bfasdmzbhudesevwigs

Mein (bis dato) unbekannter Gastschreiber schrob mir diese tolle, unheimliche, spannende Kurzgeschichte. Ich bin begeistert und denke, daß sie auch meinen Lesern gefallen wird:

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Das ist mein Beitrag zu Muriels „Bfasdmzbhudesevwigs“ . Dein Blog kannte ich bisher leider nicht, nur der Nickname war mir aus anderen Blogs bekannt.

Beim querlesen Deines Blogs fand ich keinen wirklich guten Ansatz für einen passablen Text. Mit einem Deiner Hauptthemen „Photographie“ habe ich es nicht so, fremde Kindergeschichten sind auch nicht wirklich passend wie ich finde, eine Geschichte aus meinem Alltag hat bei Dir ebenso nichts zu suchen. Also entschied ich mich, eine frei erfundene Kurzgeschichte zur Veröffentlichung einzureichen.

Ich hoffe es finden sich keine Schreibfehler mehr darin, ich habe die Kurzgeschichte nun schon so oft gelesen und durch die Rechtschreibprüfung gejagt, falls Du doch noch etwas finden solltest, bitte ich um Entschuldigung es nicht gesehen zu haben.

Nun also, hoffentlich gefällt sie:

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Sie rief beim Kundendienst des Versandhandels an, weil sie die letzte Lieferung zurückgeben wollte. Wobei wollte war auch nicht so ganz richtig, denn eigentlich stimmte ja etwas mit dem Objektiv nicht und doch war auch wieder alles in bester Ordnung. Wie sollte sie die Entscheidung zur Rückgabe begründen, gerade weil nun auch schon 3 Wochen seit Lieferung vorbei sind? Sie konnte sich doch die ganze Zeit nicht aufraffen, hin und her gerissen zwischen behalten, ausnutzen und schnell weg damit, bevor es noch Ärger gibt. Wobei, mit wem sollte sie wohl Ärger bekommen?

Während Sie diesen Gedankengängen nachging, hangelte sie sich mit diversen Tastendrücken, jeweils aufgefordert durch eine weibliche Automatenstimme durch ein Abfragemenü, um letztlich vermutlich doch nur wieder bei ein und demselben Call-Center zu landen. Na egal, es klingelte schliesslich und eine helle Männerstimme ertönte. Nachdem der Sachbearbeiter ihren Kundenstatus mit ihr gemeinsam abgeklärt hatte, wollte er nun wissen wobei er ihr helfen könne. Sie wollte das kürzlich erstandene Objektiv zurückgeben. Der Sachbearbeiter am anderen Ende fragte natürlich pflichtbewusst nach. Nun galt es ihm also die Merkwürdigkeit zu erklären, oder auch nicht. Es sei ja nicht kaputt, meinte sie, also nicht so richtig und sie wäre eigentlich sehr zufrieden, dennoch möchte sie es zurückgeben, alleine schon um Ärger zu vermeiden. Er fragte stutzig noch einmal nach, sie konnte seine leicht genervte Verwirrtheit am Ton seiner Frage erkennen. Grundsätzlich wäre das Unternehmen bestrebt jeden seiner Kunden zufrieden zu stellen, doch wenn eigentlich alles in Ordnung sei, sie selbst auch zufrieden mit dem Objektiv wäre, fällt es ihm schwer einen sogenannten Sonderrückgabegrund zu erkennen, der wäre aber gerade wegen des Ablaufs der regulären Rückgabefrist leider zwingend nötig. Sie druckst herum und fasst sich ein Herz. Das Objektiv würde Sachen zeigen, die andere Objektive nicht zeigen würde. So, nun war es raus. Er lachte kurz auf und äußerte sofort einige Kommentare über die überragende Qualität des Objektivs und den Fähigkeiten des Herstellers ab. Er endete indem er übertrieben scherzhaft meinte, dass es wohl kaum nackte Menschen zeigen würde wo keine wären. Sie sagte keinen Ton, weil sie auch nicht wusste was. Er wurde daraufhin unsicher, ob sein Monolog mit dem Scherz überhaupt richtig bei ihr ankam und so wiederholte er sich, wieder mit einem überzogenen Lachen am Ende, nur diesmal deutlich leiser und zaghafter. Erneut erwiderte sie nichts, was ihn nur noch mehr verwirrte. „Nun ja“, meinte sie, „nicht direkt“. „Wie jetzt“, entfuhr es ihn, „was meinen sie mit nicht direkt?“ Er dachte offensichtlich gleich von ihr verladen zu werden. Sie raffte jedoch allen Mut zusammen und erzählte es ihm. Sie begann sehr schnell die Unmöglichkeit zu schildern, schnell auch deswegen weil es noch keiner vor ihm gehört hat und jetzt musste es raus, egal was passiert.

Er lauschte ihrem Wortschwall ohne sie zu unterbrechen, oder gab ihr zumindest das Gefühl das er zuhörte. Sie war fertig und von ihm kam nichts, sie hörte nur sehr leise wie er heftig ausatmete. „Hallo“, sagte sie leise, „sind sie noch da?“ „Ja“, klang es trocken aus dem Hörer.“ Wieder Pause. „Sind Sie sicher?“ wollte er wissen. Und wie sie sich sicher war, sie fotografierte schon lange und was das Objektiv da tat war definitiv nicht normal. „Hören Sie, ich kann hier nicht reden, ich rufe sie später an“ und dann hörte sie es in der Leitung klicken. Perplex schaute sie den Hörer an, rief laut „Hallo? Sie können doch nicht einfach auflegen.Hallo?“ in die Muschel. Außer einem langen Tuten vernahm sie jedoch nichts. Sie lies den Hörer sinken, wusste nicht so recht was sie nun tun sollte. Noch einmal anrufen und an jemand anderes geraten, die Geschichte noch einmal erzählen? Die erklären sie doch für verrückt. Sie schwankte also zwischen Hörer nieder zu legen und noch einmal die Nummer zu wählen oder etwas in der Mitte. Sie legte den Hörer vorerst hin, weiterhin unschlüssig über das zukünftige Vorgehen und so lenkte sich lieber mit etwas Nikotin auf dem Balkon ab. Die Aufregung über die vergangenen 5 Minuten griff nun nach ihr. Was, wenn sie einen Fehler gemacht hat? Was, wenn der Mensch im Call-Center ein Miststück sei, schliesslich hatte er ihre Anschrift und das alles. Während sie sich vorstellte, dass ein wildfremder Mann an ihrer Tür schellte und wie sie darauf reagierte würde, zog sie gierig den Rauch tief in ihre Lungen und atmete ihn kurz drauf in einer dichten Rauchwolke wieder aus. Das Klingeln des Telefons riss sie aus ihren trüben Gedanken, die Hand zuckte zum Telefon, das hinter ihr auf der Fensterbank des Balkons, zwischen den gepflegten Blumentöpfen lag. Sie griff jedoch nicht zu, sondern lies es noch 3 Mal klingeln. Als sie den Hörer aufhob und die Taste zur Annahme des Gesprächs drückte war es nur der Kindergarten, der um die Teilnahme den nahenden Sommerfestes nachfasste. Sie entspannte sich wieder. Warum war sie überhaupt so angespannt? Das kurzweilige Gespräch mit dem Kindergarten konnte sie 2 Minuten später schon nicht mehr wieder geben, so banal kam es ihr vor. Die Zigarette war fertig und sie entschloss sich nun doch die Nummer des Händlers noch einmal anzurufen, dieses Mal jedoch um wirklich die Rücknahme zu veranlassen. Keineswegs wollte sie sich abwimmeln lassen. Sie geriet an einen Bearbeiter, der sich rein gar nicht auf die Rücknahme einlassen wollte, da kein Defekt gemeldet und die Rückgabefrist verstrichen war. Er wurde fast barsch als sie drauf bestand, dass er die Rücknahme veranlassen soll. Über die Besonderheit verlor sie kein Wort, sondern gab an, nicht zufrieden zu sein. Er schien sich breitschlagen zu lassen, doch müsse er sich erst mit seinem Vorgesetzten besprechen und sie würde deswegen in den nächsten Tagen einen Rückruf erhalten. Sie möge sich bitte gedulden. Was blieb ihr auch anderes übrig.

