, wo doch eigentlich die Bilder der letzten Wochen zu sehen sein sollten.

Ich war bedient, aber sowas von!

Fieberhaft begann ich zu überlegen, was ich nur falsch gemacht hatte. Irgendwann am nächsten Tag fiel es mir plötzlich siedendheiß ein:

„Nur C-41!“

Na klar! Die konnten die Filme dort gar nicht entwickeln, weil sie ja eben nicht mit diesem Verfahren, sondern mit einem anderen… ! Ich Rind, ich Riesenrind!

Nun hab ich gerade eben einige der Negative doch mal in den Scanner gepackt, und natürlich ist die Ausbeute kläglich.

Aber gut, ich weiß, daß mir DAS nicht noch einmal passieren wird, und das Thema „Selbst entwickeln“ wird immer greif- und vorstellbarer…

Und nun fange ich an zu lesen. Erstmal vorsichtig einen Überblick verschaffen bei Wikipedia und … dann schauen wir mal.

4 Antworten auf „„Nur C-41!“ oder Magrat, das Riesenrind“

  1. Ich nehme an, es ist kein echter Trost, wenn ich sage, dass die eine sehr toll düstere Horrorfilmatmosphäre vermitteln?
    Und die hat er heute bei diesem fiesen Wetter abgeholt? Also hier regnet’s ja seit morgens. teddy3:

    1. Doch doch, das tröstet mich schon ein wenig.. ;)

      Und nein, die hat er schon vor 5 Tagen abgeholt, ich hab mich nur heute erst getraut, sie in den Scanner zu stecken.. :-((

      1. Dann ist mein subtiler Versuch ja ohnehin für dieses Jahr zu spät. :-(
        Fühl dich nachträglich bitte auf’s herzlichste beglückwünscht, geburtstagbetortet und falls du magst gedrückt! :rose:

      2. Oh… dankeschön, Katja… das ist lieb von dir… :rabbit_blush:

        *geburtstagsbetortungssahne-abschleck*

        :frog2:

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