Endlich…

… hat Frau Magrat eine Verwendung gefunden für geschenkte Blumen und Blümchen.

Während unserer gestrigen Nicht-Nichtgeburtstagsfeier, deren integrativer Bestandteil ich war – obgleich nicht als unmittelbar Betroffene – stand er plötzlich da: ein Blumentopf nebst Füllung.

Ah! – dachte ich. Blaue Blümchen!

Zuvor war mein lieber Mann, der mutig „Oh, Primeln!“ in den Raum geworfen hatte, eines Besseren belehrt worden: Nein, um Hümmels Wüllen, dies wären natürlich Usambara-Veilchen!

Ach. – dachte ich. Blaue Blümchen…

Da unsere Wohnung zwar nicht fensterlos, jedoch arg fensterbanklos daherkommt, stellt ein solches, liebgemeintes, Geschenk jedes Mal eine Herausforderung dar. Wohin damit?! Kopflos renne ich herum, das Töpfchen bald hier, bald dorthin stellend. Nicht zu sonnig! – heißt es, aber auch „Ein helles Plätzchen.“ – Ja, was denn nun?

Und was ist mit… Gießen? Nicht zu oft, niemals Staunässe, aber immer schön feucht halten! Ach…

Ein Übertopf muß her. Denke ich, krame draußen auf meinem Lieblingsbalkon herum (staunend, wieviele Töpfe diesen Winter nicht überlebt haben) und habe ihn endlich. Ein schöner grüner Topf. Doch dann: zu groß. Ach und die Staunässe, richtig. Nun steht der schnöde braune Plastiktopf auf einem ebenso schnöden Unterteller.

Aber etwas Gutes hat das Ganze: man kann sie hervorragend photographieren…