Sie legte auf und stellte fest, dass sie nun aber keine Zeit mehr hatte, die Kinder würden bald nach Hause kommen und wie immer nach der Schule brächten sie einen Bärenhunger und viel Gesprächsbedarf mit. Das Ding oder das Problem müsse jetzt warten bis es wieder dran ist. Der Rest des Tages ging in der Betreuung der Kinder vorüber, die Vorgänge vom Morgen verdrängte sie mithilfe der Betriebsamkeit nahezu vollständig. Als die Kinder in den nahen Park zum spielen wollten, dachte sie kurz daran die Kamera mitzunehmen, denn wenn die Bande herumtollte gab es immer die schönsten Motive, sie lies es aber sein, warum konnte sie nicht sagen. Mehr ein Gefühl das Objektiv besser dort zu lassen wo es derzeit war, in ihrem provisorischen Arbeitszimmer im Keller, aufgeschraubt an ihrer EOS.

Erst gegen Abend kam sie wieder zur Ruhe, die Kinder waren im Bett und im Haus wurde es still. Ob sie eine Freundin einweihen sollte? Nein, besser nicht, sie ging stattdessen wieder auf den abendlichen Balkon um die 2. Zigarette des Tages zu rauchen. Sie zog und es wurde ihr leicht schwindelig nach dem ersten Zug, wie immer wenn Sie keine Zeit hatte tagsüber zu rauchen. Sie lehnte sich an der Fensterbank an, verschränkte die Arme vor der Brust und rauchte so versonnen weiter. Sie fuhr in die Höhe, als es in der Stille des Abends überlaut schellte. Sie hatte das Telefon vergessen, es lag immer noch auf der Fensterbank. Sie nahm das Gespräch an. Magrat Knoblauch. „Hallo“ hörte sie am anderen Ende, „ich bin es“. „Wer ist ich“, fragte sie, wusste sie doch schon die Antwort, sie erkannte seine Stimme. „Mein Name ist Sascha, wir hatten heute morgen wegen des Problems gesprochen, ich konnte nicht frei sprechen. Erinnern sie sich?“ Sie konnte nur ein zustimmendes Brummen ins Telefon geben. Das genügte ihm scheinbar, denn er fragt hastig „Haben sie es noch? Haben sie mit noch jemandem darüber gesprochen?“ „Ja, ich habe es noch und ich habe mit sonst niemandem drüber gesprochen“, erwiderte sie leise. „Gut“ sagte er, „tun sie das auch nicht. „Warum denn“ wollte sie wissen, doch die Antwort blieb er ihr schuldig, stattdessen solle sie zuhören. Sie legte spontan auf, ihr wurde das zu unheimlich. Kaum hatte sie die Verbindung getrennt, tat es ihr schon wieder leid. Vielleicht käme ja endlich Licht in die komische Sache. Verdammt, was soll sie denn nun machen? Sie steckte sich eine neue Zigarette an und zog dieses Mal ohne den Schwindel zu erleben. Schnell hinter einander zog sie ein paar Mal und drückte sie vorzeitig in dem kleinen Aschenbecher aus. Der war einmal eine Tasse, nun ohne Henkel aber mit hübschen Blumen als Muster. Sie brachte es nicht übers Herz, doch als Aschenbecher war sie noch zu gebrauchen.

