Redscale – Der Rote unter den Filmen

Nicht nur, daß die Analog-Photographie so gar nicht auszusterben scheint, nein, die Entwicklung geht weiter.

Neue Kreativ-Filme kommen auf den Markt. Einen davon mußte ich gleich ausprobieren, nämlich den Redscale von lomography.

Dieser sogenannte Redscale ist ein Farbnegativ-Film, der quasi von Haus aus verkehrt herum in die Patrone gespult und somit von der „falschen“ Seite belichtet wird. Dadurch ergeben sich Bilder mit teilweise recht kräftigen Rot- und Gelbtönen.

Was braucht man dafür? Licht. Viel Licht.

Was sollte man auf jeden Fall beachten? Richtig. Hat man seinen Film erstmal vollgeknipst, muß er ja zurück in die Patrone gespult werden. Mein SuperSampler hat für diesen Zweck eine kleine Kurbel mit 2 stilisierten Pfeilspitzen drauf. Dreht man nun die Kurbel in die von den Pfeilen angezeigte Richtung (Uhrzeigersinn!), dann knackt und raschelt es und nach einiger Zeit ist der komplette Film wieder da, wo er hingehört.

Dreht man aber die kleine Kurbel – Sie ahnen es – in völliger Unbeschwertheit und Nichtbeachtung der Pfeile in die entgegengesetzte Richtung, dann knackt und raschelt es auch, nur lauter, und es geht unheimlich schwer. Solange, bis man dann endlich seinen Irrtum bemerkt und den Film doch noch richtig herum spult.

Das war mir nun ausgerechnet bei meinem ersten Redscale-Film passiert und dürfte wohl die Ursache sein für eine ganze Reihe von Bildern, die mit SCHRECKLICHEN Flecken versehen sind. Die jeweiligen Negative – versaut. Ärgerlich, das. Erst einmal – prophylaktisch – fürchterlich auf das unfähige Fotolabor geschimpft, bis einem plötzlich dieser kleine „Zwischenfall“ wieder einfiel…

Trotzdem sind aber die nicht ganz so fleckigen Bilder reichlich interessant geworden. Einen nächsten Redscale-Versuch werde ich auf jeden Fall mit meiner analogen SLR wagen, denn die Möglichkeiten dieses Films in Verbindung mit unterschiedlichen Belichtungszeiten klingen wirklich vielversprechend. Dann auch mit mehr Licht…

Hier einige der Roten zum Anschauen…