Wir haben es gerne langweilig…

… während der Mahlzeiten. So lautete heute der Schlußsatz einer Gardinen Moralpredigt kurzen Stellungnahme bezüglich unserer Erwartungen an das Verhalten unserer Kinder. Weil sie uns langsam in den sicheren Wahnsinn treiben. Glaub ich. Während unser krankes Tochterkind gerade langatmig einige Schulgeschichten zum besten gibt, lallert unser Mittelsohn vollkommen sinnfrei herum, bis uns die Ohren klingeln. Er hält es einfach nicht aus, wenn wir uns unterhalten. Eigentlich müßte er immer alleine essen, denn das klappt vorzüglich. Aber es ist doch so unpädagogisch! Oder etwa nicht?

Um das Faß zum Überlaufen zu bringen, stiftet er dann auch noch seinen kleinen Bruder zu einigen „Späßen“ an. Das neueste: Unser Kleinkind rennt wie wild durch die Wohnung und schreit aus voller Lunge: „Donnerwetter! Hier riecht etwas ausgesprochen lecker! – Aua, mein P.o.p.o brennt!“ (Hat er aus einem Disney-Zeichentrick mit Goofy). Und das macht er dann ununterbrochen, bis wir nur noch mit leerem Blick am Tisch sitzen und innerlich sachte vor uns hinschaukeln.

Außerdem hält uns der olle Blutzucker auf Trab, er hat sich jetzt dummerweise auf Werten um die 20 mmol/l eingepegelt, und das arme Kind bekommt davon starkes Nasenbluten (naja, und natürlich durch den Schnupfen, das Fieber, den rohen Hals). Aber als fürsorgliche Mutter bekommen sie und mein lieber Mann täglich eine Dosis reines Colostrum, das muß fürchterlich schmecken, nach ihren Gesichtern zu urteilen, doch da müssen sie durch. Da kenn ich nix, da bin ich eisern… Zumal diese „Schweppes-Gesichter“ einfach zu komisch sind, aber pssssssst…!

Eigentlich bin ich ja jetzt an der Reihe, mich mit diesen Viren anzulegen, der Hals kratzt schon verdächtig, aber ich hatte doch gar nicht vor, krank zu werden…?!

Naja-abwarten.

In diesem Sinne…