Sie ging nun eilig in den Keller und kramte das Ding mitsamt ihrer EOS hervor. Sie entnahm die Schutzkappe, schaltete die Kamera an und schaute durch das Objektiv in einen kleinen Spiegel gegenüber ihres Sitzplatzes. Ihre Stirn war gut zu erkennen, sie setzte die Kamera vors Auge, schaute aber weiter in den Spiegel. Eine kurzen Moment später setzte sie die Kamera wieder ab, schüttelte den Kopf, hob die Kamera wieder zum Auge, studierte weiter ihr Spiegelbild und setzte wieder ab. Es war verrückt. Oben hörte sie leise das Telefon klingeln, es kümmerte sie nicht, sondern hob erneut die Kamera hoch. Auf halben Wege hielt sie inner und horchte nach draußen zur Treppe. Sie hörte Getrappel nackter Füsse auf der Holztreppe nach unten. Toll dachte sie bei sich, hat das doofe Telefon nun die Kleine geweckt. Eilig verstaute sie die Kamera, löschte das Licht und verlies den Raum, um der Kleinen entgegen zu gehen. Schlimme Träume sorgten dafür, dass sie sich nach der Mama sehnte. So legten sie sich gemeinsam ins Bett und schliefen kurze Zeit später ein. Sie hatten beide eine unruhige Nacht, nur sie wachte häufig auf, sei es nun wegen der Kleinen, die in ihren Träume strampelte oder wegen sich selbst. Sie war fast schon froh, als der Morgen graute und sie aufstehen konnte.

Nachdem die Kinder später aus dem Haus waren, fand sie Zeit auf dem Balkon für die erste Zigarette des Tages. Das Telefon lag noch von gestern da und zeigte durch ein Blinken der kleinen Diode auf der Rückseite an, dass sie mindestens ein Gespräch versäumt hatte. Egal jetzt, erst rauchen dann würde sie sich überlegen was weiter passiert. Neugierig schaute sie dann doch auf das Telefon, während sie den Rauch einsog ob eine Rufnummer des versäumten Anrufes angezeigt wurde. Das war es tatsächlich, doch sie kannte die Nummer nicht. Sie war zwar aus dem gleichen Stadt, eine bekannte Nummer war es dennoch nicht. Ob sie einfach zurückrufen soll? Sie zögerte, denn es entspricht nicht ihrer Art, einfach so eine fremde Nummer anzurufen. So zog sie es vor das Telefon wieder abzulegen und zuerst den Haushalt zu beschicken.

Gerade als sie die Etage nach oben wollte, klingelte es an der Tür. Sie öffnete und schaute in das runde Gesicht ihres Postboten. Ein Einschreiben war in Empfang zu nehmen und etwas Tratsch aus der Nachbarschaft wollte den Besitzer wechseln. Der Tag begann sonnig und eigentlich lud er zu einer ausgedehnten Liegesitzung auf der Terrasse mit einer Tasse Kaffee ein. Doch der Haushalt macht sich nicht von alleine.

Der Tag plätscherte so vor sich hin, die Hausarbeit nahm sie in Anspruch, bis sie irgendwann fast automatisch das läutende Telefon annahm. „Hallo, ich bin es wieder, legen Sie bitte nicht auf. Ich bitte sie. Ich sehe auch was sie sehen.“ Sie traf der Schlag. „Sie sehen es auch?“, fragt sie hastig und fiel ihm ins Wort. „Ja“, sagte er, „und ich bin genauso verunsichert wie sie. Ich weiß auch nicht was ich machen soll.“ „Ja und jetzt?“, wollte sie wissen. „Keine Ahnung“, kam es aus der Hörer. „Wir sollten uns treffen, am Telefon fühle ich mich unwohl darüber zu reden.“ Sie stimmte ihm zu. Das ist doch lächerlich, er kein James Bond und ich bestimmt nicht Moneypenny. „Ich bin in der Nähe und könnte in etwa 10 Minuten bei Ihnen sein“. Sie zögerte und schluckte. Und wenn es nun ein böser Mensch ist? „Ok“, stimmte sie trotz ihrer Bedenken zu. Irgendwie musste es ja weiter gehen.

15 Minuten und 2 sehr hastige gerauchte Zigaretten später stand sie mit wildem Herzklopfen hinter dem Vorhang und spähte nach draußen auf die Hauptstrasse. Jedes Auto schien zuerst halten zu wollen, fuhr dann aber doch weiter. Endlich hielt ein Wagen an und ein Mann stieg aus. Ohne Zögern trat er auf den Weg zu ihrer Tür. Nachdem er sich zum Klingelschild hinunter beugte drückte er auf den Klingelknopf drauf. Er sah nett aus, keineswegs verschlagen oder irgendwie abartig. Was jetzt, fragte sie sich, aufmachen oder nicht? Es klingelte zum 2. Mal. Sie schritt in Richtung Haustür, griff sich unterwegs die gusseiserne Kaminschaufel und verbarg die hinter ihrem Rücken, als sie den Türöffner drückte. Sie hörte das metallische Klicken der Gartentür und seine Schritte die näher kamen. Sie öffnete die Hausür einen Spalt, hielt den Fuss hinter der Tür als zusätzliche Blokade, nur um plötzlich in das offenen Ende eines Objektiv zu schauen. Es klickte leise und er drehte die Kamera um. Auf dem kleinen Kontrollschirm sah sie sich in einem Spalt der Tür, ihre Stirn „Damit
sie mir glauben“, sagte er schnell. Sie öffnete die Tür etwas weiter und sah einen etwas gedrungenen wirkenden Mann, mit dunklem Haar, dunklen Augen und einem sympathischen Gesicht, gerahmt von einem Zweitagebart.

Er bat darum einzutreten und drückte die Tür gleichzeitig vorsichtig mit einer Hand zur Seite. Sie lies es geschehen, auch als er im Flur stand und die Tür hinter sich leise ins Schloss drückte. Er sah, dass sie ihre Hand hinter dem Rücken versteckte. „Angst?“ Sie nickte stumm und trat einen Schritt zurück. „Verstehe.“ „Und was jetzt?“ wollte sie wissen. „Ich weiß auch nicht“, erwidere er schnell. „Irgendwas muss das doch bedeuten“. Sie nickte und ließ ihn nicht aus den Augen. „Hören Sie“, sagte er „es war vielleicht doch keine so gute Idee hierher zu kommen,… „Nein,“ fiel sie ihm ins Wort, nein, bitte bleiben sie, wir müssen reden.“ Er blickte auf die Hand in hinter ihren Rücken. „Es geht vielleicht besser, ohne das Ding hinter ihrem Rücken?“. „Später“, gab sie zurück. „Gehen wir in den Keller“, dabei wies sie mit einem Kopfnicken den Weg zur Treppe nach unten. Ohne zu zögern ging er nach unten und sie hinter ihm her. Am Treppenabsatz angekommen schickte sie ihn nach rechts, mit 2 Schritten Abstand folgte sie ihm ins Kellerbüro. Da die Tür offen stand trat er ein und blieb in der Mitte des Zimmers stehen. Sie knipste die Deckenleuchte an, beide blinzelten kurz in grellen Licht. Er breitete etwas die Arme aus, „Darf ich mich setzen?“. „Sicher“, antwortete sie und wies ihm den Stuhl an, den normalerweise die Kinder nutzen, wenn sie sie im Keller besuchten.

Er nestelte an seiner Jacke, während sie die Kaminschaufel auf den Tisch, jedoch weiterhin gut in ihrer Reichweite ablegte. „Sehen Sie bitte“ und hielt ihr einen Stapel Papier hin, die er aus seiner Schultertasche zog. Sie nahm den Stapel vorsichtig an und ging Blatt für Blatt durch. Alles Gesichter, alle aus großer Entfernung geknipst, jedoch alle mit den gleichen komischen Sachen auf der Stirn, genau so wie auch auf ihren Bildern. Sie gab ihm den Stapel zurück und startet den PC. Kurze Zeit später saß er an ihrem Rechner und ging ihre Photos durch. „Was soll das alles? Wie kommt das und was bedeutet das? Warum stehet da etwas? Wer macht so was und warum kann man das nicht normal sehen?“ Sie wusste keine Antwort, sondern holte ihre EOS und hielt sie vors Auge. Er verstand und drehte sich zu ihr, sie knipste sein Gesicht und holte umständlich die Speicherkarte aus der Kamera. Das Bild übertrug sie auf den PC und öffnete es sogleich. Sie vergrößerte seine Stirn und gemeinsam studierten sie seine Fotographie. „Das ist meine Name, die Nummer kenne ich nicht, aber mein Geburtsdatum und Geburtsort.“ Sie schauten sich wortlos an. Er kramte aus seiner Tasche eine Kamera hervor, entfernt den Schutzdeckel und hielt sie vor sein Auge. Die Kamera surrte kurz im Autofokus und klickte. Eilig pulte er seinerseits die Speicherkarte heraus und übertrug das Bild auf den Rechner. Beide sahen Ihren Namen, eine andere unbekannte Nummer, Geburtsdatum und Ort.“ Es wird Zeit, dass wir di …. .

Magrat schreckt hoch, ihr Bauch wurde nach innen gedrückt, sie spannte reflexartig die Muskeln an. Ihre schreckensweiten Augen schauten auf ein graues Fell, es zwickte am Bauch und auf den Beinen. Ein Stechen. Wo zum Teufel war sie? Terrasse. Terrasse? Wieso Terrasse, Keller. Sie war doch eben noch im Keller. Sie schaute nach unten, wo der Schmerz ihr erneut in die Oberschenkel fuhr. Das graue Fell sprang auf den Boden, Katze. Sie kannte die Katze. Immer wenn der Nachbar vergaß die Klappe zu öffnen streunerte sie hier hin. Sie schaute auf die rechte Hand, die hielt die Aschenbechertasse mit glimmenden Resten ihrer Zigarette an der Seite, auf Höhe der Hüfte fest. Sie saß im Liegestuhl mit der weichen Unterlage, die Sonne stand tief, rot schien sie ihr in die blinzelnden Augen. Sie hob den Kopf etwas an, als es „Mammaaaa“ aus dem Haus schallte. „Ja, was ist denn“, rief sie durch die geöffnete Terrassentür, indem sie den Kopf leicht drehte und dabei einen garstigen Nackenschmerz verspürte. Die Katze verschwand derweil elegant im nahen Gestrüpp des Gartens. „Nun komm doch mal“ wurde sie von drinnen erneut aufgefordert. Oh man, ihr Kopf drehte sich von dem ganzen Unfug, den sie gerade erlebt hat. Nein, nicht erlebt geträumt hat sie den ganzen Kram. „Ja, ich komme, einen Moment noch“. Sie stelle die Tasse mit langen Armen auf den Boden um anschliessend mit beiden Händen ihre Gesicht wieder wach zu reiben. Erst jetzt sah sie ihre Kamera mit dem neuen Objektiv auf der Fensterbank liegen. Sie zog sich gänzlich vom Stuhl hoch und griff nach der Kamera. Unschlüssig hob sie sie vorsichtig zum Auge und schaute durch den Sucher. Ihr rot hinterlegtes Spiegelbild im Fensterglas des Terrassenfensters zeigte nichts auffälliges, die Stirn ist völlig frei. Du bist ein Kindskopf dachte sie über sich als sie hinein ging, da der Große schon wieder nach ihr rief, die Kamera ließ sie auf der Terrasse.

30 Antworten auf „bfasdmzbhudesevwigs“

    1. Hallo Sylvia, herzlich willkommen hier!
      Toll, daß durch Aktionen wie diese auch immer wieder neue Leute hierher finden… :rabbit_laugh:

    1. Hallo Andrea, auch du bist hier herzlich willkommen! :-)

      Frau Multiples kenne ich (noch) gar nicht, ich werde aber schnell mal rüberdüsen und mich dort ein wenig umschauen…

      :enti:

    1. Och nööööö, nicht schämen!!! Wieso DAS denn?! :bernd:

      Das war doch gerade das Tolle an der Aktion, daß es soooooo viele Möglichkeiten gab!

