„Attacken!!!“

Wenn dieser Ruf laut erschallt, ist alles gut. Dann spielt unser Jüngster, ist guter Dinge, schmeißt sich mit Anlauf auf die Couch und ruft dabei eben „Attacken!“ .

Ganz anders, wenn es zu „Attacken“ kommt, nämlich gegen uns. Dann ist ein kleiner, bald dreijähriger Mensch wütend, aufgebracht, zornig, und dabei aber eben immer noch klein und eben erst knapp Drei. Und wahrscheinlich macht dieser Umstand NOCH wütender, NOCH aufgebrachter, NOCH zorniger. Und wohl auch HILFLOS. 

Weil seine doofen Eltern ihm nicht einfach die Tüte Kartoffelchips vom Schrank herunterholen, wenn man darauf Appetit und großen „HUNNER!“ hat. Weil sie ihrem kleinen Sohn lieber ein Brot machen möchten. Oder eine Schüssel mit Gurken- und Apfelstücken. 

Und dann wird man eben SO: dann bewirft man die olle Mama eben mit Matchbox-Autos, einer ganzen Handvoll. Oder mit der Plastekiste, die einem vor den Füßen herumliegt. Dann räumt man eben den Tisch ab, alles, was sich in greifbarer Nähe befindet, wird einfach heruntergewischt. Und NEIN! das hebt man eben NICHT gleich wieder auf! Stattdessen tobt und brüllt und weint man. 

Weil es ja auch schon Zeit ist, Mittagsschlaf zu machen. Und man ist nicht nur klein und zornig, sondern auch SOO müde! Aber das würde man ja nicht zugeben. 

Bis… ja, bis einen die Mama dann irgendwann schnappt, ganz fest in den Arm nimmt, einen zu sich auf den Schoß setzt, und DANN wird man langsam wieder ruhiger. Dann kuschelt man sich mit der Mama auf die Couch, unter die warme Decke, und schnauft und schluchzt noch ein wenig und nuckelt noch ein bisschen, bis… ja, bis man dann friedlich eingeschlafen ist. 

Und die Mama kann dann nicht mehr böse sein, sie sieht nur ihr schlafendes jüngstes Kind, ihr Baby, mit holunderteepulververschmiertem Gesichtchen. 

Dann ist alles wieder gut.