Ich brauch noch meine Kullerchen…

…schallt es immer wieder aus den Kinderkehlen. Kann ich noch einen Hustensaft? Ich will aber noch meine Lutschtablette, sonst kann ich nicht einschlafen!

Meine Freundin erzählt immer mal wieder, daß sie ihrem Sohn keinerlei Medikamente verabreichen kann, weil es immer Geschrei gibt. Meine hingegen stehen Schlange, wenn ich am Arzneischrank stehe. Ein paar Globuli hier, einen Hustensaft da, sie fragen sogar schon gezielt nach bestimmten Marken… wo soll das denn bitte hinführen? Mami, ich kann nicht schlafen, gib mir eine „Limozin“ ? Sind wir jetzt auf dem Weg in die Medikamentenabhängigkeit? Letztens zählte ich mir gerade meine Fenistil-Tropfen auf einen Löffel, als unser Jüngster vor mir stand und seinen Hundeblick ausprobierte! Und wenn man mal ehrlich ist: die meisten Arzneimittel schmecken regelrecht lecker, sind schön süß, manchmal fast bis zum Erbrechen. Was ist denn bitte aus der sprichwörtlichen „bitteren Pille“ geworden? Oder „Das soll nicht schmecken, daß soll helfen.“ Früher schüttelten sich die Kinder bei Lebertran & Co. , und heute? Okay, wenn sie jegliche Einnahme verweigern, hat man auch nix gekonnt… hach, ein Dilemma ist das manchmal. Aber eins läßt hoffen: auch meine Kinder mögen zum Beispiel keine Nasentropfen, finden Kohle-Tabletten doof und das Insulin für unsere Große mieft so sehr, daß sogar die Katze davonläuft. Und das ist doch schon was.