      :wal:

  1. Ein eine tolle spannende Geschichte – konnte gar nicht aufhören zu lesen! Bin der verlinkung von Schonzeit heute hierher gefolgt – aber wir kennen uns auch schon durch Mikis Kreativbild! Komm bestimmt jetzt öfter mal vorbei :-) Schönes Wochenende!

    1. Hihi… weiß ich doch! ;-) Mein Blog hat nicht so viele Besucher, so kann ich mir gut merken, wer schon hier war (na meistens jedenfalls)…

      Dir auch ein schönes Wochenende!!!

      :rabbit_laugh:

    1. Jaaaaa…..das Rauchen… ich hab nicht mitgezählt, aber da wird ganz schön was weggequarzt…!!! :tod:

      Raucht Frau m² eigentlich? Oder die Katja? Hat sie nicht geschrieben, daß sie aufgehört hat zu rauchen?

      Hach… (als Frau darf ich ja „hach“ schreiben ;) ) … man weiß so wenig…

  2. Ah… prima, hier wurde fleißig weitergeraten… Abends ist mein Rechner für gewöhnlich aus, aber ich verfolge alles am Handy mit. Nur schreiben schenke ich mir, ist einfach zu mühselig..

    So. Also. Wir sind bei Rüdiger stehen geblieben. Grad war ich mal drüben auf seinem Blog und nachdem ich nun so einige Artikel gelesen hab, muß ich sagen:

    Jo. Rüdiger. Bestimmt…!!! (Er hat ja weiter oben kommentiert, aber das hat ja nix zu sagen. Und mit „Sehr spannend.“ könnte er ja durchaus auch unser Herumgerate gemeint haben…. Hach, wie aufregend…)

    Rüdiger? Hallo? Haben wir es erraten?? Meldest du dich, falls es so ist ja…??

    :rabbit_smile:

  3. @Magrat
    Jupp, das ist meine Geschichte. :laugh: Der Kommentar sollte verschleiern, weil wer kommentiert inhaltlich schon seinen eigenen Beitrag. ;) Insofern genau richtig vermutet und geschlussfolgert.

    Und ich freue mich wirklich sehr darüber, dass sie Anklang gefunden hat. Das war das erste Mal, das ich eine meiner Geschichte in die Öffentlichkeit gegeben habe. Ganz ehrlich, ich habe richtig gelitten und war nahe am Fingernägel zerkauen, bis der erste Kommentar von Schonzeit stand. 8-) Wenn %egal.was% nur einem gefällt, war es den Aufwand wert.

    @weltdeswissens Schonzeit
    Ich fühle mich geschmeichelt von Ihnen Beiden zuerst enttarnt worden zu sein. Sie beide als Petzen zu bezeichnen wäre jedoch falsch. :mrgreen:

    1. Hey, das ist ja klasse! :rotfl: Aber ich wär ohne die beiden „Petzen“ nicht so schnell drauf gekommen.
      ;-)

      Also, dann kann ich dir jetzt direkt „Dankeschön!“ sagen für diese tolle Geschichte. Und stimmt, es ist schon aufregend, weil man ja nie wirklich weiß, wie eine Geschichte oder ähnliches beim Leser ankommt. Aber… die Aufregung hat sich doch gelohnt!!!

      So. Und jetzt spendier ich dir erstmal eine Runde :coffee: und :cake: in Anbetracht der Tageszeit und – ausnahmsweise, ist nämlich ein Nichtraucherblog ;) – eine :cigarette: …

      :rabbit_laugh:

  4. @Magrat
    merci. :shy:

    @weltdeswissens
    :chic:

    @all
    Herzlichen Dank für die freundlichen Worte, sie beschämen mich. :shy: Aber es fühlt auch irgendwie saugut an. :beauty:

Kommentare sind geschlossen.