Wer glaubt, das beste Drachenwetter finde im Herbst statt, der irrt. Und zwar gewaltig.
Nachdem wir unseren Jüngsten am Wochenende an die lieben Großeltern verborgt hatten, zum ersten Mal ganz alleine ohne Geschwisterrüben und dazu mit Übernachtung, hatten wir so eine Art “Kleinkind-Sturmfrei”.
Nein, wir sind nicht zum allseits beliebten Rolandsfest gegangen. Wir hatten eine viel bessere Idee.
Es war nicht allzu kalt, blauer Himmel, ordentlich Wind – also nix wie los, die Drachen eingepackt (jaja, Frau Magrat war auch dabei), die Kinder geschnappt: Drachensteigzeit (Extreme Kite Flying!).
- Lenkdrachen Moonloop
- Drachensteigberg
- Drachen “Skully”
- “Felix” vor dem Start
- Die “Matte” gegen “Felix”
- Taschendrachen “Felix”
Während der Moonloop – als Anfängerdrachen deklariert – eine echte Herausforderung darstellte (um es einmal positiv auszudrücken, unsere Große als stolze Besitzerin fand es eher frustrierend), offenbarte der “Felix”-Taschendrachen wieder einmal hervorragende Flugeigenschaften. Erstaunlich, wenn man bedenkt, daß er fast das ganze Jahr über sein Dasein als schnöder Schlüsselanhänger an meinem Rucksack fristet und wir ihn an einem nicht weniger erstaunlichen, weil ergiebigen, Regentag während unseres letzten Rügenurlaubs in einer kleinen, aber feinen, Buchhandlung für 5 € erworben hatten. Erst hatte ich ihn ja fälschlicherweise für einen spießigen Nyloneinkaufsbeutel gehalten, witzigerweise als Schlüsselanhänger-Rucksack getarnt, doch dabei… ein Fluggerät! Absolut flugtauglich! Toll! Jippieh! Alle Leute sollen mehr Taschendrachen kaufen!
Der Vergleichsweise-Billig-Drachen unseres Mittelkindes, auch aus dem Ostseeurlaub mitgebracht (nicht das Kind, den Drachen!), konnte auch überzeugen. Einmal in die höheren Luftschichten getrudelt, blieb er einfach dort. Unser Mittlerer band ihn dann irgendwann an der Picknick-Decke fest, weil er es leid war, ihn ständig festzuhalten.
Die “Matte” (von Rhombus? Vielleicht?) leistet uns schon etliche Jahre gute Dienste. Kein weiterer Kommentar dazu.
Fazit: Drachensteigen ist toll. Volksvergnügungsfeste auch – aber nicht, wenn wir hinmüssen.









Im Netz bin ich meist als Frau Magrat unterwegs, ich bin mittlerweile Mitte 30 und lebe zusammen mit meinem Mann und unseren drei Kindern im Norden Thüringens.
Seit Januar 2009 gibt es meinen Blog "Sicht-Weise", hier schreibe ich über Dinge, die mich bewegen, über den Alltag, über die Fotografie und meine "Experimente", hier findet ihr aber auch meine Gedichte und Zeichnungen und natürlich meine Bilder.
Viel Spaß beim Anschauen & Lesen! 

Ohmann Drachensteigen lassen…lange ists her, aber dank Junior werden wir das sicher auch bald wieder machen.
Ich würde auch gerne mal einen Drachen steigen lassen… aber ich habe gar keine Schwiegermutter ;P
@jana
Ja, die lieben Kleinen… endlich kann man wieder im Sand spielen, Herumtoben oder eben Drachen steigen lassen, ohne daß man seltsame Blicke erntet (nicht, daß es uns etwas ausmachte), weil man das ja schließlich “nur wegen der Kinder” macht ;-) …
@Sascha
In Ermangelung einer Schwiegermutter geht auch, je nach Verhältnis zueinander, die eigene Mutter, die Schwester oder die Nachbarin. Nur bei Vorgesetzten wäre ich vorsichtig!