Friedlich…

…manchmal ist alles perfekt. Zwar oft nicht für mehr als – sagen wir eine halbe Stunde – aber die hat es dann auch in sich. Der Kleinste schläft friedlich auf der Couch, mein Mann am Rechner (nein, er schläft nicht, er arbeitet, aber auch friedlich), und die beiden „Großen“ spielen Schule. Und es sind scheinbar dieselben Kinder, die am Morgen mit dem Spruch „Ich geh nicht in diese Sch***-Schule! Die können mich alle mal!“ aufwachen oder am  Abend, während man noch friedlich und gemütlich mit ihnen im Bettchen kuschelt, droht, alle zu verhauen, wenn man noch einmal in diesen Sch***-Kindergarten müsse.

Also genau diese Kinder spielen jetzt Schule. Haben sich den kleinen vernachlässigten Kindertisch aus dem Flur geholt, ein kleines Stühlchen drangestellt, und nun ist meine Große die Lehrerin. Sie üben zusammen lesen (mit meiner alten Fibel, *gerührt schluchz*) und mit dem Füller seiner Schwester zu schreiben. Ja ich weiß, Füller, Fahrräder und Frauen verborgt man  nicht. Aber der neue Lego-Mars Mission-Füller für unseren Mittleren liegt schon seit Monaten bereit, wartet nur darauf, daß er Interesse am Schreiben zeigt, um sich dann als tolle Überraschung auf ihn zu stürzen.

Musikunterricht hatten sie auch eben. Ich hörte ein sanftes Xylophon-Geklimper, und fünf Minuten später kennt er die C-Dur-Tonleiter auswendig. Echt nicht schlecht. Danach singt mir mein Sohn Rolf Zuckowskis „Geburtstagslied“ vor, ganz leise und schüchtern.

Was mich aber am meisten in Stauen versetzt, ist die Tatsache, daß er so lange so still sitzen kann. Und zuhört. Und aufpaßt. Und Spaß daran hat.

Alles so schön friedlich…

Eine Antwort auf „Friedlich…“

  1. An oben beschriebenem Tag hatten die Kinder mal richtig Ausdauer, sie haben mehrere Stunden lang Schule gespielt!

    Das sind die Tage, die einem die Kraft verleihen, die anderen Tage durchzustehen ;-) …

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