Aquaristik


Mit Aquarium groß geworden (besser als IM Aquarium groß geworden…) und obendrein von diversen Tierhaarallergien gebeutelt, war es nur eine Frage der Zeit, sich diesem Thema wieder zuzuwenden. Und was hat sich nicht alles geändert! Ging man früher in den Zooladen, um ein paar Guppies nachzukaufen, da die alten aus unerklärlichen Gründen die Flossen hochgerissen hatten, ist man nun ausgestattet mit Teststreifen, umfangreicher Literatur sowie Software und verfügt über ein Arsenal an aquaristisch bedeutsamem Zubehör. Damals wurde auch noch der  Schwammfilter schön gründlich unter möglichst heißem Wasser ausgewaschen, damit es auch ja „sauber“ ward.

Und heute?

  • Wie sind die aktuellen Wasserwerte?
  • Sind genügend Spurenelemente und Mineralien vorhanden?
  • Stimmt der Fischbesatz?
  • Reicht das zugeführte CO² ?
  • Filterleistung ausreichend?
  • Vielleicht doch wieder die UV-Lampe zwecks Bestrahlung des frischgefilterten Wassers dazwischen schalten?
  • Genug Lebendfutter angeboten oder zur Abwechslung lieber wieder einmal hochveredelte Brine shrimps in feinster Gelatine?

Fragen über Fragen…

Und dann gibt es da noch den Aquarium-Vermehrungsvirus. Hoch infektiös. Eben liebäugelt man noch mit dem Gedanken „Was wäre wenn… ich doch noch ein, nur eins noch, ein einziges Aquarium mehr hätte?“ und da ist es auch schon da. Steht da, wo gerade eben noch Bücher/CDs/wichtige Unterlagen ihr Dasein fristeten. Dort, auf dem kleinen Schrank, der wie DAFÜR GEMACHT erscheint, ein weiteres Aquarium auf seiner Massiv-Kiefer-Oberfläche zu tragen. Und das paßt da auch so schön hin. Und hinein kommen…öh… Zwergkrallenfrösche. Richtig. Aber das wird natürlich keinesfalls in einer ad hoc – Aktion durchgeführt. NEIN. Das wird von langer Hand geplant. Als erstes wird natürlich wieder die entsprechende Literatur besorgt. Gegoogelt. Ein Hamburger Mattenfilter gebaut, kurz: HMF. Sand, Torf, Kies besorgt. Pflanzen und Moosbommeln hinein, und dann ist es soweit: 3 Zwergkrallenfrösche (Hymenochirus boettgeri), zusammen mit einigen Zwerggarnelen, welche aufgrund der komplizierten, einem steten Wechsel unterworfenen und ohnehin noch nicht vereinheitlichten Taxonomie hier von mir schlicht und ergreifend ebenso benannt werden, und  einer Handvoll Turmdeckelschnecken ziehen nun ein.

Und von all jenen soll nun hier die Rede sein.