Spontanausflug

Gestern am Frühstückstisch sitzend, stelle ich so mir-nichts-dir-nichts (Was bedeutet das eigentlich?) die Frage: „Mach’ma’n heute?“

Darauf fangen die Rangen wild an zu spekulieren: „Öh…. nach Tilleda? Oder… Zoo?“

Zoo. Da war es. Das Z-Wort. „Warum eigentlich nicht?“ – dachte sich Frau Magrat so. Mein lieber Mann hatte auch nix dagegen einzuwenden. Gut. Also Zoo. Bloß welcher? In nächster Nähe (also bis maximal anderthalb Stunden Fahrt) gibt es immerhin zwei Zoos. Wir entschieden uns für den Schöneren. Leipzig. Schnell gegoogelt, nach Öffnungszeiten und Veranstaltungen. Denn an so einem Feiertagswochenende besteht ja immer die Gefahr eines Festes oder ähnlichem, dem wir natürlich aus dem Wege gehen wollen. Und tatsächlich: Pfingstsonn- und -montag steht ein großes Kinder- und Weiß-der-Geier-was-für-ein-Fest auf dem Plan. Puh, das ging ja noch einmal gut, am Samstag war nix Besonderes.

Wir packten also alles ein, wirklich alles. Außerdem eine gute Gelegenheit, gleich einmal den nagelneuen Photorucksack auszuprobieren. Und wirklich erstaunlich, was da alles hineingeht! Die gesamte Kamera-Ausrüstung und obendrein meine Notfall-Tasche, Jacke, Sonnenuhr, Taschentücher und Nasenspray.

Dazu noch diverses Futterzeug, Getränke, Wechselsachen, Wechselsachen für die Wechselsachen, Ferngläser und hastenichtgesehn.

Highnoon – und los. Wetter hielt sich, ab und an ein leichtes Nieseln, nicht zu kalt, alles sehr angenehm.

Die Rüben verhielten sich erstaunlich erträglich, nur gelegentlich wurde die kleinste Rübe zur Überrübe und plärrte den Zoo voll. Weil er mit dem Bagger baggern wollte, weil er etwas ganz Bestimmtes essen/nicht essen wollte, weil er kurzerhand vom Papa aus dem Streichelgehege geangelt wurde bei dem Versuch, durch den Zaun zu schlüpfen, um einen hübschen Ziegenbock streicheln zu können/ weil er baggern wollte. Toll, daß in  jedem Zoo heutzutage an buchstäblich jeder Ecke ein Spielplatz, ein Karussel, eine Eisenbahn, ein Klettergerüst oder eben so ein Bagger steht. Wirklich klasse. Ab und zu fragt man sich, ob die Kinder überhaupt noch wissen, daß sie im Zoo sind, und nicht auf irgendeinem dahergelaufenen Abenteuerspielplatz. Zumal doch sonst bei uns meist Spielplatzverbot herrscht! Es sei denn es ist dunkel/verregnet/lausig kalt, und man hat den Spielplatz für sich alleine…. Aber ich schweife ab.

Es gab wie immer viel zu sehen, der Leipziger ist wirklich mein Lieblingszoo. Im Moment wird ja (abseits) noch kräftig gebaut, das Gondwana-Land (eine Riesentropenhalle) entsteht gerade.

Zwischendurch noch einen leckeren Cappuccino in der Kiwara-Lodge mit Blick auf eine Herde Zebras. Dazu leider nix zu essen, da ja selten etwas glutenfreies angeboten wird, ich meist keine Lust habe, das irgendjemandem vom Personal zu erklären und obendrein ich mit diesen Marché-SB-Restaurants nicht so viel anfangen kann. Bei zuviel Auswahl verliere ich zu leicht den Überblick… Na egal, ich hatte mir ja ein paar Müsli-Riegel eingepackt.

Weniger lecker ging es derweil im Pongoland zu. Einer unserer nächsten Verwandten fing sein … sagen wir einmal… Häufchen auf und fing an, es genußvoll zu verspeisen. Wahrscheinlich enthielt es noch genug Vitamine, wer weiß. Die meisten Besucher beobachteten das Treiben fasziniert-angeekelt, und unsere Große wunderte sich dann später nur: „Alle fanden es eklig, aber keiner hat weggekuckt!“  Wer also war jetzt wirklich der „Eklige“?

Unser Jüngster, auf dem besten Weg zur Stubenreinheit, hielt den ganzen Tag durch, erstaunlich, wie das klappt, schon nach so kurzer Zeit.

Krönender Abschluß war natürlich dann noch der Zoo-Shop. Alles voller hochwertiger Plüschtiere! Hammer! Sogar Folkmanis-Handpuppen (bzw. Hand-Tiere)! Fast wär ich schwach geworden…

Hier noch ein paar Bilder: