Festbrennweite – Billiges muß nicht gut sein…

Da hatte ich sie. Meine erste Festbrennweite. Mein persönliches Geschenk für meine Canon 1000D… ja, dieses Einsteigermodell, ich weiß…. ja, ich wollte dafür trotzdem gerne eine Festbrennweite, schließlich hatte mein erstes Auto, ein Opel Kadett mit 60 PS, auch ein Koni-Fahrwerk, Alus und Sportlenkrad…Ich schweife ab.

Ich hatte lange überlegt und mir schließlich, weil der Preis erschwinglich schien und das Objektiv recht gute Kritiken bekommen hatte, diese 50 mm Festbrennweite mit Lichtstärke 1.8 von Canon geholt.

Die ersten Bilder waren schon überzeugend. Portraits gelangen damit hervorragend und schnell hatte ich mich daran gewöhnt, daß man hier nicht wild zoomen konnte.

Aber ach. Schon beim ersten Einsatz versagte plötzlich der Autofokus. Mal ging es, mal nicht, dann fast gar nicht mehr. Zig-mal den Auslöseknopf gedrückt, damit irgendwann, völlig unvorhersehbar, vielleicht doch noch ein Bild gemacht werden konnte.

Nun geht das Teil zurück. Nein, ich möchte keine Ersatzlieferung, nein danke, wirklich nicht. Ich werde sparen und mir dann irgendwann eine „richtige“ Festbrennweite leisten…

Schade. Es wär so schön gewesen…

Hier vier der ersten Versuche. Unbearbeitet und lediglich von Picasa aus RAW in JPEG konvertiert…

12 Antworten auf „Festbrennweite – Billiges muß nicht gut sein…“

  1. Vielleicht kannst du dir dann ein 1.4er holen…
    Meine Festbrennweite war eigentlich auch richtig teuer. Und dann habe ich recherchiert und diese Seite gefunden: http://www.wexcameras.de
    Die kommen aus England und bieten immer nur eine kurze Zeit bestimmte Artikel an. Mein Objektiv war auch dabei, EU-Original-Ware und 100 Eur billiger als in allen anderen Shops. Ansonsten hätte ich mir das in den nächsten Monaten nicht gekauft.

    1. Oh, ich danke dir für den Link, da werde ich mich gleich mal umschauen…

      Ursprünglich wollte ich mir ja gleich das 1.4er holen, aber naja, das liebe Geld… na vielleicht hab ich ja Glück und sie haben es dort tatsächlich etwas günstiger…

      :-)

    1. Umtausch.. ja, nee, das ginge natürlich auch.
      Aber. ABER. Es ist bei mir so: WENN dieses Objektiv gleich und sofort einfach so nicht so richtig funktioniert, dann ist ja die (gefühlte) Wahrscheinlichkeit, daß das beim nächsten Objektiv wieder so ist, VIEL höher, als wenn das erste in Ordnung gewesen wär.

      Außerdem: ich habe eine… Umtauschvergangenheit. Vor vielen Jahren tauschten wir einmal so eine große Luftmatratze, so ein Gästebett, sage und schreibe dreimal um. Und JEDES Mal waren da wieder kleine Löcher drin und man wachte frühs mit zerschlagenen Knochen auf. Quasi.

      Nun ist ja so ein Objektiv keine Luftmatratze und überhaupt, aber… nein, ich tausche grundsätzlich nicht gerne etwas um. Dann lieber etwas komplett anderes…

      Klingt das alles merkwürdig?

      Dachte ich mir…

      :-D

      Ach und ja, die recent searches, die geben mir auch immer zu denken, zum Beispiel dies hier: „nackt im Bach“

      ?:-)

  2. Nackt im Bach ist um diese Kahreszeit sehr sportlich. Und das Wort „Umtauschvergangenheit“ gefällt mir :evilgrin:

    Diese Gästebettluftmatratzengelegenheitsschlafstätten mit einem Obektiv zu vergleichen finde ich etwas gemein; ich kenne niemanden, bei dem die Dinger nicht entweder Löcher hatten oder am Ventil langsam undicht wurden.

    1. Hihi, ja, sportlich, aber mit Pneumonie im Bett ist dann schon weitaus weniger sportlich… ;-)

      Und ja, okay, der Vergleich Gästebettluftmatratzengelegenheitsschlafstätte – Objektiv hinkt. Ein wenig.

      Aber (schon wieder…): „Löcher hatten oder am Ventil langsam undicht wurden“ – das hätte ich ja noch in Kauf genommen, aber die Dinger haben nicht eine verdammte Nacht durchgehalten! Eine hatten wir dann schon nur noch testweise aufgepustet und mehrere Stunden stehen lassen. Kommen nach Hause: prima, Matratze ist dicht. Gehen LANGSAM an ihr vorbei, auf einmal, ganz leise: Pffffffffffhhh…….. Bitter, oder?

      :bernd:

      1. Oh, ja, nee, heute haben wir sowas nicht mehr (keine Gäste -> keine Gästebettluftmatratzengelegenheitsschlafstätte), und dieser Vorfall ist schon 15 Jahre her….(grad ausgerechnet). Damals wollten mein Cousin und ich zelten und dachten uns, so eine bequeme Campinggästebettluftmatratzengelegenheitsschlafstätte wäre irgendwie eine gute Idee…

        :loser:

  3. Mit dem Cropfaktor des Chips ist das 50er eher ein 75-80mm, oder? Kenne den Faktor der D1000 nicht gegenüber Vollformat.

    Wegen der Lichstärke: Egal, ob 1.4 oder 1.8 oder 2.0, Du musst nur wissen, was Du damit machen willst.

    Lichtstarke Objektive stammen unter anderem noch aus der Zeit, als es nicht so lichtempfindliche Filme gab – zum einen, zum anderen, weil die Sucher vieler alter analoger Kameras sehr dunkel waren. Und da du bei TTL-Kameras ja direkt das siehst, was der Spiegel durch das Objektiv reflektiert (Through the lens=ttl) ist das mit einem 1,4er heller, als mit einem 2,0er usw. – größerer Durchmesser = mehr Licht, was durchscheinen kann.

    Aber eigentlich auch nur marginal heller.

    Bei otimaler Blende sind alle in etwa gleich gut, es sei denn, man rutscht mit Messprogrammen, Lupen und was weiss ich alles übers Bild.

    Zu der Fraktion gehöre ich, Gott sei Dank, nicht :)

    Grüße
    Fotozelle

    1. Seit ich angefangen habe, mich mit Festbrennweiten (zumindest theoretisch ) zu beschäftigen, steht auch immer die Frage im Raum: Welches und zu welchem Zweck.
      Bei der Vielfalt verliert man da als Anfänger schnell den Überblick (die Preise weisen einen dann aber ganz schnell wieder in die Schranken ).

      Der Crop-Faktor der 1000D ist 1.6, somit wär man dann, wie du schon schreibst, mit dem 50er bei 80mm.

      Mittlerweile bin ich eher wieder unentschlossen. Ich werde wohl erstmal weiter probieren und lernen, vielleicht fällt mir dann auch die Wahl leichter..

      :-))

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