Analog ist tot…

… von wegen!

Natürlich werde ich nach wie vor die meisten meiner Bilder mit meiner DSLR machen und auf meinem Wunschzettel ganz weit oben steht die große, die dicke, die richtig teure, die ich mir mal kaufe, wenn ich groß bin. (Bitte rechnen Sie sich selbst aus, wann dieser Zeitpunkt gekommen sein wird. Danke.)

Aber, wie schon berichtet, nun fristet meine erste Spiegelreflexkamera nicht mehr länger ihr Dasein im Wandschrank. Vielmehr wurde sie wieder zum Leben erweckt.

Volle Batterien, frische Filme, das Buch (ja, natürlich hat Frau Magrat auch ein Buch über ihre alte SLR) wurde wieder aufgeschlagen. Irgendwann, damals, vor gut 10 Jahren, als ich mir fest vorgenommen hatte, tiefer in die ganze Theorie einzusteigen, war plötzlich keine Zeit mehr dafür da. Irgendwann wurde also nur noch mit den automatischen Motivprogrammen geknipst, immer mit dem kleinen, schlechten Gewissen, daß man sich doch eigentlich nicht DAFÜR eine solche Kamera geholt hatte. Irgendwann war sie dann zugunsten der neuen, verbesserten, weil digitalen SLR eingemottet worden.

Doch nun ist sie ja wieder da. Die ersten Filme wurden entwickelt, leider hab ich sie noch nicht digital, da ich das, vor lauter Aufregung – im Fotoladen zu spät gesagt hatte. Ein paar der Negative haben wir aber wenigstens gescannt.

Morgen werden noch weitere Filme eintreffen, bestellt bei Amazon. Für Schwarz-Weiß-Aufnahmen zum Beispiel.

Ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Bilder.

Und immer wieder bin ich erstaunt, wieviel man noch NICHT weiß und noch NICHT kann. Erschreckend. Andererseits wäre es natürlich auch viel zu einfach, wenn jeder einfach gleich loslegen könnte…

Also heißt es weiter lernen, ausprobieren, verkorkste Bilder abholen oder, am Rechner sitzend, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil man die Bilder von der Weihnachtsfeier irgendwie versaut hat.

Und dann hab ich außerdem noch etwas … ganz anderes entdeckt. Dazu aber später mehr…

10 Antworten auf „Analog ist tot…“

  1. Analogfotografie bleibt eben spannend, weil man nicht sofort das Ergebnis sieht. Und halt auch beim „Knipsen“ achtet, was man da eigentlich mit der Kamera einfängt. Dein Post hat mich übrigens dran erinnert, die Filme von den letzten Analogtouren zu scannen. Scheint doch mehr geworden zu sein als erwartet :)

    1. Genau, einfach draufhalten und mal eben 100 Bilder knipsen ist da nicht…

      Womit scannst du deine Filme denn? Wir haben ja dieses Teil, das man im Artikel bzw. in der Galerie sehen kann. Allerdings hatten wir es hauptsächlich für die alten Dias angeschafft, auf denen mein Mann noch als kleiner Stepke zu sehen ist ;-) , dafür reicht es auch allemal.
      Für die Bilder hingegen… naja…

      1. Wir haben den Epson v500 photoscanner. Der ist echt sein Geld wert! Der hat auch gleich Einlegehalterungen für normale Filme aber auch Mittelformat.

      2. Ah, ein Epson… na mal schauen, wieviele Bilder so zusammenkommen und ob der kleine Scanner das schafft.

        Auf jeden Fall müssen wir ihn mal gründlich reinigen, auf den Bildern waren seltsame Punkte zu sehen…
        Ich weiß gar nicht, welches Format da das Limit ist… direkt mal schauen morgen…

        Gut’s Nächtle!

  2. Ach, welch‘ nette Koinzidenz. Heute sichtete ich Fotos, die ich mit der Canon 33 V gemacht habe. Geniesse das Analoge, es hat einfach mehr Seele, auch wenn man nicht selbst entwickelt. Das Scannen der Negative ist übrigens eine feine Sache, du spielst ja auch gerne mit Bildbearbeitung. Ich bin gespannt, was wir da noch alles von dir zu sehen bekommen werden :)

    1. Hihi, ich bin auch gespannt! ;-)

      Was ich klasse finde, ist schon allein das Film einlegen, das Geräusch, das die Kamera beim Auslösen macht und auch hinterher das „Zurückspulen“.

      Denk dir, gestern hab ich zum ersten Mal gemerkt, daß ich mit meiner alten Canon auch ganz simpel Mehrfachbelichtungen machen kann.
      Natürlich gleich herumprobiert und jetzt bin ich schon ganz hibbelig, was wohl bei rauskommen wird!

      Und dann ist da ja noch… ach, aber davon schreib ich, wenn.. also bald…

      :frog2:

      1. Hihi,ja, und man schaut TROTZDEM immer auf’s nichtvorhandene Display – genauso, wie ich immer versuche, durch den Sucher meiner sucherlosen Powershot zu schauen. Blödes Gefühl, wenn man sich das Ding einfach so vor den Kopf hält … :-D

        Haach ja, Fotoladen… die Spannung steigt…

        Wünsche eine gute Nacht… ach, der Bett-Smiley fehlt noch…. :blushin:

  3. Ich kann nicht mehr analog fotografieren. Habe vor 8 Jahren meine F70 wunderbar eingepackt und verstaut. Letztens habe ich sie rausgeholt und musste feststellen, dass das einlagern ihr nicht gut getan hat. Während des Liegens ist die Klappe von der Rückwand abgebrochen. Ersatzteile gibt es keine, ich müsste einen kompletten neuen (gebrauchten) Body kaufen, doch das wäre dann ja nicht mehr „mein“ Baby :cry:

    1. Ooch, wie schade, das ist ja wirklich ärgerlich…

      Meine Kamera hat das ganz gut überstanden, allerdings hat sie in der Zeit auch zwei Umzüge mitgemacht und wurde immer mal wieder von einem Schrank in den anderen geräumt, Bewegung tut eben gut…

      Ich hätte sicher auch keinen neuen Body gekauft, da hast du recht, es wär nicht dasselbe… :weep:

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