Die Lage ist hoffnungslos…

…aber nicht ernst.

Nachdem wir eine unglaubliche Menge Geld in die Reihe „Mensch – So funktioniert mein Körper“ gebuttert haben, schmückt nun ein vorschulkindgroßes Plaste-Skelett den Eingangsbereich unserer Wohnung.

Mit echten Plaste-Organen und Plaste-Muskeln bestückt, dient es nun der kompletten Familie als eine Art Kleiderständer. Herausgeputzt an Weihnachten, cool mit Sonnenbrille im Sommer oder putzig mit Huppie (=Nuckel, Beruhigungssauger, Nucki, oder auch „Hupperich“), ist er ein wahrer Augenöffner. Da wir dem gefühlten Vermögen, welches wir in ihn steckten, nun doch ein wenig nachtrauern, kündigte ich kurzerhand das Abo.

So wird er nun für immer halbbemuskelt und vollkommen hautlos sein Dasein bei uns fristen. Und warum auch nicht…

Im Gegensatz zu unserem vorschulkindgroßen Mittleren macht er zum Beispiel absolut keinen Lärm, keinen Dreck, ja – er mäkelt nicht einmal an meinen Kochkünsten herum.

Und das ist doch schon was.

Er leistete außerdem bereits unschätzbare Dienste bei der anatomischen Ausbildung unserer Kinder: „Sag mal „Darm“!  “ erklang es oft, als die große Schwester dem kleinen Bruder einst beim Sprechenlernen half.

Bedauernswerter Weise leidet er doch jedoch ziemlich unter dem ständigen An- und Ausziehen, so daß besonders die Muskeln immer wieder abfallen, sich das Becken aushakt oder einem ein Schlüsselbein um die Ohren fliegt.

Aus diesem Grund stand ihm heute vormittag ein größerer Eingriff bevor: