Der Stieglitzsalmler

Synonyme: Pristella maxillaris, Sternflecksalmler, Wasserstieglitz (Ulrey, 1894)

Als vor einiger Zeit die älteren Fische, welche jeweils als letzte ihrer Gruppen übriggeblieben waren, verstorben sind, stand die Frage im Raum, welche Fische es nun werden sollten. Da ja auch noch ein Paar Pelvicachromis pulcher im Becken (180 l) wohnten und außer diesem 3 Ancistrus dolichopterus sowie eine Gruppe Corydoras elegans, kam bsw. ein Paar Steatocranus casuarius (Buckelkopfcichlide) NICHT infrage, obwohl diese auf meiner Wunschliste sehr weit oben stehen. Aber ein zweites (rivalisierendes)  Buntbarschpärchen und obendrein ein so bodenorientiertes – das wäre nicht gutgegangen. Nach einigem Überlegen und Recherchieren stieß ich auf die Stieglitzsalmler.

Da sie bei unserem Zoohändler „vorrätig“ waren, nahm ich ein Dutzend von ihnen mit. Unter Vorbehalten ( es bestehen einige Besonderheiten STAECK, 2008), welche genau konnte ich noch nicht herausfinden) zählt man sie zu den „Rosy Tetras“ (Tetragonopterinae). Diese wiederum zählt man noch immer fälschlicherweise zu den Schwarmfischen. Bei genaueren Beobachtungen fällt auf, daß sie in recht lockerem Verband schwimmen, nur in Gefahrensituationen oder bei Aufregung, wenn Arbeiten im Becken durchgeführt werden, findet man das typische Schwarmverhalten mit nahezu synchronen Bewegungen und Richtungswechseln. Es ist also nicht nötig und auch gar nicht ratsam, sie in großen Schwärmen zu halten. Die Tiere geraten unter Streß, wenn sie nicht gewisse Mindestabstände zueinander einhalten können.

Die Zucht gelingt wohl nur in weichem, saurem Wasser, die Haltung ist hingegen auch in härterem, pH-neutralem Wasser gut möglich. Da bei mir letzteres vorliegt, werde ich wohl keinen Nachwuchs meiner Stieglitze zu erwarten haben, das war jedoch auch von vornherein nicht beabsichtigt. Die Fische erreichen eine Gesamtlänge von etwa 5 cm. Der Körper ist glänzend silbrig bis gelblich, typisch ist die recht kräftig gefärbte rote Schwanzflosse. Besonders ansprechend erscheinen die Rücken- und Afterflossen: sie sind dreifarbig (vgl. Stieglitz!) mit jeweils gelbem Ansatz, schwarzem mittleren Bereich und fast weißer Spitze. Als typische Salmler waren sie es wohl auch, die die Brut meines Pelvicachromis p.-Paares auf dem Gewissen haben.

Für die genaue Klassifizierung möchte ich wieder auf das Zierfischverzeichnis verweisen.

Verwendete und von mir sehr zu empfehlende Literatur:

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