Creep

„to creep“ heißt ja bekanntlich „schleichen, kriechen“.  Aber auch „Fiesling, Widerling“. Seit dem am Wochenende „Creep“ mit Franka Potente, die ich  übrigens überhaupt nicht erkannt hätte, was aber nix zu sagen hat, da ich kein gutes Personengedächtnis habe, im Fernsehen kam, hat dieses Wort noch eine andere Bedeutung für mich.

Aaargh! Frau Magrat wollte doch keine Horrorstreifen mehr schauen! Früher hat mir das ja nix ausgemacht, hah, da konnte es nicht genug splattattern und dergleichen, aber… 

Wie auch immer, ich fand den Film ziemlich fett. Besonders die Szene, als dieser „Creep“ namens „Craig“ in diesem schmuddeligen OP steht und anfängt, sich die keimigen Hände ganz chirurgenhaft unter dem Wasserhahn im nicht vorhandenen Wasserstrahl zu „waschen“ und sich dann ans Werk macht… Würg! Ächz!

Was war das denn bitte? Keine Auflösung am Ende? Hat hier früher ein Dr. Mengele-Verschnitt ganze Arbeit geleistet? Da drängen sich doch Fragen auf! 

Und überhaupt: was war denn nun am Schluß eigentlich? Hab ich da was nicht mitbekommen? Hat er Kate alias Franka P. doch noch erwischt? Oder wurde vielmehr ER von der U-Bahn erwischt? 

Kann mir das jemand verraten?! Ich hatte ja eigentlich versucht, diese Bilder zu verdrängen, und als ich am nächsten Morgen schon fast bald gar nicht mehr dran gedacht hatte, meint mein lieber Mann plötzlich so beiläufig: „Na das war ja ein Film gestern abend…“

Huuuaah! Alles wieder präsent! 

Ich sollte so etwas wirklich nicht ansehen… muß das Alter sein, immerhin…73 und so… ;-)

3 Antworten auf „Creep“

  1. Ich war von meiner besseren Hälfte dazu verdonnert worden, mir den Film mit ihr anzusehen und fand das Ende auch irgendwie „ungewöhnlich“. Entweder uist da fleißig geschnitten worden oder dem Regisseur ist am Ende die Zeit ausgegangen. Schön und gut, wenn man nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommt und auch mal selbst mitdenken soll, aber die Hintergründe zu Craig fand ich dann auch viel zu vage, als dass man da großartig Rückschlüsse auf seine Vergangenheit ziehen könnte. So gesehen fehlt dem Film einfach zwischendurch ne halbe Stunde. Blöd, wenn Filme zwanghaft in ein bestimmtes Zeitschema gepresst werden müssen :(

  2. Stimmt, Sascha, sehe ich genauso. Diese ganze Craig-Doktor-Labor-Geschichte… da hätte man doch noch was draus machen können!

  3. da hätte man doch noch was draus machen können

    Ich wage jetzt einmal zu behaupten, da hätte man sogar mehr draus machen MÜSSEN!

    Sonst ist es wie ein Buch ohne letztes Kapitel, oder wie ein Witz ohne Pointe. Es fehlt einfach etwas… aber nicht irgendetwas, sondern etwas Wichtiges.

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